Franken

Was passiert, wenn ich den TÜV überziehe?

Was passiert eigentlich, wenn ich die "TÜV"-Hauptuntersuchung meines Autos vergesse? Wann gibt es Geldstrafen? Wie viel Zeit bleibt mir, um Mängel am Wagen zu beheben? Die Antworten auf diese Fragen kompakt im Überblick.
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Die "TÜV"-Hauptuntersuchung (HU) gerät bei vielen Autofahrern in Vergessenheit. Rund um die Autoinspektion stellen sich deshalb zahlreiche Fragen. Die Experten des "ADAC" liefern die Antworten darauf.

Woher weiß ich, wann ich mit dem Auto zum "TÜV" muss?

Das Datum für die "TÜV"-Hauptuntersuchung ist prinzipiell an mehreren Stellen vermerkt:

  • Verbraucher finden das Datum für den "TÜV" auf der Plakette am Auto. Dort kann es abgelesen werden.
  • Zusätzlich ist das Datum in der "Zulassungsbescheinigung Teil I" vermerkt. Diese ist der ehemalige "Fahrzeugschein".

Bei einem neuen Auto (Pkw) steht diese Untersuchung nach drei Jahren an. Ab dann ist sie jedes zweite Jahr fällig.

Darf ich den "TÜV" überziehen? Falls ja, wie lange?

Prinzipielle Antwort: Nein.

Die "HU" muss innerhalb des Monats gemacht werden, der auf der Plakette am Auto steht. Ein Verwarnungsgeld droht allerdings erst, sobald die Frist der Untersuchung um mehr als zwei Monate überschritten wurde. Allerdings ist Vorsicht geboten: Wird die "HU" nicht im entsprechenden Monat, wie er auf der Plakette zu lesen ist, absolviert, gilt dies bereits als "Ordnungswidrigkeit" im polizeilichen Sinne.

Welche Strafen drohen, falls ich den "TÜV" vergesse?

Folgende Strafen gelten für Autos (Pkws), Motorräder und leichte Anhänger:

  • mehr als zwei Monate: 15 Euro
  • vier bis acht Monate: 25 Euro
  • mehr als acht Monate: 60 Euro und ein Punkt in Flensburg

Für "Nutzfahrzeuge", bei denen eine Sicherheitsprüfung vorgeschrieben ist, gelten folgende Strafen:

  • bis zu zwei Monate: 15 Euro
  • mehr als zwei bis zu vier Monate: 25 Euro
  • mehr als vier bis zu acht Monate: 60 Euro und ein Punkt in Flensburg
  • mehr als acht Monate: 75 Euro und ein Punkt in Flensburg
  • "TÜV"-Termin verpasst: Gibt es eine Rückdatierung?

    Eine sogenannte "Rückdatierung" gibt es im Falle des Verschwitzens des "TÜV"-Termins seit dem Jahr 2012 nicht mehr. Das heißt: "Auch wenn der ursprüngliche Termin zur Hauptuntersuchung verschwitzt wurde, müssen Sie mit Ihrem Fahrzeug zur nächsten HU erst wieder volle zwei Jahre nach dem tatsächlichen Prüftermin antreten", heißt es von Seiten des "ADAC".

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