Auf dem Weg in den Urlaub trüben Staus, gesperrte Straßen und weitere Verkehrsbehinderungen die Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres. Das muss aber nicht sein. Mit einem modernen Navigationssystem wenden Fahrer die meisten Schwierigkeiten ab und können ihre Reise in den Urlaub genießen. Zwar haben die meisten Menschen heutzutage eine Smartphone-Navi-App, die ihnen die Route anzeigt - gegen ein klassisches Navigationssystem kommen die Apps allerdings selten an.

Was passieren kann, wenn das Navi keine aktuellen Karten hat, sehen Sie bei Clipfish

Staus umfahren

Bereits ältere Navigationssysteme warnen den Fahrer vor Staus. Die Informationen des Gerätes sind jedoch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Das liegt an der veralteten TMC-Technik (Traffic Message Channel), die viele Geräte verwenden. Diese Technik bedient sich der Verkehrsnachrichten der örtlichen Radioanstalten und leitet sie quasi bildlich an den Fahrer weiter. Allerdings sind die meisten Radio-Verkehrsmeldungen veraltet und es kann durchaus sein, dass das Auto bereits im Stau steht, wenn die erste Stau-Meldung im Display erscheint.

Moderne Navigationsgeräte bedienen sich dagegen aktueller Live-Dienste und warnen den Fahrer sofort, wenn ein Stau entsteht. Dieser hat damit genug Zeit, um auf eine andere Strecke auszuweichen und somit den Stau zu umfahren. Die Geräte mit Live-Diensten kosten allerdings 50 bis 100 mehr als TMC-Geräte.

Karten-Updates

Navigationssysteme sollten immer mit neuesten Karten ausgestattet sein, ansonsten besteht die Gefahr auf Straßen geführt zu werden, die es gar nicht mehr gibt. Viele Fahrer mit älteren Navis haben das Problem, dass sie für ein Karten-Update viel Geld bezahlen müssen, zum Teil bis zu 80 Euro. Moderne Geräte haben dagegen oft den Luxus, dass sie lebenslang Karten-Updates umsonst erhalten. Das einzige was der Käufer bezahlen muss ist das Navi selbst.

Das hilft den Fahrern nicht nur in Deutschland, sondern vor allem im europäischen Ausland. Wer gerne im Sommer Urlaub in Spanien, Italien oder Kroatien macht, kann mit neuen Navigationsgeräten Schotterpisten und Staus umfahren und auf dem besten Weg und den sichersten Straßen am Urlaubsziel ankommen.

Achtung, Blitzer-Warner sind verboten

Die meisten fortschrittlichen Navis besitzen einen sogenannten Radarwarner oder Blitzer-Warner. Dabei greift das Gerät auf aktuelle Datenbanken und warnt den Fahrer vor einem Blitzer. Der Kauf dieser Systeme ist erlaubt, ihre Nutzung ist laut Straßenverkehrsordnung in Deutschland allerdings verboten. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg gehandelt.

In den anderen EU-Ländern ist die Rechtslage sehr unterschiedlich. Während in Großbritannien sowohl der Besitz als auch die Verwendung erlaubt ist, muss man in Frankreich für das Benutzen des Navi-Gerätes samt dem Blitzer-Warner 1500 Euro Strafe zahlen. Noch schlimmer ist es in Griechenland: Hier verlangt der Staat 2000 Euro Strafe und nimmt dem Fahrer für 30 Tage den Führerschein ab. Auch in Tschechien und in Luxemburg müssen Fahrer mit hohen Strafen rechnen. Wer mit einem Navigationssystem ins EU-Ausland fährt, sollte die Radarwarner-Funktion zur seiner eigenen Sicherheit abschalten und sich immer an die Verkehrsregeln halten.