Franken
Alkohol am Steuer

Bußgelder im Straßenverkehr: Ein Bier kann zu viel sein

Das Alkohol am Steuer keine gute Idee ist, ist den meisten bekannt. Doch auch schon in vermeintlich ungefährlichen Mengen kann es zu Strafen kommen. Lesen Sie bei inFranken.de, ab welcher Grenze es teuer werden kann.
 
Alkoholisiertes Fahren: Schon ab 0,3 Promille kann es strafbar sein
Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte keinen Alkohol zu sich nehmen. Denn bereits in kleinen Mengen kann er Einfluss auf den Fahrer haben - und bei einem Unfall teuer werden. Symbolfoto: pixabay/StockSnap
  • Strafe für alkoholisiertes Fahren im Straßenverkehr von Zustand abhängig
  • Relative oder absolute Fahruntüchtigkeit - was ist der Unterschied
  • Wirkung von Alkohol bei geringem Konsum

Wer am Abend noch auf ein Getränk bei Freunden vorbeischauen möchte, ist sich oft sicher: "Ich trinke nichts und fahre mit dem Auto."  Doch in geselliger Runde steigt bisweilen die Versuchung, doch zu einem Glas Bier oder  Wein zu greifen. Schließlich "darf" man doch bis zu 0,5 Promille Alkohol im Blut haben - und ein Bier ist doch erlaubt, oder? 

Alkohol am Steuer: Strafen schon bei geringem Alkoholkonsum

Verallgemeinernd kann nicht gesagt werden, dass das Führen eines Fahrzeugs unter 0,5 Promille erlaubt ist. Der Zustand des Fahrers ist ausschlaggebend dafür, wie der Alkoholkonsum am Steuer gehandhabt wird. Laut Artikel 24a des Straßenverkehrsgesetzes gilt, dass es sich beim Autofahren ab 0,25 mg/l oder 0,5 Promille Alkohol im Blut um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Eine solche Ordnungswidrigkeit kann dem StVG zufolge mit bis zu 3000 Euro Strafe gehandhabt werden. Die juristische Zentrale des ADAC geht in der Regel von einer Strafe von 500 Euro, einem Monat Fahrverbot und 2 Punkten in Flensburg aus.

Doch auch ab 0,3 Promille können schon Strafen auf das alkoholisierte Fahren folgen. Mehr noch, wer durch sein alkoholbedingtes Fahrverhalten auffällt oder einen Unfall verursacht, der macht sich strafbar. Dabei ist die Rede von relativer Fahruntüchtigkeit und sie kann bereits ab 0,3 Promille gelten.

Unabhängig von der Fahrtüchtigkeit des Fahrers liegt immer eine Straftat vor, sofern dieser mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut aufweist. Man spricht dann von absoluter Fahruntüchtigkeit.

So wirkt sich alkoholisiertes Fahren aus

Obwohl dem ein oder anderen 0,3 Promille als noch nicht besonders viel erscheinen werden, sind die physiologischen Einschränkungen nicht zu unterschätzen. Selbst bei geringem Konsum kann laut dem Alkoholatlas des deutschen Krebsforschungszentrums eine mangelnde Seh- und Einschätzungsfähigkeit von Entfernungen vorliegen. Außerdem kommt es zu einer erhöhten Risikobereitschaft und verschlechterter Konzentration. Spätestens ab 0,5 Promille sollten Sie sich also nicht mehr hinters Steuer setzen.

Außerdem ist entscheidend, wie oft der jeweilige alkoholisierte Autofahrer bereits negativ aufgefallen ist. Handelt es sich um Wiederholungstäter, so können die Strafen laut bußgeldkatalog.org verschärft ausfallen.

Während eine Ordnungswidrigkeit beim ersten Mal noch mit ca. 500 Euro bestraft wird, so kann die Strafe beim dritten Mal schon das Dreifache davon betragen.

Null Promille für Fahrer unter 21 oder in der Probezeit

Allgemein gilt, dass alle Fahrer unter 21 Jahren oder in der Probezeit während der Fahrt keinen Alkohol im Blut aufweisen dürfen. Wer dies dennoch tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit und wird dem Kraftfahrtbundesamt zufolge mit 250 Euro zur Kasse gebeten. Außerdem könnte ein Punkt in Flensburg sowie eine Anordnung zur MPU folgen.

Auch hier gilt, dass bei gefährdendem Verhalten oder einem verursachten Unfall eine Straffälligkeit statt einer Ordnungswidrigkeit vorliegt.

Fazit: Wenn Sie Alkohol getrunken haben, ist es am sichersten, wenn Sie das Auto stehen und es gar nicht erst darauf ankommen lassen - auch wenn Sie selbst glauben, dass Sie noch fahrtauglich sind.

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