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Fahren - Hilfe beim Autounfall

Garantiert wie neu

Zuverlässige und kompetente Unfallinstandsetzung vom Profi
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Foto: tool51 - stock.adobe.com
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Nach einem Crash ist Komplett-Wiederherstellung angesagt. Erstens als fachgerechte Reparatur, damit das Auto funktioniert und sicher ist. Und zweitens als markengerechte Instandsetzung, um das Fahrzeug weiterhin den Richtlinien des ursprünglichen Herstellers genügen zu lassen. Kfz-Betrieb oder freier Karosserie- und Unfallinstandsetzungs-Spezialist? Obwohl die Diskussion seit Jahren schwelt, geht rechtlich und technisch inzwischen beides. Ob Kfz-Werkstatt mit Marke oder Karosserie- und Fahrzeugbauer ohne: Wenn nicht wegen Teil- oder Vollkasko eine Vertragsbindung besteht, hat der "Geschädigte eines Unfalls" laut Bußgeldkatalog "grundsätzlich das Recht", sich frei zu entscheiden. Meisterbrief plus verbriefte Professionalität des Betriebes sind dabei allerdings Pflicht.

Fachgerechte Reparatur

Pkw-Karosserien sind komplexe Gebilde. Unterschiedliche Blechstärken, diverse Materialien und verschiedene Fertigungsmethoden fordern spezifische Behandlungsmethoden. Insbesondere eine Instandsetzung in sogenannten tragenden Zonen und an geschweißten Karosserieteilen muss unter Berücksichtigung neuester Reparaturleitfäden erfolgen, um Stabilität und Crashsicherheit der Karosserie wiederherzustellen und zu erhalten. Dasselbe gilt für alles, was mit Elektronik zu tun hat: Eine Instandsetzung und Überprüfung von Datenbus-Systemen mit Sicherheitselektronik ist ohne entsprechende Ausstattung mit Diagnosegeräten nicht möglich. Auch beim Thema Rahmen, Achsvermessung und Fahrverhalten sind fahrzeugspezifische Ausrichtung, sensibles Rückformen und diffiziles Richten mit adäquatem Werkzeug unabdingbar. Dazu kommt Kompetenz hinsichtlich immer anspruchsvollerer Themen wie Lackieren, lackierfreies Ausbeulen, Glasersatz oder Glasreparatur.

Selbst bei älteren Fahrzeugen ist öfter mal Spezielles gefragt. Weil Instandsetzung mit Neuteilen entweder nicht mehr wirtschaftlich oder gar nicht mehr möglich ist, gehört oft auch der Einbau von Gebrauchtteilen zum Portfolio von Werkstattanbietern. Doch egal wie alt: Unfallfahrzeuge brauchen in jedem Fall qualifizierte Multitalente und Hightech-Profis - sowohl bei der Werkstatt-Ausstattung als auch beim Werkstatt-Personal.

Fachbetrieb mit Marke

Markenwerkstatt oder Unfall-Allrounder? Die Gesetzeslage ist da ziemlich trocken: Laut BGB muss die "Wiederherstellung des Ursprungszustands des Fahrzeugs ohne technischen oder wirtschaftlichen Nachteil für den Unfallgeschädigten" passieren. Dementsprechend besitzt natürlich ein zertifizierter Kfz-Fachbetrieb der Lieblingsmarke schon mal die qualitative und quantitative Ausrüstung zur rechtmäßig garantierten Instandsetzung des Ur-Zustandes - Sicherheit und Wiederverkaufswert garantiert. Fahrzeuge, die nicht älter als drei Jahre sind, haben aufgrund der Werksgarantie ohnehin in der Regel das Recht auf Reparatur in einer markengebundenen Kfz-Werkstatt.

Markenlos kompetent

Apropos Sicherheit und Verkaufswert: Als Garanten hierfür gelten inzwischen aber auch freie Karosserie- und Fahrzeugbau-Betriebe, die hauptberuflich als Unfallinstandsetzer arbeiten. Schon 2010 gab es diesbezüglich eine Entscheidung des BGH, die besagt, dass der Verbraucher die Reparatur eines markenunabhängigen Betriebes nutzen kann, "wenn er darlegt und gegebenenfalls beweist, dass eine Reparatur in dieser Werkstatt vom Qualitätsstandard her der Reparatur in einer markengebunden Fachwerkstatt entspricht". Die Kriterien für alternative Reparaturstätten sind inzwischen klar festgelegt: So eine Werkstatt ist zertifizierter Meisterbetrieb für Karosserie- und Lackierarbeiten, ist Mitglied im Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik ZKF e.V., verwendet Originalersatzteile, lässt regelmäßige Kontrollen des Qualitätsstandards durch unabhängige Prüforganisationen zu, gibt drei Jahre Kundengarantie, fördert regelmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter - und akzeptiert Reparatur nach Herstellervorgaben. Zu erkennen ist so ein ausgezeichneter Fachbetrieb am Eurogarant-Label, was regelmäßig vom Verband in Kooperation mit TÜV und DEKRA überprüft wird. Betriebe mit Gütesiegel oder mit Fachbetrieb-Logo bieten eine sogenannte "gleichwertige Reparatur" und stellen damit sicher, dass Werkstatt und Werkstattpersonal maximal qualifiziert sind.

Genau hinschauen lohnt

Bei Fachwerkstätten sollte immer auf ein Fachverband-Siegel geachtet werden. Durch das Label ist objektive Qualität bestätigt und immer überprüfbar. Laut Verbraucherschützern sind Betriebe ohne Qualifizierung außerdem häufig schon an zu geringen Stundenverrechnungssätzen hinsichtlich Schadenskalkulation zu erkennen. Zur Orientierung erhebt die DEKRA beispielsweise jedes Jahr die durchschnittlichen Preise von qualifizierten Fachbetrieben in der gewünschten Region.

Nach der Reparatur sollte auf der Rechnung der Hinweis einer Instandsetzung nach Herstellervorgaben zu finden sein. Dadurch wird die Gewährleistung der sach- und fachgerechten Reparatur bestätigt. Das Dilemma bleibt: Versicherungen und Schadensteuerer müssen sparen, Werkstätten Geld verdienen. Der Blick auf verbriefte Qualität hilft aber technisch und rechtlich weiter. Annette Gropp

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