Diesen Tag im Kalender übersehen, das kann viel Ärger bringen: Am 14. Februar erwarten frisch Verliebte ebenso wie langjährige Lebensgefährten eine Aufmerksamkeit oder ein zärtlich gemeintes Geschenk. Dabei stehen die Klassiker unverändert hoch im Kurs - an erster Stelle die Blumen.
Die Männer, die am Tag der Liebenden ins Blumengeschäft eilen, um "irgendeinen" Strauß zu ergattern, sollten sich aber vorsehen. Denn jeder Blumenstrauß ist eine Botschaft, die gewählten Farben und Sorten können viel aussagen. Also besser vorher studiert, als ins Fettnäpfchen getreten.
Nicht verkehrt kann es sein, rote Rosen zu schenken. Glaubt Mann. So einfach ist es aber nicht. Die Rosen gelten zwar als die Blume der Liebe, aber auch die Anzahl ist entscheidend. "Niemals 13 Rosen schenken, egal ob zum Valentinstag oder zu anderen Gelegenheiten. Auch eine gerade Anzahl ist nicht üblich, also lieber fünf statt vier Rosen kaufen", empfiehlt Stilexpertin Agnes Jarosch. Die Farbe Rot hingegen ist am Valentinstag richtig gewählt. "Einen Strauß roter Rosen sollte man nur schenken, wenn eindeutig die Aussage 'Ich liebe Dich' dahintersteht", betont Jarosch.
Auch andere Farben sagen etwas aus: So steht Gelb für Lebensfreude, Blau für Freiheit, Rosa für zarte Gefühle und Orange für Lebenslust. Bei den Blumen signalisieren bunte Chrysanthemen Frische, Spaß und Fröhlichkeit, während die Lilie Liebe, aber auch Vergänglichkeit bedeutet.
Wann Blumen zum beliebten Geschenk wurden, lässt sich schwer rekonstruieren. Schon in den Gräbern der Neandertaler wurden Hyazinthen als Grabbeigaben gefunden. "In vielen alten Kulturen spielen Blumen seit jeher eine religiöse Rolle, und von der Opfergabe zum Schenken ist es nur ein kleiner Schritt. Und natürlich war es eine Ehre, Blumen, die als etwas Besonderes oder gar Heiliges galten, als Zeichen der Wertschätzung zu verschenken", erläutert Kulturwissenschaftler Dr. Fabian Vogt. Aber gerade in Europa hat man früh begonnen, das Schenken von Blumen bewusst zu kultivieren. Die alten Griechen begannen als erste, großflächig Rosen anzubauen. Zur Zeit des römischen Kaisers Nero stiegen die Getreidepreise stark an, weil so viele Felder für den Blumenanbau genutzt wurden. Und durch den Bischof Valentin - der im 3. Jahrhundert heimlich getraute Liebespaare mit Blumen beschenkt haben soll - wurde das Blumenschenken auch im Christentum beheimatet. Nicht zuletzt entwickelte sich daraus auch der bis heute weltweit am 14. Februar begangene Valentinstag. Einen deutlichen Schub bekam dieser Brauch dann noch einmal in der Romantik. Dort stand die "Blaue Blume" als Zeichen für eine bessere Welt - und es entwickelte sich eine eigene "Blumensprache" djd/pt/ots/geb