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Tankrabatt endet bald: Jetzt Sprit abfüllen und zu Hause lagern? - Das ist erlaubt und das nicht

Das Ende des Tankrabatts naht: nach dem 31. August 2022 müssen wir wohl wieder mit noch teureren Sprit-Preisen rechnen, als ohnehin schon. Lohnt es sich da, Sprit abzufüllen und zu Hause zu lagern? Welche Regelungen gibt es?
Bald endet der Tankrabatt: Lohnt es sich da, Sprit abzufüllen und zu Hause zu lagern?
Bald endet der Tankrabatt: Lohnt es sich da, Sprit abzufüllen und zu Hause zu lagern? Foto: Christophe Gateau (dpa)
  • Tankrabatt endet bald: Lohnt es sich, jetzt Sprit abzufüllen?
  • Der richtige Kanister muss es schon sein
  • Für ein paar Euros große Risiken
  • Diesel und Benzin bunkern geht nur in kleinen Mengen
  • Benzin in der Wohnung geht gar nicht

Hohe Benzinpreise an den Tankstellen sind aktuell das Ärgernis vieler Autofahrer. Dennoch sind sie mit dem eingeführten Tankrabatt noch günstiger, als ohne. Dieser endet allerdings Ende August. Da liegt es nahe, sich noch einen Vorrat anzulegen. Doch das ist nicht grenzenlos erlaubt. Zudem ist es nicht es ganz ungefährlich.

Es gibt klare Grenzen

In Deutschland ist für Autos eine maximale Menge von 20 Litern je Behälter erlaubt, in einem Lkw darfst du 60 Liter Kraftstoff ohne eine besondere Genehmigung transportieren.

Allerdings darf nur ein Reservekanister pro Pkw mitgeführt werden. Empfehlenswert ist dies aus Sicherheitsgründen jedoch nicht.

Die ideale Transportmenge beträgt stattdessen um die 10 Liter maximal, ist aber keine gesetzliche Vorschrift. Dabei ist es einerlei, ob es sich um Diesel oder Benzin handelt.  

Der richtige Kanister muss es schon sein

Außerdem muss der Kanister geeignet sein. Was das konkret meint, regeln die DIN-Normen 7274 oder 16904. Konkret heißt es dort, dass die Kanister dicht, fest verschließbar und bruchsicher sein müssen. 

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Kunststoffkanister dürfen maximal fünf Jahre alt sein. Der Grund: mit der Zeit werden sie spröde. Eine aufgedruckte Kunststoffuhr auf den Behältern verrät das Herstellungsdatum. Für Stahlblechkanister gibt es keine gesetzliche Altersgrenze.

Der Transport von Kraftstoffen zum Beispiel in Wasserkanistern oder Waschmittelflaschen ist extrem gefährlich und deshalb verboten. Lagere außerdem den Sprit möglichst weit weg von den Fahrzeuginsassen, also sinnvollerweise im Kofferraum. 

Für ein paar Euros große Risiken

Aus Sicherheitsgründen raten Auto Club Europa (ACE) und ADAC, nicht mehr als zehn Liter im Auto zu transportieren.

Ansonsten könne das bei einem Unfall, einer schärferen Bremsung oder einem undichten Behälter katastrophale Folgen haben, warnt ACE-Sprecher Sören Heinze

"Die erheblichen Risiken beim Transport und bei der Einlagerung sind ein paar Euro Ersparnis nicht wert." Einen vollen Kanister hat man auch besser nur gezielt für geplante längere Strecken als Reserve dabei und lässt ihn nicht permanent im Kofferraum.

Diesel und Benzin bunkern geht nur in kleinen Mengen

Wie viel Benzin und Diesel du zu Hause lagern darfst, ist in Bayern und auch in den anderen Bundesländern genau und streng geregelt. Und zwar in der Garagen- und Stellplatzverordnung (GaStellV) für das Land Bayern von 1993.

In Kleingaragen und Kellern "dürfen bis zu 200 Liter Dieselkraftstoff und bis zu 20 Liter Benzin in dicht verschlossenen, bruchsicheren Behältern aufbewahrt werden", heißt es in der Verordnung. 

Diese Mengen gelten auch in den anderen Bundesländern. Der Unterschied in der Menge erklärt sich dadurch, dass Diesel nicht so leicht entzündlich ist wie Benzin.

Benzin in der Wohnung geht gar nicht

Neben der Garage kann Benzin auch im Keller gelagert werden, sofern dieser baulich dafür geeignet ist. Hier gilt der Grenzwert von 20 Litern sowohl für Diesel als auch Benzin.

Wer zur Miete in einem Mehrfamilienhaus wohnt, muss sich diese Menge mit seinen Mitmietern teilen. In der Wohnung selbst ist das Lagern von Benzin bis auf geringfügige Menge aber grundsätzlich verboten. Außerdem kann der Mietvertrag regeln, dass das Lagern von brennbaren Flüssigkeiten ausgeschlossen ist.

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