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Sparen an der Zapfsäule

Tanken teuer wie lange nicht mehr: Wann Benzin und Diesel am günstigsten sind

Mehrmals täglich ändern sich die Sprit-Preise. Aktuell ist Benzin so teuer wie lange nicht mehr. Doch es gibt gewisse Zeiten, in denen Sie deutlich günstiger tanken können als zu anderen Zeiten. Wir verraten Ihnen, wann und wo Sie an der Zapfsäule bares Geld sparen.
 
Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, grundsätzlich vor dem Tanken die Kraftstoffpreise zu vergleichen.
Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, grundsätzlich vor dem Tanken die Kraftstoffpreise zu vergleichen. Symbolfoto. Foto: Felix König/dpa

Deutschland ist ein Auto-Land - und Autos brauchen Sprit. Doch die Sprit-Preise sind derzeit so hoch wie lange nicht mehr. Wie der ADAC am Mittwoch (10. März 2021) mitteilt, verteuerte sich Super E10 die 13. Woche in Folge - der Anstieg setzt sich also ungebremst fort. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt vom Dienstag (9. März 2021) kostete der Liter 1,457 Euro - 2 Cent mehr als vor einer Woche. Das ist der höchste Wert seit 2019.

Diesel verteuerte sich um 1,9 Cent auf 1,327 Euro. Hier war es der sechste Anstieg auf Wochenbasis. Diesel ist damit inzwischen mehr als 30 Cent teuer als Anfang November. Bei E10 sind es rund 28 Cent. Grund für die teuren Spritpreise ist der Ölpreis, der zuletzt wieder angezogen hatte. 

ADAC erklärt, wie Sie beim Tanken Geld sparen

Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, grundsätzlich vor dem Tanken die Kraftstoffpreise zu vergleichen. Wer die bisweilen erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, kann viel Geld sparen und sorgt indirekt für ein niedrigeres Preisniveau.

Wir verraten Ihnen ein paar Tipps, wann und wo Sie wirklich bares Geld an der Zapfsäule sparen können und welche Mythen sich bezüglich Sprit-Preisen halten.

Oft entdeckt man kurz nach dem Tanken eine Tankstelle mit günstigeren Preisen. Das ist ärgerlich. Die Spritpreise ändern sich mehrfach am Tag und können an verschiedenen Tankstellen zum selben Zeitpunkt stark voneinander abweichen. Mit unseren Tipps zum günstigen Tanken können Sie Preisfallen bei Super-Benzin und Diesel einfach umgehen.

Uhrzeit: Zu diesen Zeiten lässt es sich günstig tanken

Laut einer Preisanalyse des ADAC ist die beste Tageszeit zum Tanken der Abend. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. In der Regel erhöhen Tankstellenbetreiber über Nacht bis zum frühen Morgen die Preise, sodass das Benzin zwischen 6 und 9 Uhr morgens am teuersten ist. Auch um die Mittagszeit und zum Feierabendverkehr werden die Preise erhöht. Zwischen den einzelnen Erhöhungen sinken sie kontinuierlich ab. 

Preisliche Unterschiede beim Tanken zwischen den einzelnen Wochentagen stellt das Bundeskartellamt übrigens nicht fest. Auch die landläufige Meinung, dass zu Beginn der Sommerferien das Benzin teurer wird, ist laut dem Benzinpreisspiegel des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) ein Mythos.

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Ort: An bestimmten Orten ist der Sprit billiger als woanders

Die Benzin- und Dieselpreise sind allerdings nicht nur von der Tageszeit, sondern auch vom Anbieter abhängig. Freie Tankstellen haben tendenziell niedrigere Preise als Markentankstellen oder die Tankstellen großer Mineralölkonzerne. Auch Tankstellen an Autobahnen und Autohöfen gilt es zu meiden: Je nach Tageszeit zahlt man dort bis zu 25 Cent mehr pro Liter Sprit als in der Stadt.

Laut einer Untersuchung des ADAC kann sich fürs günstige Tanken unter Umständen auch der Umweg ins Nachbarland lohnen: Während ein Liter Super in Deutschland durchschnittlich 1,52 Euro kostet, zahlt man dafür in Tschechien nur umgerechnet 1,26 Euro, in Polen sogar nur 1,18 Euro. Auch in Österreich sind die Spritpreise tendenziell niedriger als in Deutschland. Natürlich gilt es derzeit die Corona-Situation zu beachten; teilweise sind Grenzen geschlossen.