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Rundum gut beraten beim Autounfall

Reparatur vom Fachmann

Die Instandsetzung nach einem Autounfall sollte nicht in Eigenregie durchgeführt werden.
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Foto: industrieblick - stock.adobe.com
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Hier ein Blechschaden, da ein Kratzer im Lack - Schäden am Auto sind unangenehm, weil die Beseitigung meist mit hohen Kosten verbunden ist und Zeit in Anspruch nimmt. Dennoch lohnt sich die Reparatur durch einen Fachmann. Wer selbst Hand anlegt bei einer Instandsetzung, kann im schlimmsten Fall noch mehr Schaden verursachen.

Wer den Unfall nicht selbst verschuldet hat, sollte generell keine Hemmungen haben, das Auto professionell reparieren zu lassen. Der entstandene Schaden muss vom Verursacher rückgängig gemacht werden. Zur Instandsetzung des Fahrzeuges kann man als Geschädigter die Werkstatt des Vertrauens beauftragen. Wer den Unfall selbst verursacht hat, muss in eine Vertragswerkstatt der Vollkaskoversicherung. Wer kritisch ist im Hinblick auf Qualität und Leistung der Vertragswerkstatt, kann auch nur einen Teil der Reparatur dort machen lassen und für den Rest eine andere Werkstatt aufsuchen. Allerdings trägt die Kaskoversicherung dann nur die Kosten, die in der Vertragswerkstatt angefallen sind.

Generell empfiehlt es sich, eine Werkstatt aufzusuchen, wenn das Auto aufgrund eines Unfalls mehrere Schäden aufweist. Zum einen ist das relevant, wenn es um die Frage der Herstellergarantie geht. Das heißt ferner, dass Reparaturen nach Herstellervorgaben durchgeführt werden müssen. Zum anderen möchte man ja auch den Wert des Autos möglichst gut erhalten. Ein dritter wichtiger Faktor ist das Thema Sicherheit. Billig-Reparaturen oder gar die Reparatur in Eigenregie erhöhen das Verletzungsrisiko. Zudem scheitern selbst ernannte Schrauber oft an der Elektronik. Ohne das nötige Know-how und diverse Diagnosegeräte ist hier eine Beseitigung von Schäden nicht möglich. Werkstätten besitzen für eine fachgerechte Reparatur in der Regel die modernste Ausstattung. Warum sich der Gang zur Werkstatt lohnt, zeigt sich anhand folgender Beispiele.

Ist ein Kratzer im Lack wirklich nicht so schlimm?

Für einige ist es eine ästhetische Frage, für andere ist es nicht so schlimm: Kratzer im Autolack. Es besteht zwar nicht die Pflicht, einen Lackschaden reparieren zu lassen, dennoch empfiehlt es sich. Wer Lackkratzer nicht beseitigt, kann früher oder später mit Rostbildung rechnen. Und die Entfernung von Rost ist sowohl finanziell als auch zeitlich mit einem hohen Aufwand verbunden.

Generell sollte man für eine Lackreparatur auf eine Fachwerkstatt zurückgreifen. Allerdings bietet nicht jede Werkstatt diesen Service an. So sollte man erst einmal abklären, welche Leistungen geboten werden. Zur Reparatur eines Lackschadens können nämlich verschiedene Verfahren in Frage kommen. Es ist grundsätzlich zu beachten, wie tief die Kratzer sind. Dementsprechend muss die Behandlung des Lacks gegebenenfalls bis tief ins Profil vollzogen werden. Teilweise müssen ganze Autoteile ausgetauscht und neu lackiert werden. Wenn es sich allerdings um einen relativ oberflächlichen Schaden handelt, wird das sogenannte Smart Repair-Verfahren angewendet. Dabei wird nur die Stelle, an der ein Kratzer ist, bearbeitet. Bei dieser Methode wird die beschädigte Stelle vorbehandelt, geschliffen und mit einer neuen Lackstruktur versehen. Diese Variante ist vor allem kostengünstig und dient als schnelle, effektive Schönheitskur.

Generell bietet es sich an, je nach Ausmaß den Lackschaden vom Profi bewerten und gegebenenfalls reparieren zu lassen. Kleine Lackschäden können zwar selbst mit Hilfe von Politur entfernt werden, dennoch kann der Laie eine Beschädigung der Basis nicht beheben.

Dellen am Auto: Warum man den Profi hinzuziehen sollte

Weitaus offensichtlicher und ärgerlicher als ein Kratzer im Lack sind Dellen. Die Ausbesserung beziehungsweise Beseitigung von Dellen ist teuer, weswegen viele mit dem Gedanken spielen, die unliebsamen Makel in Eigenregie zu entfernen. Im Internet wird man dann mit Reparatur-Sets und Videos konfrontiert, wie man Dellen "problemlos" selbst entfernen kann. Allerdings kann man dabei auch viel kaputt machen. Das Drücken und Ziehen der Dellen kann massiv schief gehen bei der falschen Herangehensweise. Es besteht die Gefahr, dass das Blech überdehnt wird oder der Lack splittert. Die misslungenen Versuche können dann eine anstehende Reparatur noch teurer werden lassen. Vor allem Schäden, die über mehrere Einzelteile des Autos gehen, sollten ausschließlich vom Profi repariert werden. Genauso Dellen, für die man die Verkleidung abnehmen muss, um an die Problemstelle zu kommen - das kann nur der Fachmann!

Die Entfernung von Dellen ist in der Regel relativ aufwendig. Dabei werden Zierleisten oder Embleme zum Schutz entfernt oder es muss gar ein ganzes Bauteil abmontiert werden. Die Kunst der Reparatur bei Beulen besteht darin, das Material - trotz Druck und Spannung am Blech - zu schonen. Auch bei der Ausbesserung von Dellen gibt es die günstigere Möglichkeit der Smart Repair-Methode. Diese Variante ist allerdings nur bei vergleichsweise kleineren Schäden in Anspruch zu nehmen. Hierbei wird die Delle zurückverformt. Das ist letztlich günstiger als eine Reparatur, bei der gespachtelt und neu lackiert wird. Voraussetzung für die Smart Repair-Variante ist, dass der Lack an der gedellten Stelle unbeschädigt ist. Zudem muss er eine gute Bindung zur Oberfläche haben. Eine weitere Grundvoraussetzung ist, dass die Rückseite der Delle erreicht werden kann. Ansonsten steht definitiv eine umfangreichere Reparatur an.

Melissa Hiller

Unsere Partner
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