Anzeige
Unfall - was tun?

Unfallschäden reparieren lassen

Welche Schäden bei Autounfällen besonders häufig vorkommen und wie sie von den Profis repariert werden
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: chartphoto - stock.adobe.com
Foto: chartphoto - stock.adobe.com

Ob beim Ein- oder Ausparken oder beim zu späten Bremsen - kleine Unfälle im Straßenverkehr passieren schnell. Wenn es kracht, ist es am Wichtigsten, ruhig zu bleiben und sich zu versichern, dass es allen Beteiligten gut geht. Ist dies der Fall, stellt sich die Frage, wie die Schäden am Auto repariert werden und ob sie überhaupt zu reparieren sind.

Zuerst sollte nach einem Unfall ein Sachverständiger beauftragt werden, der die ungefähre Höhe des Schadens feststellt. Zudem schätzt er die unfallbedingte Wertminderung des Fahrzeugs ein. Für den Zeitraum, in der das Auto zur Reparatur in der Werkstatt steht, kann der Betroffene bei nicht selbst verschuldeten Unfällen Nutzungsausfallentschädigung oder Kostenersatz für einen Mietwagen verlangen. Die Kosten für den Unfallgutachter und für die Reparatur werden vom Unfallverursacher und seiner Versicherung übernommen.

Die häufigsten Schäden

Bei der Unfallinstandsetzung in der Werkstatt ist das Ziel, den ursprünglichen Zustand des Fahrzeugs wiederherzustellen. Wichtig ist dabei, dass das Kfz nach der Reparatur ohne Einschränkungen fahrtüchtig ist. Besonders häufig trifft es die Karosserie bei einem Unfall - diese bietet auch die größte Aufprallfläche. Doch was gehört alles zur Karosserie? Als Fahrzeugkarosserie wird der gesamte Aufbau eines Kraftfahrzeugs bezeichnet. Dazu gehören zum Beispiel der Fahrzeugrahmen, die Seitenwände, Stoßstangen, Kotflügel, Türen, Motorhaube und Heckklappe. Da bei einem Auffahrunfall meist die Heck- oder Frontverkleidung samt Stoßstange beschädigt werden, sind Dellen und Kratzer eine häufige Folge.

Instandsetzung des Fahrzeugs

Bei großen und tiefen Dellen im Auto müssen die Blechteile ausgetauscht werden, da der Schaden nicht mehr zu reparieren ist. Dies führt oft zu hohen Kosten. Bei kleineren Dellen gibt es verschiedene Wege, sie zu reparieren. Ob sie ausgedrückt, gezogen oder gespachtelt werden, hängt von der Anzahl, der Position, der Tiefe und der Größe ab. Sind beide Seiten des Schadens zugänglich, wie zum Beispiel beim Kofferraum, kann die Delle mit einem Hammer ausgebeult werden. Oft wird auch mit einem sogenannten "Pin Puller" gearbeitet, der auf die Delle geklebt wird. Dieser beult die Delle mit einem Zug nach oben aus. Auch lässt sich eine Delle mit einem Schweißbrenner beheben, denn durch das Zusammenziehen und Ausdehnen beim Erhitzen mit kleiner Flamme wird die Delle ausgebeult.

Lackschonende Ausbeultechniken sowie punktuelle Reparaturlackierungen (Spot-Repair) werden auch als Smart Repair bezeichnet und sind eine kostengünstige Alternative zu konventionellen Reparaturmethoden. Ist eine Delle jedoch recht tief, entscheiden sich die Mechaniker meist dazu, diese zu spachteln. Dabei wird sie mit einem speziellen Material gefüllt und danach neu lackiert. Bei der Ausbesserung von Kratzern wiederum besteht die Schwierigkeit darin, die richtige Farbnuance zu finden.

Verzogener Rahmen

Bei einem verzogenen oder verdrehten Rahmen muss dieser wieder gerichtet werden. Dazu wird er auf einer sogenannten Richtbank eingespannt, per Laser vermessen und wieder in seine ursprüngliche Form gebracht. Da hierfür handwerkliches Können und Erfahrung sowie eine gut ausgestattete Werkstatt vonnöten sind, handelt es sich stets um einen Fall für den Karosseriefachbetrieb.

Egal bei welcher Variante der Reparatur: Ein Fachbetrieb ist dem Laien hinsichtlich entsprechender Kenntnisse, Erfahrung und Ausrüstung weit überlegen. Deswegen ist es immer ratsam, eine Werkstatt aufzusuchen und den Fachleuten die Ausbesserung zu überlassen.

Mareike Schäper

Unsere Partner

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.