Anzeige

Entscheidungshilfe beim Neuwagenkauf

Ein Pkw-Label gibt Entscheidungshilfe beim Kauf eines Neuwagens. Wesentliche Daten lassen sich auf einen Blick ablesen.
 
Die Energieeffizienz, ersichtlich aus dem Pkw-Label, spielt bei vielen Neuwagen-Interessenten eine wichtige Rolle für die Kaufentscheidung.                     Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)/Ingo Heine
Die Energieeffizienz, ersichtlich aus dem Pkw-Label, spielt bei vielen Neuwagen-Interessenten eine wichtige Rolle für die Kaufentscheidung.                     Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)/Ingo Heine

Beim Kauf von Haushaltsgeräten wie einem Kühlschrank oder einer Waschmaschine achten die meisten Menschen auf den Energieverbrauch. Ablesen lässt dieser sich ganz einfach am Effizienzlabel - mit einer Skala von Grün für eine gute über Gelb bis zu Rot für eine schlechte Energieeffizienz. Ein ganz ähnliches Label tragen seit 2011 auch alle Neuwagen bei den Autohändlern. Die Labels bewerten den CO2-Ausstoß des Fahrzeugs bezogen auf sein Gewicht. Damit sollen vor allem Fahrzeuge innerhalb einer Fahrzeugklasse vergleichbarer gemacht werden. Unter www.pkw-label.de gibt es viele weitere Informationen zum Thema.


Nützliche Informationen auf einen Blick

Ins Auge fällt die Skala von Grün nach Rot, von A+ bis G. Sie zeigt auf den ersten Blick, wie gut das Fahrzeug energetisch in seiner Klasse abschneidet. Das Label listet zudem die wesentlichen Eckdaten eines Neuwagens auf. So kann der Verbraucher schnell ablesen, wieviel Leistung der Pkw hat und welchen Kraftstoff er benötigt. "Es lohnt sich aber auch, einen Blick auf die weiteren Informationen des Labels zu werfen", rät Oliver Frank, Bereichsleiter Erneuerbare Energien und energieeffiziente Mobilität bei der Deutschen Energie-Agentur (dena). Ausgewiesen seien verschiedene interessante Kennzahlen, mit denen sich Wirtschaftlichkeit und Umweltbelastungen verschiedener Fahrzeuge gut vergleichen lassen.
Dazu gehört der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch und bei Elektrofahrzeugen der Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh), jeweils auf 100 Kilometer gerechnet. Aufgelistet sind daneben die Kfz-Steuer, die für das Fahrzeug jährlich zu entrichten ist, sowie die zu erwartenden jährlichen Kraftstoff- oder Stromkosten bei einer Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometern. Empfehlenswert ist auch der Blick auf den absoluten CO2-Emissionswert des neuen Fahrzeugs. So kann zum Beispiel auch ein "Grün" bewertetes schweres Fahrzeug das Klima stärker belasten als ein weniger gut bewerteter leichter Pkw.


Fahrzeuge innerhalb ihrer Gewichtsklasse vergleichen

Die CO2-Effizienzklassen vom Fahrzeuggewicht abhängig zu machen, hat einen praktischen Grund. So kann der Käufer Fahrzeuge innerhalb einer Klasse vergleichen statt unterschiedlicher Pkw-Konzepte - also etwa einen Familienvan mit einem Kleinwagen. Ein ähnlicher Ansatz ist auch bei anderen Produkten üblich. Bei Kühl- und Gefriergeräten etwa wird die Effizienzklasse in Relation zum Nutzinhalt errechnet. Damit hat der Gesetzgeber auf die tatsächlichen Verbraucherbedürfnisse reagiert. Denn eine fünfköpfige Familie wird weder mit einem kleinen Kühlschrank noch mit einem Kleinwagen zurechtkommen, die für einen Singlehaushalt aber genau die richtige Wahl wären.


So wird die Effizienzklasse ermittelt

Die Einstufung eines Pkw erfolgt nach einem Referenzwert aus seiner Gewichtsklasse. Ein Auto mit einem Gewicht von 1.500 Kilogramm - das entspricht der oberen Kompaktklasse - hat zum Beispiel einen Referenzwert von 171 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer Fahrleistung. Emittiert das Fahrzeug weniger als 108 Gramm Kohlendioxid, erhält es die beste Klasse A+. Liegt es bei 120 Gramm, bekommt es die Einstufung A. Ein Kleinwagen mit 1.000 Kilogramm Gewicht hat einen deutlich geringeren Referenzwert von 126 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer Fahrleistung. Für die Klasse A+ muss er weniger als 80 Gramm emittieren, bei 120 Gramm entspricht das leichtere Fahrzeug nur noch der Klasse D. Unter www.pkw-label.de gibt es viele weitere Informationen zum Thema. djd

Unsere Partner