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Gefühle zulassen – Warum wir unsere Gefühle zeigen sollten

Jeder von uns hat Gefühle, sowohl positive als auch negative. Doch manche wollen oder können Ihre Gefühle nicht zulassen. Doch warum haben wir eigentlich Angst davor, unsere Gefühle zuzulassen? Wir klären auf, warum es wichtig ist, Gefühle zuzulassen und mit Hilfe welcher Übungen Sie zukünftig einfacher Gefühle zulassen können.
Gefühle zulassen – Warum wir unsere Gefühle zeigen sollten
Gefühle zulassen – Warum wir unsere Gefühle zeigen sollten Foto: pexels-pixabay-208147

Manchmal sind wir von unseren Gefühle schlichtweg überwältigt. Sind es positive, angenehme Gefühle, genießen wir den Zustand und fühlen uns einfach gut. Doch auch negative Gefühle können uns überwältigen. Doch warum haben wir so große Angst vor Gefühlen wie Wut oder Trauer? Wir zeigen, wie Sie zukünftig all Ihre Gefühle zulassen und in einer positiven Weise mit ihnen umgehen können.

10 Gründe, wieso Sie Gefühle zulassen sollten

Nicht nur positive Gefühle sollten wir unbedingt zulassen, auch negative Gefühle sollten akzeptiert und ausgelebt werden. Ständig negative Emotionen und Gedanken zu unterdrücken, kann auf Dauer schwerwiegende Folgen haben. Wir zeigen deshalb, wieso es wichtig ist, Gefühle zuzulassen.

  1. Sie fühlen sich lebendiger – Die drei wichtigsten Elemente eines Menschen sind die Gedanken, die Gefühle und der Körper. Stehen wir mit allen drei Elementen im Einklang und schenken ihnen unsere Aufmerksamkeit, fühlen wir uns lebendig. Unterdrücken wir all unsere Gefühle, nehmen wir nicht mehr wirklich am Geschehen teil. Wir fühlen unsere Umwelt nicht mehr und fühlen uns nicht lebendig.
  2. Blockaden lösen – Viele Menschen sprechen von einer Blockade, wenn Sie im Endeffekt Angst vor einer Situation oder eines Menschen haben, durch die ein bestimmtes Gefühl ausgelöst werden könnte. Demnach bedeutet die Blockade, eine Angst vor bestimmten negativen Gefühlen. Lassen wir jedoch genau diese Gefühle zu und lernen mit ihnen umzugehen, lösen sich die Blockaden und die Angst vor bestimmten Gefühlen.
  3. Sie fühlen sich innerlich frei – Sich innerlich frei zu fühlen bedeutet sich von Ängsten und Sorgen lösen zu können und sich frei zu machen von dem Druck, sich selbst und jedem anderen stets gefallen zu müssen. Negative Gefühle gehören zu uns. Akzeptieren wir diese und lernen mit ihnen umzugehen, verleiht uns dies große Freiheit.
  4. Sie haben mehr Energie – Gefühle zu unterdrücken stellt eine enorme Belastung für unseren Körper und Geist dar. Meist sind diese Anstrengungen unterbewusst und wir bemerken sie nicht direkt. Lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf, braucht sich Ihr Körper nicht mehr anstrengen, sie zu unterdrücken. Ohne die Anspannung hat Ihr Körper viel mehr Lebensenergie.
  5. Tiefe innere Freude – Unsere Gefühlswelt ist wie ein Schichtsystem aufgebaut. Ganz unten am Boden unserer Gefühlsschichten befinden sich tiefe Freunde und Liebe. Diese sind allerdings von Gefühlen wie Wut, Angst oder Trauer überlagert. Schaffen wir es, all diese Schichten zu durchbrechen, bleibt uns noch die verborgene Freude.
  6. Innere Ruhe und Gelassenheit - Die Angst, Gefühle zuzulassen kann uns mehr Kummer und Sorgen bereiten als die negativen Gefühle selbst. Akzeptieren wir unsere verschiedenen Gefühlslagen und lernen mit diesen umzugehen, können uns Wut, Trauer oder Angst nicht mehr aus der Bahn werfen. Ruhe und Gelassenheit kehrt ein, da es keinen Grund zur Sorge mehr gibt.
  7. Sie werden gesünder – Gefühle zu unterdrücken macht krank. Es raubt Energie und schwächt unser Immunsystem. Viel zu selten bringen wir Krankheitssymptome mit unseren Gefühlszuständen in Verbindung. Dabei hängen diese beiden Sachen sehr eng zusammen.
  8. Sie werden authentischer - Lassen Sie Ihre Gefühle zu und zeigen diese, können Ihre Mitmenschen sie besser verstehen und Sie werden authentischer. Sie zeigen, wer Sie wirklich sind und wie es Ihnen aktuell geht.
  9. Sie sparen Zeit und Geld – Unterdrücken wir unsere Gefühle, müssen wir dies oft kompensieren. Daraus können schnell Süchte entstehen und wir greifen beispielsweise auf Zigaretten oder Alkohol zurück. Auch stumpfe Ablenkung, wie Videospiele oder Casino-Besuche kosten uns eine Menge Zeit und Geld.
  10. Sie haben mehr Mut – Gefühle, wie Trauer, zuzulassen erfordert Mut. Schaffen wir es jedoch, auch negative Gefühle zuzulassen, bringt uns so leicht nichts mehr aus der Bahn. Wir begegnen allen Lebenssituationen offen und mutig und können sie meistern.

Was passiert, wenn wir unsere Gefühle nicht zulassen?

Wenn wir unsere Gefühle unterdrücken, kappen wir die Verbindung zwischen Körper und Geist. Normalerweise sollte unser Handeln im Einklang damit stehen, was wir fühlen und denken. Ist dem nicht so, entstehen Blockaden, wir sind unehrlich gegenüber uns selbst und anderen und wir führen ein unauthentisches Leben. Wir lassen Gefühle nicht zu, weil wir Angst vor diesen negativen Emotionen haben.

Noch immer ist es in der Gesellschaft verankert, dass Gefühle zeigen eine Form von Schwäche ist. Die Folge ist, dass wir eine Abwehrhaltung gegenüber negativen Gefühlen entwickeln, obwohl sie ebenfalls ein Teil von uns sind. Dieser Widerstand kostet Energie und geht auf Kosten unserer Gesundheit. Haben wir erstmal ein solches Verhalten verinnerlicht, fällt es uns auch schwer, positive Gefühle zuzulassen. Wir stumpfen ab und gehen gefühlskalt durch das Leben.

Warum haben wir Angst, Gefühle zuzulassen?

Die meisten von uns wissen, dass es nicht gesund ist, die Gefühle zu unterdrücken. Trotzdem bleiben viele verschlossen und haben Angst davor, Gefühle zu zeigen. Doch woher kommt diese Angst? Zeigen wir unsere Gefühle, öffnen wir uns und machen uns verletzlich und angreifbar. Wir unterdrücken also unsere Gefühle zum Selbstschutz.

Vor allem die frühere Erziehung gab Kindern genau vor, wie sie zu fühlen haben und wann die Gefühle zu unterdrücken sind. Veraltete Sprichwörter, wie „Ein Indianer kennt kein Schmerz“, vermitteln den Eindruck, dass es unangebracht ist, zu weinen, wenn wir Schmerzen haben. Auch extreme Freude wird in der Öffentlichkeit oft verpönt. Uns wird bereits im Kindheitsalter gelehrt, diskret und verschlossen mit unseren Gefühlen umzugehen. Heute ist jedoch bekannt, dass dieser Ansatz ungesund ist. Gerade in jungen Jahren ist es wichtig, seine eigenen Gefühle kennenzulernen, diese einzuordnen und zu lernen mit diesen umzugehen.

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Gefühle zulassen – 4 Übungen, um Gefühle zeigen zu können

Damit Sie zukünftig einfacher Gefühle zulassen können, haben wir euch einige Übungen zusammengetragen, die Sie dabei unterstützen können.

  • Gefühle bewusst wahrnehmen – Als ersten Schritt ist es wichtig, die eigenen Gefühle zu verstehen und nachvollziehen zu können. Woher kommt diese Wut auf einmal, warum fühle ich mich traurig? Fühlen wir tief in unser Inneres, werden oft ganz neue Erkenntnisse sichtbar.
  • Auf den Körper achten – Unser Körper verrät uns meistens, wie es uns geht. Ein beklemmendes Gefühl in der Brust oder stechende Kopfschmerzen verraten, dass wir mit unseren Gefühlen nicht im Einklang stehen.
  • Musik – Musik ist ein Medium, dass Gefühle transportiert und intensiviert. Haben Sie Liebeskummer oder sind wütend auf Ihre*n Partner*in, helfen Ihnen traurige und ruhige Lieder dabei, einfach mal alles rauszulassen. Haben Sie keine Lust mehr auf Trauer und schlechte Laune, kann eine rhythmische Playlist die Laune anheben.
  • Darüber sprechen – Es ist wichtig, dass wir über unsere Gefühlszustände sprechen und unseren Mitmenschen zu verstehen geben, wenn wir uns nicht gut fühlen. Mit anderen über Gefühle zu sprechen, ist eine der besten Möglichkeiten, sich von ihnen freizumachen.

Fazit: Alle Gefühle müssen zugelassen werden

Egal ob negative oder positive Gefühle, alle sind vorhanden und sind Teil unseres Wesens. Sie haben die Funktion, uns zu schützen und uns den Weg zu weisen. Deshalb ist es wichtig, Gefühle zuzulassen und nicht zu unterdrücken. Schieben wir unsere Gefühle über einen längeren Zeitraum beiseite, kann das auf Lasten unserer Gesundheit gehen. Heutzutage wirken Sie authentischer, wenn Sie zu Ihren Gefühlen stehen und diese auch zeigen.