Franken
Dreiecksbeziehung

Dreiecksbeziehung – Kann die Partnerschaft zu dritt gelingen? 

Drei sind einer zu viel, oder? Dreiecksbeziehungen enden meist schmerzhaft und sind geprägt von jeder Menge Konflikten und Drama. Dreierverhältnisse erscheinen auf dem ersten Blick erotisch und reizvoll, vor allem dann, wenn die ursprüngliche Beziehung von Unzufriedenheit geprägt war. Doch kann ein solches Verhältnis auf Dauer gut gehen? 
Dreiecksbeziehung – Kann die Partnerschaft zu dritt gelingen? 
Was kann man sich unter einer Dreiecksbeziehung vorstellen? Kann sie funktionieren? Hier erfahren Sie mehr! Foto: Cottonbro/Pexels

Egal ob Betrogene, Geliebte oder Fremdgeher, eine Dreiecksbeziehung endet meist mindestens für eine der drei Personen schmerzhaft. Eine solche Beziehung funktioniert nämlich nur so lange alle drei Parteien mitspielen. In den meisten Fällen spielt der oder die Betrogene das Spielchen nicht lange mit und das ursprüngliche Pärchen steht vor einer stürmischen Zeit.  

Was ist eine Dreiecksbeziehung? 

Bei solch einem Dreieck geht es um eine Beziehungskonstellation, die aus drei Personen besteht. Normalerweise besteht das Dreieck aus einem Paar und einer weiteren Person, meist eine Affäre von einem der beiden Partner. Nicht selten ist jedoch der andere Part der Beziehung nicht begeistert von der dritten Person. Doch es kommt immer wieder vor, dass sich die Betrogenen auf ein solches Modell einlassen, um den Partner oder die Partnerin nicht endgültig verlieren. Dabei bauen sie jedoch in den aller meisten Fällen keine Beziehung zur Affäre auf. Ein echtes Dreieck, das von wechselseitiger Anziehung und Gefühlen geprägt ist, ist eher selten.  

Die verschiedenen Varianten einer Dreiecksbeziehung 

Drei Personen sind in den meisten Beziehungen einer zu viel. Wir stellen die verschiedenen Konstellationen eines solchen Dreiecksverhältnis vor und erklären die Unterschiede: 

  • Variante 1: Sie wurden betrogen, Ihr Partner/in will die Affäre nicht aufgeben 

Ihr Partner oder ihre Partnerin hat eine Affäre, möchte diese jedoch nicht aufgeben. In diesem Fall führen Sie diese Dreiecksbeziehung eher unfreiwillig. Möchten Sie an Ihrem Partner weiter festhalten, müssen Sie sich überlegen, wie Sie an dieser Konstellation nicht zu Grunde gehen.  

  • Variante 2: Sie selbst haben eine Affäre und können nicht loslassen 

Der Seitensprung entwickelt sich mehr und mehr zu einer echten Liebe? Doch die eigentliche Partnerschaft möchten Sie auch nicht aufgeben, allerdings ist ihr Partner oder ihre Partnerin alles andere als begeistert von der Situation. Wie soll es jetzt weitergehen? 

  • Variante 3: Als Geliebte/r das fünfte Rad am Wagen  

Sie wussten, dass Ihre neue Liebe bereits in einer Beziehung steckt, doch de Anziehung war zu groß. Irgendwie erhoffen Sie sich doch, dass er oder sie sich für Sie entscheidet. Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig als zu warten und zu hoffen, dass die Affäre sie wählt und die Beziehung beendet.  

  • Variante 4: Beide Partner sehnen sich nach Abenteuer 

Eine monogame Beziehung bis zum Rest Ihres Lebens können sich Sie und Ihr Partner oder ihre Partnerin sich nicht vorstellen. Beide sehnen sich nach etwas Neues, etwas Aufregendes. Gemeinsam entscheiden Sie, dass eine weitere Person in die Beziehung integriert werden soll. Diese Variante ist auch mit vier Personen denkbar und es handelt sich mehr um eine offene Beziehung als um eine typische Dreiecksbeziehung.  

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Ist eine dauerhafte Dreiecksbeziehung möglich? 

In den seltensten Fällen wird im Voraus über eine Dreiecksbeziehung gesprochen, sondern einer der beiden Partner schlittert in eine Affäre hinein. In so einem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Beziehung über Ecken dauerhaft funktioniert, gering. Es ist nicht zu erwarten, dass die betrogene Person mit dieser Situation glücklich und zufrieden ist. Auch wenn der betrügende Partner vielleicht nur auf der Suche nach Sex und körperlicher Zuneigung war, meist erhofft sich die Affäre, dass die andere Person sich für sie entscheidet und den Partner verlässt. Im Gegenzug erwartet die betrogene Person, dass es ein Ausrutscher war und damit eine einmalige Sache. Schnell wird deutlich, solche Dreiecksbeziehungen sind zum Scheitern verurteilt. Das Problem an solchen Konstellationen ist unser Ego. Nicht nur derjenige, der eine Dreiecksbeziehung anstrebt hat ein Ego, auch die beiden anderen betroffenen Personen. Jeder will wichtig sein, wichtiger als der andere. Schnell treten Zweifel an und das Dreiecksverhältnis steht auf wackligen Beinen.  

Dreiecksbeziehung beenden – Dem Schrecken ein Ende setzen 

Sie ertragen die Situation nicht mehr? Die Liebe zum Partner ist zwar nach wie vor vorhanden, doch der Schmerz sitzt zu tief und auch die Angst, für die Affäre endgültig verlassen zu werden ist einfach zu groß. Doch Schluss machen ist bekanntlich nicht einfach. Es gibt allerdings kein Grund, die Beziehung unnötig am Leben zu lassen. Hat sich Ihr Partner oder ihre Partnerin bisher nicht klar positioniert und für Sie entschieden, ist es besser einen Schlussstrich zu ziehen und dem Schrecken ein Ende zu setzen.  

Fazit: Dreieckbeziehung eher Wunschvorstellung als Realität  

Viele wünschen sich vielleicht eine Dreiecksbeziehung, in der sich ausgelebt werden kann. Doch in den meisten Fällen endet ein solches Verhältnis in einer Katastrophe und die Beziehung wird zerstört. Wenn Sie die Sehnsucht nach neuen Abenteuern haben, sollten Sie im Voraus mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin sprechen, statt eine Affäre anzufangen und dann zu hoffen, dass alles gut wird. Vielleicht ist Ihr Partner oder Ihre Partnerin bereit über eine offene Beziehung zu sprechen.