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Motorrad-Trends 2022: Diese Bikes kommen dieses Jahr - neue Modelle von BMW, Kawasaki, Yamaha, Triumph

Sportlichen Reise- und Mittelklassemaschinen bestimmen 2022 die Motorrad-Trends. Auch die Italo-Renner feiern ihr Revival. Die E-Mobilität kommt hingegen langsamer vorwärts.
Mittelklasse Motorräder, Italo-Renner und Sporttourer erleben 2022 einen Run.
Mittelklasse Motorräder, Italo-Renner und Sporttourer erleben 2022 einen Run. Foto: CC0 / Pixabay / Pexels
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  • Die aktuellen Motorrad-Trends
  • Neues vom Kult der Italo-Renner
  • E-Motorrad: Boom oder Nische?
  • Weitere technische Entwicklungen

Wer gerne Motorrad fährt, darf sich 2022 auf das Angebot vieler neuer Modelle freuen. Mittelklasse-Motorräder, italienische Maschinen und Sporttourer sind wieder im Kommen. Bereits 2021 verkauften die Motorradhersteller gut 60.000 mehr Maschinen, als im Vorjahr. Dieser Trend soll auch in diesem Jahr weiter anhalten.

Die aktuellen Motorrad-Trends

Enduro-ähnliche Konzepte sind im Kommen. Die Maschinen sind ein wenig höher, haben mehr Komfort und Federweg als herkömmliche Straßenmaschinen. Doch sie sind weniger für Gelände-Fahrten konzipiert, da sie Straßenreifen haben. Zu diesen Modellen zählen zum Beispiel die BMW F900 XR, Kawasaki Versys und Yamaha Tracer, 2022 folgen Aprilia Tuareg 660 und Husqvarna Norden 901.

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Ein größeres Angebot gibt es für Mittelkasse-Motorräder, die zwischen 500 und 800 Kubikzentimeter (ccm) und maximal 95 PS haben. Darunter die Modelle Triumph Tiger Sport 660, die Kawasaki Z 650 RS und die Honda CB 500-Reihe. Kawasaki erinnert optisch an die Z-Reihe der 1970er-Jahre und besticht mit moderner Technik wie LCD-Display, LED-Licht und einen 68-PS-starken Zweizylindermotor.

Nachdem die Sporttourer in den vergangenen Jahren fast verschwunden waren, erleben sie in diesem Jahr ihr Revival. Sie sind und waren die Maschinen mit starken Motoren und großzügigen Verkleidungen, womit passionierte Fahrer lange Reisen quer durchs Land unternahmen. Triumph's neues Modell "Speed Triple 1200 RR" hat dagegen eine kleine Halbverkleidung. Läuft aber mit einem 180 PS-Dreizylinder. Weitere neue Sporttourer-Modelle sind GSX-S 1000 GT aus dem Hause Suzuki, Honda NT 1100, sowie Moto Guzzi V100 Mandella. Der deutsche Hersteller BMW zeigte, bis auf die überarbeitete K-Reihe, bislang noch keine Neuheiten. Doch 2023 wird BMW-Motorrad sein 100-jähriges Jubiläum feiern. Hier wird vermutet, dass dann das Unternehmen seine Liebhaber mit neuen Modellen überraschen wird.

Neues vom Kult der Italo-Renner

Zur Freude der Liebhaber von Italo-Rennern werden die Hersteller 2022 viele neue Modelle vorstellen. Aprilia präsentiert in den Kategorien Sport- und Adventuremaschinen seinen Tuareg 660. Und Moto Guzzi zeigt mit der neuen V100 Mandello erstmalig einen wassergekühlten V2 mit einem neuen 1,0-Liter-Motor, der 115 PS stark ist. Auch der italienische Hersteller Benelli legt mit der zweizylindrigen TRK 800 mit 77 PS ab 2022 ein Adventure Bike der Mittelklasse vor. Also in jenem Segment, der momentan hoch angesagt ist.

Ducati brachte vergangenes Jahr mehrere Modelle auf den Markt. Darunter Multistrada V2, 800er Urban Motard, 1100er Tribute pro, Multistrada Pikes Peak, Desert X, Panigale V4 und Streetfighter V2 mit 153 PS. Trotz seines Namens soll der Streetfighter nach Ansicht von Experten für einen moderaten Fahrstil geeignet sein.

Der italienische Luxushersteller MV Augusta bietet mit der Lucky Explorer zwei neue Adventure-Motorräder an. Zum einen: das kleinere Modell 5.5 mit 550 ccm aus zwei Zylindern und 48 PS und zum anderen: die größere Dreizylinder-Variante 9.5 mit 950 ccm und 123 PS. Mit der Lucky Explorer 5.5 dringt MV Augusta nun auch in das umsatzstarke Mittelklasse-Segment hinein.

E-Motorrad: Boom oder Nische?

Elektro-Motorräder bilden im Gegensatz zu Autos immer noch eine Nische. Nach Meinung des Experten Maik Schwarz vom "Motorrad Magazin Mo", seien sie noch zu teuer, zu schwer und die Reichweite bliebe gering, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

Zudem dauere die Ladung zu lang. Das passe nicht auf das Nutzerprofil von Motorradfahrern, die am Wochenende mehrere hundert Kilometer fahren wollen. Doch Modelle wie Zero SR, Energica Ego+ und Energica Eva Ribelle RS würden zumindest eine alternative Auswahl für E-Motorradfahrer bieten. 

Dagegen würden Kurzstrecken-Zweiräder wie E-Roller durchaus Sinn ergeben. Beispiel: der BMW CE 04 Scooter. Einen wachsenden Markt sieht der Motorrad-Experte auch bei den Leichtkrafträdern. Begünstigt wird das durch die seit 2020 bestehende Führerschein-Neuregelung (B196).  Damit sind unter gewissen Bedingungen 125-ccm-Motorräder mit dem Pkw-Schein erlaubt.

Weitere technische Entwicklungen

Nach Bericht des Redaktionsnetzwerk Deutschland sieht der Vorsitzende des Bundesverbands der Motorradfahrer, Michael Lenzen den Trend von Retro-Motorrädern und Mittelklasse-Motorrädern wachsen, das Angebot an Sportmaschinen hingegen eher schrumpfen. Auch ein Anstieg der Angebote seitens chinesischer Hersteller wird erwartet. Zu den Modellen gehören Voge, CFMoto oder Mash.

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Crossover-Motorräder bis 900 Kubikzentimeter werden, seiner Meinung nach, auch weiterhin begehrt sein. Denn die Nachfrage nach immer schnelleren und leistungsstärkeren Maschinen sei nicht mehr zeitgemäß. Bezahlbare Maschinen des mittleren Segments würden den Fahrern genauso viel Spaß bieten. Auch das Bewusstsein für mehr Sicherheit sei bei vielen Motorradfahrern gestiegen, im Vergleich zu früher. Darauf reagieren die Hersteller zunehmend.

Ein weiterer technischer Trend liegt in der Bluetooth-Verbindung zwischen dem Cockpit und Smartphone. Ein am Cockpit angebrachtes TFT-Display für Kartendarstellung kann mit dem Smartphone (worauf sich die Navigationssoftware befindet) verbunden werden. Die Navigationssoftware wird als kostenlose App vorab vom Motorradhersteller auf dem Smartphone gespeichert. Diese Lösung ist platzsparend und macht extern angebrachte Navis überflüssig.

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