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Rost am Auto: So musst du die Rost-Stellen behandeln

Rost am Auto ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch richtig teuer werden, bleiben die betroffenen Stellen unbehandelt. Das kannst du dagegen tun.
Rost am Auto: Was kannst du tun?
Rost am Auto: Was kannst du tun? Symbolbild. Foto: RyanMcGuire/pixabay.com
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  • Wie entsteht Rost am Auto?
  • Die problematischen Fahrzeugteile
  • Wie sich das Auto vor Rost schützen lässt

Rost am Auto war in den vergangenen Jahrzehnten, Dank der Maßnahmen von Autoherstellern, wie der Vollverzinkung von Karosserien, Unterbodenschutz, Hohlraumversiegelung, Radhaus-Schalen aus Kunststoff und Abdichten von Nähten mit Kleb- oder Dichtstoffen, so gut wie kein Thema mehr. Dennoch kommt es vor, dass dein Auto anfängt zu rosten. Was kannst du dagegen am besten tun? 

Wie entsteht Rost?

Rost ist ein wasserhaltiges Eisenoxid. Bei Autos entsteht er, wenn das Metall mit Sauerstoff und Wasser in Verbindung kommt. Häufiger Grund dafür ist eine hohe Luftfeuchte. In Regionen, in denen ein trockenes Klima vorherrscht, sind Autos weniger von diesem Problem betroffen. Aber in Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit korrodieren die Fahrzeuge schneller. Weil Wasser und Sauerstoff mit dem Metall reagieren, kommt es zu einem fortschreitenden Prozess der Verrostung. Das Material wird dann poröser. Das Metall bricht auf und zersetzt sich im Laufe der Zeit vollständig.

In der Vergangenheit hielt sich Rost, dank der Vollverzinkung seitens der Autoindustrie, in Grenzen. Aber viele Hersteller sparen jüngst an Rostschutz und sind zur Teilverzinkung übergangenen. So ist die rostbedingte Korrosion bei einigen Fahrzeugen abermals ein Problem geworden.

Diese Einsparung wird letztlich für die betroffenen Autofahrer teuer. Sie wirkt sich sowohl auf den Restwert, als auch auf die Sicherheit der Autos aus. Gefährlich wird es besonders, wenn tragende Strukturen durch Rost geschädigt werden.

Die problematischen Fahrzeugteile

Häufig von Rost oder Korrosion betroffen sind, je nach Alter des Autos: Schweller, Achskörper, Kotflügel oder Bremsleitungen. Autobesitzer sollten diese Bereiche besonders gut im Blick behalten.

Schwachstellen genau zu prüfen, ist auch für Käufer von gebrauchten Fahrzeugen ratsam. Weitere Fahrzeugteile, die für Rost anfällig sind: Schrauben, Scharniere, Achsen und die Motorhaube. Hier kann ein gründlicher Check nicht schaden.

Rost- und Korrosionsprobleme häufigen sich, je älter das Auto wird. Erschwerend kommt hinzu, dass seitens der Hersteller eine Garantie gegen Durchrostung oft nur für fünf bis sieben Jahre gegeben wird. Das ist für viele betroffene Fahrzeughalter ärgerlich.

Wie sich das Auto vor Rost schützen lässt

  • UNTERBODEN: Idealerweise sollte der Unterboden bei der nächsten Inspektion kontrolliert werden. Denn bei einem alten und verschlissenen Unterbodenschutz können Risse entstehen, wodurch Wasser eindringen kann. Regelmäßige und gründliche Autowäschen schützen vor Rost, denn so lassen sich Streusalze und Splitt vom Unterboden entfernen.
  • STREUSALZ: Schmutz und Streusalz kann man auch selbst vom Fahrwerk entfernen. Aber Hochdruckreiniger sind dafür nicht geeignet. Stattdessen kann man das Wasser ohne großen Druck in die Vertiefungen fließen lassen und nach 15 Minuten erneut mit Wasser abspülen. Wichtig zu wissen: Autowäsche ist nicht überall erlaubt, Verstöße können Bußgelder nach sich ziehen.
  • WASCHANLAGEN: Ältere Waschanlagen haben in ihrem aufbereitetem Wasser, im Vergleich zu modernen Systemen, oftmals einen höheren Salzgehalt - vor allem im Winter. Dies schadet dem Lack. Eine Reinigung in modernen Anlagen ist zur kalten Jahreszeit für die Fahrzeuge schonender.
  • REINIGUNG: Blätter und Nadeln können das Abflusssystem des Autos verstopfen, wodurch sonst das Regenwasser entweichen kann. Solche Kanäle finden sich beispielsweise unter den Front- und Heckscheiben sowie im Schiebedach. Sind sie zu dicht, sammelt sich Wasser darin. Deshalb sollte altes Laub schnell entfernt werden.
  • GARAGE: Eine Garage ist im Winter der ideale Standort für Autos, solange sie nicht beheizt wird. Denn sonst kann Kondenswasser entstehen, was anfällige Fahrzeugteile, wie z.B. ein Cabrio-Verdeck, rosten oder schimmeln lässt.