Gemünden am Main
Winter

Autofahren bei Glätte und Schnee: So kommen Sie sicher durch den Winter

Glätte und Eis sind für viele Menschen, die mit dem Auto unterwegs sind, eine Herausforderung. Mit ein paar Tricks können Sie Schäden im Winter vermeiden.
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Symbolbild Auto und Glätte Foto:  Foto: Stefan Thomas dpa/lth
Symbolbild Auto und Glätte Foto: Foto: Stefan Thomas dpa/lth

Die Scheiben sind zugefroren, der Motor springt nicht sofort an und dann kommt das Auto auf den ersten Metern stark ins Rutschen: Für viele Autofahrer stellen winterlichen Straßenverhältnisse eine Herausforderung dar. Bei Glätte, Schnee und Eis kommt es deshalb häufig zu Unfällen, weil die Autofahrer die Gefahren unterschätzen.


Mit ein paar Tipps kommen Sie mit Ihrem Auto bei Glätte sicher ans Ziel:

Autofahrer sollten frühzeitig die Profiltiefe der Reifen prüfen. Bei Schnee sind Winterreifen gesetzlich vorgeschrieben. Bei niedrigen Temperaturen, Schnee und Schneematsch halten Winterreifen besseren Bodenkontakt und verkürzen hierdurch erheblich den Bremsweg. Zudem sollten die Lichter für die dunkle Jahreszeit überprüft werden.
 

 

 


Winter: Wann wird es gefährlich?

Bereits bei einer Temperatur von +3 Grad Celsius kann die Fahrbahn durch überfrierende Nässe zur Gefahr werden, teilt die Polizei mit. Sie rät, sich vor Fahrtantritt über die Temperatur und die Straßenverhältnisse zu informieren. Autofahrer sollten morgens deutlich mehr Zeit einplanen, um nicht in Hektik zu geraten.

Wichtig ist, dass vor längeren Fahrten das Auto vollgetankt wird. Kommt es zum Stau oder einer Panne, kann die Heizung lange laufen. Wichtig ist auch, auf einen stets gefüllten Wischwasserbehälter und Frostschutzmittel zu achten.

 

 

 

 


Freie Sicht beim Autofahren - wie viel muss ich frei kratzen?

Bevor es dann losgeht, sollte das Auto von Schnee und Eis befreit werden, wenn es im Freien gestanden hat. Auch der Schnee auf dem Dach sollte dabei nicht vergessen werden. Die Massen können sich sonst beim Bremsen vom Dach lösen und auf nachfolgende Autos prallen.

Ein Guckloch reicht nicht aus. Erst wenn sämtliche Scheiben frei gekratzt sind und die Sicht frei ist, sollte die Fahrt losgehen.

 

 

 

 


Geschwindigkeit deutlich verringern

Autofahrer sollten bei Schnee und Glätte vorsichtiger fahren und deutlich mehr Abstand zu anderen Fahrzeugen halten als normalerweise, da sich der Bremsweg bei Glätte verlängert. Möglicherweise bremst auch ein Vordermann plötzlich ab oder kommt mit seinem Fahrzeug ins Rutschen. Wer mehr Abstand hält, ist auf der sicheren Seite. Die Bremswege fallen bei winterlichen Straßenverhältnissen wesentlich länger aus.

Auch die Geschwindigkeit sollte deutlich verringert werden, wenn die Straßen vereist und rutschig sind. "Langsamer zu fahren als die vorgeschriebene Geschwindigkeit, kann trotzdem für die Straßenverhältnisse zu schnell sein", gibt die Polizei zu bedenken.

 

 

 


Fahrweise in Kurven

Auch eine frisch geräumte Straße birgt Gefahren. Denn zum einen könnte das Taumittel noch nicht die volle Wirkung entfaltet haben. Oder es hat sich schon eine neue Eisschicht gebildet. Auch hier sollten Autofahrer vorsichtig sein.

Während größere Straßen möglicherweise schon von Schnee und Eis befreit werden konnten, kann es trotzdem noch glatte Stellen geben: Auf Brücken, Bergkuppen, auf Schleichwegen und im Wald sollte deshalb besonders vorsichtig gefahren werden.

Kurven stellen ein besonderes Risiko dar, da das Auto leicht in Rutschen kommen kann. Deshalb rät die Polizei, dass Autofahrer schon vor einer Kurve abbremsen und erst danach wieder beschleunigen. In der Kurve soll das Bremsen vermieden werden, da das Auto sonst ausbrechen könnte.

Gerät das Auto dennoch ins Schleudern, rät der ADAC auszukuppeln und "schnell, aber gefühlvoll" gegenzusteuern. Ruckartiges Lenken sollte unbedingt vermieden werden.

Ist das Auto festgefahren, sollte der Weg vor den Rädern freigeräumt werden. Anschließend mit dem ersten Gang vorsichtig anfahren. Drehen die Räder durch, kuppeln, zurückrollen lassen und wieder von vorn. So können Autofahrer versuchen, sich "freizuschaukeln."

 

 

 


Vollbremsung nur mit ABS

Nur bei Notbremsungen sollte man voll in die Pedale gehen, und das auch nur mit ABS an Bord. Fahrer mit älteren Autos ohne den Bremsassistenten sollten besser die "Stotterbremse" nutzen, also immer wieder kurz bremsen und danach die Bremse lösen.

 

 

 

 


Bei rutschiger Fahrbahn im 2. Gang anfahren

Wenn die Straße glatt ist, empfiehlt der ADAC außerdem behutsam Gas zu geben und wegzunehmen. Damit die Räder des Autos nicht auf rutschigen Wegen durchdrehen, sollten Autofahrer möglichst im 2. Gang anfahren. Zudem sollte eher untertourig gefahren werden.

 

 

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