Franken
Mit dem Auto durch den Winter

Das Auto winterfest machen

Die kalte Jahreszeit ist eine Herausforderung für Fahrzeug und Fahrer. Mit dieser Checkliste kommt man sicher durch die kalte Jahreszeit.
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Foto: Fotolia/Wellnhofer Designs

Wichtig und der Retter bei Minusgraden: Frostschutzmittel. Wer sich das Leben nicht unnötig schwer machen will, sollte die Kühleranlage sowie die Scheibenwaschanlage mit Frostschutz nachfüllen. Beim Kauf des Frostschutzmittels sollte man den vom Hersteller empfohlenen Frostschutz wählen. Der Füllstand des Frostschutzes sollte zweimal im Jahr überprüft werden. Zu geringer Frostschutz kann unter anderem zu Motorschäden führen.

Klare Sicht ist unabdingbar beim Fahren.  Deswegen sollten die  Wischblätter der Scheibenwischer geprüft werden. Wenn die Wischkanten erste Risse haben, können schnell Schlieren beim Scheibenwischen entstehen. Wenn das bei Regen bereits der Fall ist, sollte man die Wischblätter vor dem Wintereinbruch austauschen. Für den hundertprozentigen Durchblick reinigt man  die Scheiben auch von innen. Ebenso wichtig für die Sicherheit sind die Leuchtmittel am Auto. Die Funktionalität der Leuchtquellen  muss überprüft werden. Ebenfalls ist auf die Sauberkeit der Scheinwerfer zu achten. Verschmutzungen können die Leuchtkraft um bis zu 60 Prozent senken.

Wer in der Kälte nicht vor verschlossenen Türen stehen will, darf die Türdichtungen nicht vernachlässigen. Man kann die Tür- und Heckklappengummis mit Talkum oder Fettstift behandeln, damit diese nicht zufrieren. Hinzu kommt, dass vermehrtes gewaltsames Aufreißen dauerhafte Schädigungen verursachen kann. Es empfiehlt sich, vor dem ersten Frost die Gummilippen zu reinigen und mit Fettstift, Glyzerin oder Silikon zu  behandeln.

Batterie als Pannenursache

Mindestens genauso wetterfühlig wie die Türen ist die Batterie. Besonders bei sehr alten Autos kann sie bei intensiven Minustemperaturen streiken. In diesem Fall sollte man sich an die Werkstatt des Vertrauens wenden und die Batterie überprüfen lassen. Darüber hinaus sollten die Pole gut gefettet und sauber  sein. Den Stand der Batterieflüssigkeit kann man selbst prüfen und mit destilliertem Wasser nachfüllen. Batterien, die älter als fünf Jahre sind, sollte man in der Werkstatt auf ihre Leistungsfähigkeit überprüfen lassen.

Ein absolutes Muss bei Schnee und Eis sind Winterreifen.  Sehr wichtig ist dahingehend die Profiltiefe. Im besten Fall sollte diese nicht weniger als vier Millimeter betragen. Generell sollte man nicht auf Winterreifen verzichten, da man ansonsten sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Die Winterreifen kann man nach der Faustregel  „O bis O“ – von Oktober bis Ostern – aufziehen.  Weitere grundsätzliche Must-haves sind eine Wolldecke, ein Starthilfekabel, Warnweste, Eiskratzer sowie ein Besen gegen Schnee. Ebenso sind eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe sowie Türschlossenteiser praktisch.

Ölwechsel vornehmen

Oft unterschätzt, aber unabdingbar: Motoröl. Je kälter es wird, desto dickflüssiger wird das Motoröl. Zusätzlich wird dieser Effekt verstärkt von den Ölrückständen, die sich über das Jahr angesammelt haben. Altes Motoröl kann im Winter größere Schäden anrichten. Daher sollte man mit Beginn der kalten Jahreszeit einen Ölwechsel vornehmen. Für den Winter gibt es spezielle Öl-Sorten , die dünnflüssiger sind. Dieselfahrer aufgepasst! Dieselmotoren nehmen bei Kälte eine Sonderrolle ein. Diesel kann bei Kälte ausflocken und somit nicht richtig durch die Einspritzdüsen fließen. Daher sollte man in der Werkstatt den Kraftstofffilter überprüfen lassen.

Vor dem Losfahren sollte man das Auto von Schnee und Eis befreien – das gilt auch für das Kennzeichen. Das Warmlaufen des Motors im Stand ist verboten.  Bei zugefrorener Frontscheibe empfiehlt es sich, etwa eine halbe Stunde vor der Fahrt eine heiße Wärmflasche ins Auto zu legen. Dadurch erwärmt sich die Scheibe und kann leichter enteist werden. Auch die Atemluft gefriert dann nicht mehr an der Innenseite der Windschutzscheibe. 

Melissa Hiller

Unsere Partner


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