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Kennenlernphase

Erfolgreich durch die Kennenlernphase – Mit diesen 8 Tipps Unsicherheiten ablegen 

Der erste Annäherungsversuch war erfolgreich! Nun geht es darum, sich näher kennenzulernen und herauszufinden, ob die andere Person möglicherweise der oder die Richtige sein könnte. In der Zeit zwischen dem ersten Date und einer ernsthaften Beziehung liegt die Kennenlernphase. Doch was gilt es dabei zu beachten? 
Erfolgreich durch die Kennenlernphase – Mit diesen Tipps Unsicherheiten ablegen
 Mit diesen Tipps erfolgreich durch die Kennenlernphase. Foto: Cottonbro/Pexels

Viele Menschen sind nervös oder haben Angst vor der Kennenlernphase. Viel zu groß ist die Sorge, dass man den Kontakt verliert, nachdem man sich nähergekommen ist. Doch wie lange sollte die Phase andauern, bis es ernster wird? Wie sollte man sich am besten verhalten und welche Fehler gilt es zu vermeiden? Wir helfen Ihnen, die Kennenlernphase erfolgreich zu überstehen.  

Ab wann ist die Kennenlernphase vorbei? 

Der Beginn der Kennenlernphase lässt sich einfach festlegen. Egal ob man die neue Person über gemeinsame Freundinnen oder Freunde, über eine Online Dating-App oder in einer Bar kennengelernt hat, mit dem ersten Kontakt und der ersten Annäherung beginnt die Phase des Kennenlernens. Doch wie lange sollte die Phase andauern, bis man von einer Beziehung sprechen kann? 

Eine Grundregel, wie lange das Kennenlernen dauern sollte, gibt es nicht und ist von Typ zu Typ unterschiedlich. Manche Paare sprechen von Liebe auf den ersten Blick und verbringen schon nach dem ersten Date ununterbrochen Zeit miteinander, andere brauchen ein ganzes Jahr, um sich mit den Gefühlen sicher zu sein. Grundsätzlich gilt es auf sein Inneres zu hören und Gefühle ernst zu nehmen. Wird bei beiden der Wunsch nach etwas Festem größer und fühlt es sich für beide richtig, dann nur zu! Außerdem muss die Kennenlernphase nicht mit der Beziehung enden. Richtig lernt man sich erst über die gemeinsame Zeit kennen und auch nach Jahren können sich Paare nochmal neu entdecken. 

Die 4 Phasen des Kennenlernens  

Das Ziel der Kennenlernphase ist für die meisten, dem anderen zu gefallen, mehr Informationen über den anderen zu erfahren und sich allmählich näherzukommen. Zur Erreichung dieser Ziele kann das Vier-Phasen-Modell der Psychologen Heinz Heckhausen und Peter Gollwitzer angewendet werden.  

Dabei unterscheiden die beiden zwischen folgenden Phasen:  

  • Abwägen - Neugierig versucht man gegenseitig, so viele Informationen über die andere Person zu erfahren, wie möglich. Schließlich möchte man sich ein Bild darüber machen, ob man zusammen passt oder sich die Interessen doch voneinander unterscheiden. Nach stundenlangen Chat-Gesprächen, Telefonaten und Treffen wägt man anschließend ab: Fühlt es sich richtig an? Kann man sich mehr vorstellen? Kribbelt es schon langsam im Bauch? 
  • Planen - Es ist vor allem für zurückhaltende oder schüchterne Menschen hilfreich, die Dates im Voraus zu planen. An Orten, an denen man sich wohl und sicher fühlt, lässt es sich oft befreiter Daten und die Gespräche sind locker. In einer überfüllten Bar mit lauter Musik, kann das Kennenlernen jedoch erschwert werden. 
  • Handeln - Die Zeit des Grübelns ist vorbei und es sollte gehandelt werden. Nachdem reichlich überlegt wurde, ob es passt und man sich mehr vorstellen könnte, ist es an der Zeit, allen Mut zusammenzunehmen und in die Offensive zu gehen. Viel zu oft hindern uns Nähe-Distanz-Spielchen daran, den nächsten Schritt zu wagen.  
  • Bewertung - Am Schluss gilt es, die Zeit des Kennenlernens für sich zu bewerten. War die Phase erfolgreich und man fühlt sich glücklich, steht einer festen Beziehung nichts im Weg. Merkt man allerdings, dass es nicht so richtig passt, sollte man so ehrlich sein und dies klar äußern.  
Nach der Kennenlernphase kommt die Verliebtheitsphase. Hier erfahren Sie mehr dazu!

8 Tipps für eine erfolgreiche Kennenlernphase 

Gerade die ersten Treffen sind oft entscheidend für die gemeinsame Zukunft. Stimmt der erste Eindruck nicht oder gibt es zu viele Missverständnisse während den Gesprächen, ist es oft schon zu spät und das Interesse verflüchtigt sich schnell. Mit diesen 8 Tipps, kann verhindert werden, dass die Kennenlernphase zur Enttäuschung wird:  

  • Authentisch bleiben – Das Wichtigste ist stets man selbst zu bleiben und sich nicht zu verstellen. Zum einen wird die andere Person früher oder später das wahre Ich zu Gesicht bekommen, zum anderen wirkt man schnell unauthentisch und oberflächlich, wenn man sich verstellt. Da man sich eine Beziehung wünscht, sollte man der anderen Person so gefallen, wie man ist.  
  • Geduldig bleiben – Jeder Mensch ist anders und braucht unterschiedlich lange, um sich auf neue Personen einlassen zu können. Dauert es beim neuen Schwarm etwas länger, sollte man geduldig bleiben und dies respektieren. Mit etwas Zeit baut man gegenseitiges Vertrauen auf und der nächste Schritt in Richtung Beziehung fällt einfacher.  
  • Sich nicht abhängig machen – Man kann verstehen, dass man sich nach Liebe und Zuneigung sehnt, allerdings sollte man sich nicht komplett von der anderen Person abhängig machen. Das erzeugt oft Druck und engt den anderen ein.  
  • Grenzen setzen – Wie bereits erwähnt, hat jeder sein eigenes Tempo. Deshalb sollte man auch auf sein Tempo hören und nichts tun, wofür man vielleicht noch gar nicht bereit ist. Wenn die andere Person Interesse an einem hat, wird er sicherlich Verständnis haben und die nötige Geduld aufbringen.  
  • Echte Gespräche führen – Gerade die jüngeren Generationen kennen es gar nicht mehr, stundenlang zu telefonieren und vielleicht sogar mit dem Hörer einzuschlafen. Doch WhatsApp ist nicht das beste Mittel, um sich wirklich näher kennenzulernen. Ohne jegliche Gestik und Mimik ist der Spielraum für Interpretationen groß und Missverständnisse können schnell auftreten.  
  • Neugier und Interesse zeigen – Oft haben wir ein ganz klares Bild von Mr. oder Mrs. Perfect vor Augen. Das hindert uns daran, Leute, die anfangs vielleicht nicht unseren Vorstellungen entsprechen, näher kennenzulernen. Auch wenn nicht aus jedem Gespräch mehr wird, ist es dennoch immer sinnvoll, dem anderen Interesse zu zeigen. Durch Nachfragen signalisiert man, dass man sich für das Leben des anderen interessiert, und so können beim anderen mögliche Ängste gemildert werden.  
  • Selbstliebe – Das Wichtigste kommt zum Schluss: Die Selbstliebe. Ist man mit sich selbst nicht im Reinen, wird es meist unmöglich, andere von sich zu überzeugen. Mangelndes Selbstvertrauen oder starke Selbstzweifel verändern uns und lassen uns unsicher wirken. Um Liebe zu schenken, muss man erstmal sich selbst Lieben.  

Fazit: Mit Geduld von der Kennenlernphase in die Beziehung 

Machen Sie sich keinen unnötigen Druck, wenn es um das Kennenlernen von neuen Personen geht. Jeder hat sein eigenes Tempo und anfängliche Unsicherheiten müssen bei beiden Personen erstmal überwunden werden. Hilfreich ist es dabei, man selbst zu bleiben, Interesse zu zeigen und sich selbst wertzuschätzen. Unser Inneres zeigt uns meist von allein, ob sich eine Beziehung richtig oder falsch anfühlt.