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Auto-Ratgeber

Was ist der Unterschied zwischen Parken und Halten?

"Hältst du noch oder parkst du schon?" Diese Frage haben sich wohl schon viele Autofahrer gestellt. Wir klären Sie über die Unterscheidung zwischen Halten und Parken auf.
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Autofahrer aufgepasst: Wo liegt der Unterschied zwischen Parken und Halten? Foto: nile/pixabay.com.

Halten oder Parken - das ist die Frage, die sich viele Autofahrer stellen. Zum Beispiel nur mal kurz halten, um zum Bäcker zu gehen? Dabei kann es sich unter Umständen um Parken handeln und womöglich eine Bußgeldstrafe nach sich ziehen. Denn Halteverbot ist nicht gleich Parkverbot!

Wir erklären Ihnen im folgenden Artikel die feinen Unterschiede zwischen Parken und Halten und haben weitere Antworten auf Fragen rund um dieses Thema für alle Autofahrer.

Wieso gibt es eine Unterscheidung zwischen Halten und Parken?

Die Unterscheidung zwischen Halten und Parken ist deshalb wichtig, weil es in der Straßenverkehrsordnung unterschiedliche Regelungen und Verbote für das Halten und Parken gibt. Beispielsweise ist das Parken direkt an Kreuzungen verboten, das Halten jedoch nicht. Genauso, wie auch vor Einfahrten zwar gehalten, aber eben nicht geparkt werden darf. Allgemein gesehen, ist das Halten wesentlich häufiger erlaubt, als das Parken.

Halten

In der Straßenverkehrsordnung sind Halten und Parken eindeutig geregelt. Halten wird definiert als "gewollte Fahrtunterbrechung, die nicht durch die Verkehrslage oder eine Anordnung veranlasst ist". Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sie Mitfahrende an einem Gehweg aussteigen lassen. Im Gegensatz dazu gibt es auch "unfreiwillige Stopps", wie etwa das Halten an einer Ampel oder im Stau. 

Das Halten ist laut der Straßenverkehrsordnung unzulässig:

  • an engen und  unübersichtlichen Straßenstellen
  • in scharfen Kurven
  • auf Einfädelungs- und Ausfädelungsstreifen
  • auf Bahnübergängen
  • vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten

Parken

Das Parken lässt sich vom Halten ganz klar durch die "3-Minuten-Regel" abgrenzen: wenn Sie Ihr Auto verlassen und sich außer Sichtweite des Autos bewegen oder länger als drei Minuten halten und dabei im Auto sitzen, parken Sie. Verlassen Sie Ihr Auto jedoch nicht länger als drei Minuten und bleibt es in Ihrer Sichtweite, handelt es sich nicht um Parken, sondern um Halten. Der Unterschied hierbei liegt darin, dass Sie sofort wieder eingreifen können, sollte es nötig sein.

Das Parken ist laut der Straßenverkehrsordnung unzulässig:

  • bis zu fünf Metern vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen
  • wenn es die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen verhindert
  • vor Ein- und Ausfahrten von Grundstücken, auf schmalen Fahrbahnen auch gegenüber
  • über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen
  • vor Bordsteinabsenkungen

Verkehrszeichen: Absolutes und eingeschränktes Halteverbot

Es gibt Verkehrszeichen, die unmissverständlich andeuten, was erlaubt ist und was nicht. Zum einen gibt es ein Verkehrsschild, dass ein absolutes Halteverbot anzeigt. Kurz anhalten und Mitfahrer aussteigen lassen, sollte man hier vermeiden. Des Weiteren gibt es ein Verkehrsschild, das ein eingeschränktes Halteverbot anzeigt. Das kommt einem Parkverbot gleich. Diese Zeichen sind nicht nur zu befolgen, wenn sie sich auf Schildern befinden, sondern auch, wenn sie auf dem Boden aufgesprüht sind. 

Parken in zweiter Reihe

Das Parken in zweiter Reihe - also komplett auf der Straße - ist verboten. Auch als Fahrradwege gekennzeichnete Streifen sind ein absolutes Park-Tabu. Möchte man per Warnblinklicht anzeigen, dass man gleich wieder zum Auto zurückkommt, sollte man das ebenso unterlassen. Denn die Warnblinkanlage ist nur in potentiellen Gefahrensituationen einzusetzen.

Rechtliche Folgen bei Falschparken

Wer falsch parkt, wird mit einem Bußgeld bestraft. Der aktuelle Bußgeldkatalog sieht diese Bußgeldhöhen vor:

  • Parken an unübersichtlichen Stellen, scharfen Kurven, auf dem Zebrastreifen: 35 Euro.
  • Parken auf Geh- oder Radwegen: 55 Euro. Wenn dabei jemand behindert wurde, droht Ihnen ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg.
  • Parken vor/auf einer Feuerwehrzufahrt: 55 Euro. Wenn dabei Einsatzfahrzeuge behindert wurden, droht Ihnen ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg.
  • Parken in zweiter Reihe: 55 Euro. Wenn dabei jemand behindert wurde, droht Ihnen ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg.
  • Parken vor privaten Einfahrten, Kreuzungen, auf Schachtdeckeln: 10 Euro.

Fazit: Unterscheiden kann man Halten und Parken einfach an der "3-Minuten-Regel". Verlassen Sie Ihr Auto, sodass es außer Sichtweite ist, oder stehen mit Ihrem Auto länger als drei Minuten, parken Sie. Stehen Sie mit Ihrem Auto nur kurz still oder verlassen es für weniger als drei Minuten, wobei es in Sichtweite ist, halten Sie. 

Im Zusammenhang mit Corona gibt es auch beim Autofahren einige neue Regeln zu beachten. Lesen Sie dazu unseren Artikel zu den Corona-Regeln im Auto.

 

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