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Mehr Zärtlichkeit in der Beziehung: Tipps, Gründe und Selbsttest

Wir verraten, warum Zärtlichkeit in keiner Beziehung fehlen sollte und geben Ihnen Tipps für mehr körperliche Nähe im Alltag!
 
Mehr Zärtlichkeit in der Beziehung: Tipps, Gründe und Selbsttest
Mehr Zärtlichkeit in der Beziehung sorgt für Gesundheit und besseren Sex! Foto: Gary Barnes/Pexels

Erinnern Sie sich an die ersten Wochen und Monate Ihrer Beziehung? Man kann kaum die Finger voneinander lassen, der Abschiedskuss artet in eine wilde Knutscherei aus und man hat ständig die gegenseitige körperliche Nähe gesucht. Mit der Zeit fahren die Hormone runter und aus dem Sturm der Liebe wird langsam Alltag. Das ist auch richtig so, denn hier zeigt sich dann, wer wirklich zusammenpasst und harmoniert. Wer aber langfristig nicht nur als Team funktionieren möchte, sondern auch ein Liebespaar bleiben will, der sollte auf Zärtlichkeit und körperliche Nähe in der Beziehung achten. 

Was bedeutet Zärtlichkeit? 

Als Zärtlichkeit wird der Ausdruck empfundener Zuneigung bezeichnet. Vor allem sanfte Berührungen, umarmen, streicheln und küssen fallen unter den Begriff Zärtlichkeit. Es ist eine Form der Liebe, zu der körperliche Nähe gehört und jeder Mensch braucht sie – egal ob Mann oder Frau! 

Selbsttest: Keine Zärtlichkeit in der Beziehung? 

Beobachten Sie sich und Ihren Partner oder Ihre Partnerin und achten Sie auf folgende 6 Dinge: 

  • Halten sie Händchen, wenn sie gemeinsam spazieren gehen? Dabei ist es egal, ob den ganzen Weg über oder nur hin und wieder.
  • Wie oft sagen Sie „ich liebe dich“ oder andere Liebeserklärungen? Wie oft bekommen Sie liebevolle Worte zu hören?
  • Wenn Sie zusammen einen Film oder Fernsehen schauen, stehen Sie beide körperlich in Kontakt (Berührungen, streicheln) oder sitzt jeder in seiner Sofaecke?
  • Kuscheln Sie sich beim Einschlafen noch zusammen? 
  • Worüber reden Sie? Nehmen Sie sich bewusst Zeit, einander zuzuhören? Wie oft hat mindestens einer sein Smartphone in der Hand, wenn Sie zusammensitzen?
  • Wie oft küssen und umarmen Sie sich? Und wie lange und intensiv fällt das aus? 

Na, fühlen Sie sich ertappt? Oder geben und bekommen Sie im täglichen Leben genug Zärtlichkeit? Diese Liste kann gleichzeitig als Inspiration dienen, wie Sie mehr Zärtlichkeit in Ihre Beziehung integrieren können.  

Zärtlichkeit beim Sex und Händchen halten: 3 Alltagstipps 

Es braucht nicht viel, um mehr Zärtlichkeit in der Beziehung auszutauschen. Wie Sie oben schon gelesen haben, sind es kleine, fast beiläufige Gesten und Worte, die am Ende des Tages das Gefühl von Liebe geben. Das Schwierige daran: Unser Alltag besteht aus Gewohnheiten. Diese zu ändern ist gar nicht so leicht, weil sie oft unbewusst ablaufen. Versuchen Sie, Ihre neuen, zärtlichen Handlungen in bereits bestehende Muster einzubinden. Zum Beispiel so: 

  1. Wenn Sie gemeinsam das Haus verlassen und den Schlüssel eingesteckt haben, greifen Sie nach der Hand Ihres Partners. Auch, wenn es nur ein kurzer Weg zum Auto ist.
  2. Wenn Sie sich gemeinsam zum Abendessen an den Tisch setzen, schalten Sie Ihre Handys in den Flugmodus. Ein kleines Schild kann hier eine gute Erinnerung sein.
  3. Das Verabschieden am Morgen oder die Begrüßung nach der Arbeit sind der Auslösereiz für einen 6-Sekunden-Kuss und einen Moment ungeteilter Aufmerksamkeit. 

Vielleicht fallen Ihnen noch mehr Dinge ein, die Sie gerne integrieren möchten. Nur zu!  

Auch das Sexleben kann von mehr Zärtlichkeit in Beziehungen profitieren. Immerhin ist kuschelnd auf dem Sofa sitzen schon näher am Sex, als gedankenverloren auf dem Handy zu scrollen. Und natürlich werden beim Sex selbst auch Zärtlichkeiten ausgetauscht – man könnte sagen, Sex ist der stärkste Ausdruck körperlicher Zuneigung. Zärtlichkeiten als Vorspiel können schön und anregend sein, aber Sie sollten darauf achten, sie nicht als reines Mittel zum Zweck einzusetzen. Sehen Sie Zärtlichkeit im Alltag eher als Ergänzung zum Sex, als weitere und andersartige Möglichkeit, Ihre Liebe auszudrücken.   

Der 6 Sekunden Kuss 

Der amerikanische Psychologe und Spezialist im Bereich Beziehungsanalyse Dr. John Gottman empfiehlt allen Paaren den 6-Sekunden-Kuss.  Dadurch entsteht schnell ein Gefühl von Verbundenheit und Romantik, im Gegensatz zu einem lieblosen Schmatzer auf die Wange.

Zärtlichkeit ist gut für die Gesundheit 

Jeder Mensch braucht Zärtlichkeit! Und das nicht nur, um die Beziehung liebevoller und langlebiger werden zu lassen. Bereits eine 20  Sekunden dauernde Umarmung kann den Blutdruck senken. Durch Berührungen und Zärtlichkeit wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet – auch Kuschelhormon genannt. Es sorgt für Entspannung und baut Stress ab. Das stärkt wiederum das Immunsystem.  

Weitere Tipps für eine liebevolle Beziehung

Männer und Zärtlichkeit 

Das Klischee hat sich festgebissen: Männer brauchen keine Zärtlichkeit, sie wollen Sex. In einer Studie hat sich aber herausgestellt, dass ein regelmäßiger Austausch von Zärtlichkeit zu mehr Zufriedenheit in der Beziehung führt. Außerdem bewerteten Paare, die sich häufig berühren, kuscheln und küssen ihr Sexleben als erfüllter. Das, in Kombination mit den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, sollte doch genug Grund sein, seine Partnerin öfter in den Arm zu nehmen und dem Partner beim Filmschauen den Kopf zu kraulen.

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