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Autopflege

Frischzellenkur fürs Auto

Eine professionelle Aufbereitung wertet das Fahrzeug optisch und hygienisch auf
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Foto: rh2010 - stock.adobe.com
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Zum eigenen Vergnügen oder zwecks Attraktivitätssteigerung für andere: Ältere Autos verdienen schon mal einen Jungbrunnen. Zu einer echten Fahrzeugaufbereitung gehört gründliche Spezialreinigung von oben nach unten und von außen nach innen - und das clevere Beseitigen von Schäden und Makeln. Damit so eine hygienische und optische Aufwertung umfassend und nachhaltig passiert, ist delegieren angesagt: Der Invest in Profis ist hilfreich für ein ordentliches Ergebnis.

Warum aufbereiten?

Die Autoaufbereitung soll das Fahrzeug wieder in einen möglichst hochwertigen Zustand versetzen, also seinen Wert steigern. Sinnvoll ist eine komplette Generalüberholung zum Beispiel vor dem Verkauf eines Gebrauchtwagens, um einen höheren Preis zu erzielen. Oder auch nach dem Kauf eines gebrauchten Autos, damit es besseren oder individuell ansprechenderen Komfort bietet. Die Aufbereitung vor der Rückgabe eines Leasing-Fahrzeugs wiederum bewahrt vor Abzügen. Und bei einem Oldtimer wirkt ein sensibles Programm im Zweifelsfall lebensverlängernd.

Eine Teilbehandlung ist dann sinnvoll, wenn unangenehme Gerüche oder Flecken den allgemeinen Komfort beeinträchtigen - oder Schrammen & Co. an der Optik kratzen.

Wie frisch aus der Fabrik: Das ist das Ziel einer kompletten Fahrzeugaufbereitung. Um aus dem viel frequentierten Auto wieder einen Quasi-Neuwagen zu zaubern, müssen Innenraum, Lack und Motor per Einsatz spezieller Werkzeuge und Chemikalien vor allem gründlich gereinigt werden. Anschließend folgen meist eine spezielle Materialpflege und eine Versiegelung mit abgestimmten Mitteln.

Auch Kleinstreparaturen fallen in den Bereich der Autoaufbereitung: Das kann zum Beispiel das Entfernen von kleinen Makeln wie Kratzern, Schrammen und Blessuren bedeuten - und das wiederum an unterschiedlichen Materialien wie Polsterung, Leder, Lack, Kunststoff oder Glas. Bei der Innenraumreinigung des Autos werden unter anderem Armaturen, Sitze und Fußraum aufbereitet. Zur Intensivpflege zählen im Detail beispielsweise das Saugen und Abwischen des gesamten Innenbereichs plus Kofferraum, die Reinigung des Cockpits, der Lüftungsschlitze und Seitenverkleidungen und das Putzen der Scheiben von innen. Zur Außenreinigung gehören neben Karosseriewäsche und Reinigung der Scheiben auch Pflegearbeiten am Autolack oder Felgenreinigung. Besonders sensibel übrigens: der Motorraum. Fachleute wissen, wie der empfindliche Bereich mit einem Spezialprogramm vorsichtig gereinigt werden kann - ohne Schäden an der komplexen Elektronik oder am Motor.

Wie lange dauert was?

Wie viel Zeit eine Aufbereitung in Anspruch nimmt, hängt immer vom Zustand des Fahrzeugs ab - und von den Wünschen des Auftraggebers. Die Beseitigung eines Flecks beispielsweise ist ein vergleichsweise kleiner Akt, während ein kompletter Facelift mit allen Facetten auch mal mehrere Tage dauern kann. Weil jeder Anspruch individuell ist, hilft ein Gespräch mit der Werkstatt.

Aufbereitung oder Reparatur?

Eine professionelle Fahrzeugaufbereitung kann aufwerten, hat aber auch Grenzen. Limits sind dann erreicht, wenn zum Beispiel Ersatzteile oder Neubezüge kostenmäßig sinnvoller oder sogar notwendig sind. Tiefe Dellen und Kratzer an der Karosserie, starke Lackschäden, Löcher im Sitzpolster, die über drei Zentimeter tief sind, tiefe Krater in der Felge oder auch Risse im Armaturenbrett mit über zehn Zentimetern Länge fordern den Austausch kompletter Teile und gehen damit über die reine Aufbereitung hinaus.

Kostenfaktor klären

Auch hier gilt: Grundsätzlich richten sich die Kosten fürs professionelle Aufbereiten des Autos vor allem nach dem Zustand des Fahrzeugs, der Zielvorstellung und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand. Auch die Reinigungsart und die Größe des Autos beeinflussen in der Regel den Preis. In der Werkstatt rechnen Experten normalerweise mit Kosten von circa 50 Euro pro Stunde. Häufig finden sich aber auch Festsätze für einzelne Teilbereiche des Fahrzeugs und diese sind wiederum in verschiedenen Qualitätsstufen erhältlich. Neben unterschiedlichen Außen- und Innen-Programmen sind auch Detail-Behandlungen zu haben. Extras wie Felgen- oder Scheiben-Versiegelung, Motorraumreinigung, Geruchsneutralisation, Aufkleberentfernung oder Klimaanlagendesinfektion werden meistens als Zusatz- oder Einzelleistungen abgerechnet.

Experten gesucht?

Neben der Markenwerkstatt offerieren hauptberufliche Aufbereiter qualifizierte Dienste. Der Bundesverband Fahrzeugaufbereitung beispielsweise setzt auf eine Aus- und Weiterbildung mit Zeugnis: Die Ausbildung zum Zertifizierten Fahrzeugaufbereiter soll fundierte Fachkenntnisse vermitteln und wachsamen Verbrauchern per Zertifikat verbriefte Sensibilität und Professionalität im Umgang mit komplexen Anforderungen signalisieren. Viele Unternehmen arbeiten übrigens auch mit zertifizierten Pflegemitteln, die unterschiedlichen Reinigungszonen und Materialien angepasst sind - und ebenfalls auf Nachhaltigkeit set zen. Annette Gropp

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