Dunkelheit, schlechte Sicht, Nebel und dazu noch Eis oder Schnee - die ungemütliche Jahreszeit hält meistens schneller Einzug als vermutet. Unser Special gibt Tipps, wie man sich nicht nur als Autofahrer auf Herbst und Winter einstellen kann.

Auf Winterpneus wechseln und Fahrweise anpassen

Autofahrer sollten die frostige Jahreszeit und die damit verbundenen Gefahren nicht unterschätzen. "Sobald sich sinkende Temperaturen ankündigen, sollten Autofahrer auf wechselnde Wetterbedingungen und schwierige Straßenverhältnisse vorbereitet sein und ihre Fahrweise anpassen", empfiehlt Stephan Schweda, Sprecher beim Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Ein frühzeitiger Wechsel auf Winterpneus mache Sinn. Denn letztlich komme es darauf an, sich und andere im Straßenverkehr nicht zu gefährden. "Besonders bei schlechten Witterungsverhältnissen sind Sicherheit und Rücksichtnahme das oberste Gebot", so Schweda. Auf rutschigen oder gar vereisten Fahrbahnen komme es auf eine defensive Fahrweise an. Mehr Abstand halten, behutsam beschleunigen und bremsen, die Höchstgeschwindigkeit reduzieren: das seien die wichtigsten Fahrsicherheitstipps für den Winter." Die Winterreifen geben dann zusätzliche Sicherheit - und sind ohnehin bei entsprechender Witterung vorgeschrieben. Unter www.gdv.de finden Autofahrer weitere Tipps.

Bei Winterreifen nicht an der falschen Stelle sparen

Autofahrer, die hauptsächlich im Flachland unterwegs sind, überlegen aus Sparsamkeitsgründen, ob Ganzjahresreifen statt je ein Satz Sommer- und Winterbereifung nicht die günstigere Lösung sind. Wer das ganze Jahr über auf Pneus unterwegs ist, die das M+S-Symbol - für Matsch und Schnee - tragen, der ist tatsächlich zwar auf der sicheren Seite, was gesetzliche Winterreifenpflichten betrifft. "Die optimale Lösung für die Sicherheit seines Fahrzeugs und anderer Verkehrsteilnehmer ist das aber nicht", warnt Klaus Engelhart, Pressesprecher beim Reifenhersteller Continental. Zwar seien auch Ganzjahresreifen so ausgelegt, dass die Fahreigenschaften auf Schnee gegenüber einem Sommerreifen verbessert werden. "Doch die Anforderungen an Reifen, die Sicherheit und Mobilität auch unter widrigsten Bedingungen liefern, sind noch deutlich höher", so Engelhart.

Mit einer Vollkasko auf der sicheren Seite

Neben der Gefahr durch Stürme müssen Autofahrer im Herbst und Winter besonders auch auf Wildwechsel und allmählich auch auf glatte Straßen achten. Eine Teilkaskoversicherung deckt Wild- und Sturmschäden ab. Sollte jedoch Glatteis die Unfallursache sein, muss ein Vollkasko-Versicherungsschutz vorliegen. "Ist dies nicht der Fall, muss der Unfallverursacher selbst für den Schaden aufkommen", betont Willy Hagemann, Kfz-Experte der Itzehoer Versicherungen.
Um es möglichst gar nicht erst zu einem Unfall kommen zu lassen, sollte vor allem in den dunklen Monaten des Jahres die Beleuchtung des Fahrzeugs stetig kontrolliert werden, das Licht in jedem Fall eingeschaltet und die Wischblätter in sehr gutem Zustand sein. "Eine defensive Fahrweise und angepasste Geschwindigkeit - besonders in einer Waldgegend - können die Unfallgefahr zudem erheblich minimieren", rät Willy Hagemann. djd/pt