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Sommerreifen im Test 2022: Das sind die Gewinner und Verlierer - laut ADAC

ADAC hat die Sommerreifen 2022 getestet: Wer hat gewonnen und welche Reifen sind die Verlierer?
Im Frühling steht der Reifenwechsel an. Worauf muss man bei Sommerreifen achten?
Im Frühling steht der Reifenwechsel an. Worauf muss man bei Sommerreifen achten? Foto: CC0 / Pixabay / MaxWdhs
  • Wann sollte man zu Sommerreifen wechseln?
  • Welche Reifen hat der ADAC geprüft?
  • Gewinner und Verlierer 2022: Das sind die Ergebnisse

Die Temperaturen steigen, die Natur wird grüner und die Sonne zeigt sich auch öfter am Himmel. Doch wann ist es Zeit, die Reifen am Auto zu wechseln? Genau genommen gibt es keinen festen Zeitpunkt, auch wenn man ungefähr von Oktober bis Ostern die Winterreifen fahren sollte. Dennoch kommt es vor allem auf die durchschnittlichen Temperaturen an. Sind diese dauerhaft über sieben Grad und der Nachtfrost verschwindet, ist es im Frühling Zeit für die Sommerreifen.

Ein Reifenwechsel ist in vielerlei Hinsicht empfehlenswert. Gerade in Sachen Nachhaltigkeit spielt er eine bedeutende Rolle. Fährt man auch im Sommer weiterhin Winterreifen, nutzt sich das Profil schnell ab. Das liegt im Wesentlichen an der weichen Gummimischung der Winterreifen. Sommerreifen haben hingegen mehr Härte und die Laufzeit ist während der warmen Jahreszeit deutlich länger.

Welche Reifen hat der ADAC geprüft?

Der ADAC hat 2022 wieder verschiedene Sommerreifen auf Herz und Nieren überprüft. Insgesamt wurden 34 Reifenmodelle und drei Preisklassen getestet: Premiummarken, Zweitmarken und Budgetmarken. Zudem gab es die Hauptkategorien Kleinwagen und (SUV-) Kompaktklasse.

Bei Sommerreifen sind einige Punkte besonders relevant:

  • Härtegrad: Sommerreifen sind wesentlich härter als Winterreifen, damit sie auch bei hohen Temperaturen zurechtkommen. Außerdem ist dadurch der Verschleiß und der Spritverbrauch im Sommer geringer.
  • Nässe: Auch bei nassen Straßen müssen die Reifen mit Grip reagieren.
  • Lautstärke: Die Reifen sollten relativ leise auf der Fahrbahn abrollen.
  • Beweglichkeit: Das Auto sollte sich auf trockener Straße wendig und geschmeidig lenken lassen.

Insgesamt wurden die Punkte Verschleiß, Kraftstoffverbrauch, Geräuschpegel und Fahren bei Trockenheit und Nässe getestet.

Gewinner und Verlierer 2022: Das sind die Ergebnisse

In der Kategorie Kleinwagen (unter anderem Reifen für Audi A1 bis Opel Corsa) schnitten sechs Modelle relativ gut ab. Neben bekannten Premiummarken wie Bridgestone, Michelin, Pirelli, Goodyear und Dunlop war diesmal auch eine Budgetmarke namens Giti aus Singapur unter den Gewinnern dabei.

18 Reifen wurden wiederum in der (SUV-) Kompaktklasse getestet. Diese umfasst Reifen für den Opel Astra bis hin zum Fiat 500X. Auch in dieser Kategorie sind wieder die bekannten Marken vertreten, doch auch Außenseiter schaffte es unter die Gewinner: Proxes Comfort von dem japanischen Hersteller Toyo. Wer solide Sommerreifen für einen kleineren Geldbeutel haben möchte, kann auf jeden Fall auf die Zweitmarken der Premiumhersteller setzten. Die Ergebnisse sind in einem guten Mittelfeld.

Allerdings gibt es hier auch einen eindeutigen Verlierer im Test. ADAC rät eindeutig von dem Kauf von Road Performance des polnischen Herstellers Kormoran ab. Dieses sehr günstige Modell schnitt sowohl bei trockener als auch bei nasser Fahrbahn nicht gut ab und bekam insgesamt nur das Ergebnis "ausreichend".

Insgesamt ergab der Test, dass Zweitmarken oft eine gute Wahl sind. Somit muss man nicht immer die teuersten Modelle bei Sommerreifen wählen.