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Hoher Spritverbrauch: Ursachen erkennen und beheben

Du hast das Gefühl, der Spritverbrauch deines Auto ist zu hoch? Wie du den Verbrauch berechnen und ihn senken kannst, erfährst du in diesem Artikel.
 
Tanken
Die Spritpreise steigen stetig: Wenn du einiges beachtest, kannst du den Verbrauch reduzieren. Foto: pixabay.com
  • Hoher Spritverbrauch: Wie viel kosten Benzin und Diesel derzeit?
  • Wie berechnet man den Spritverbrauch?
  • Hoher Spritverbrauch - Ursache erkennen und beheben: Was kann ich gegen zu hohen Verbrauch tun?
  • Woran kann es noch liegen, wenn der Wagen zu viel verbraucht?
  • Wann und wo tanke ich am günstigsten?

Die Spritpreise steigen und steigen: Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise zeigt, stieg der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Diesel im Schnitt um 2,2 Cent und lag zuletzt bei 1,42 Euro. Auch Super E10 verteuerte sich im Vergleich zur Vorwoche um 0,7 Cent auf 1,573 Euro je Liter. Viele sind auf das Auto angewiesen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie man den Spritverbrauch bis zu einem gewissen Grad selbst steuern kann.

Wie wird der Spritverbrauch berechnet?

Zum Berechnen des Spritverbrauchs gibt es mehrere Möglichkeiten. Mobile.de empfiehlt die klassische Methode: Nachdem du vollgetankt hast und eine längere Strecke gefahren bist, füllst du den Tank erneut auf.

Den Verbrauch auf 100 Kilometer berechnest du dann wie folgt: Du multiplizierst die getankten Liter mit 100. Diese Summe teilst du dann durch die zurückgelegten Kilometer.

Viele Autos haben heute eine automatische Verbrauchsanzeige, wie moblie.de erklärt. Dabei werde nicht nur die Gesamtleistung des Autos für die Berechnung herangezogen. Auch einzelne Etappen werte das System aus. Tipp: Wie du mit zehn einfachen Tricks bares Geld beim Benzin sparst, zeigen wir dir in unserem Video. 

Was kann ich gegen hohen Spritverbrauch tun?

Wenn du einige Tricks beachtest, kannst du den Spritverbrauch teils bedeutend reduzieren. Der ACE Auto Club Europa empfiehlt eine Reihe von Maßnahmen:

  • Gewicht reduzieren: Regelmäßig den Kofferraum zu entrümpeln und ungenutzte Dachgepäckträger abzumontieren zahlt sich aus: 20 Kilogramm weniger an Bord können den Verbrauch eines modernen Fahrzeugs um 0,2 Liter pro 100 Kilometer senken.
  • Reifendruck prüfen: Zu wenig Luft in den Reifen wirkt sich nicht nur ungünstig auf das Fahrzeughandling und den Bremsweg aus, sondern erhöht auch den Spritverbrauch deutlich. Schon 0,5 bar weniger Luft als vom Hersteller empfohlen und der Kraftstoffverbrauch steigt um rund fünf Prozent. Deshalb: Möglichst bei jedem zweiten Tankstopp und mindestens einmal im Monat den Reifendruck prüfen.
  • Konstante, angepasste Geschwindigkeit: Sprit sparen bei voller Fahrt? Der Trick: eine möglichst konstante Geschwindigkeit und am besten nicht zu schnell fahren. Hat das Fahrzeug einen Tempomat, trägt dieser auf Autobahnen oder ebenen Straßen zum gleichmäßigen Fahren bei. Die Geschwindigkeit sollte dabei zugunsten der Verkehrssicherheit und der Tankrechnung besser niedriger ausfallen. Denn wer dem Motor das letzte Quäntchen Leistung abverlangt, treibt auch den Spritverbrauch in die Höhe.

Dass man sein Auto dem Klima und der Geldbörse zuliebe nicht im Stand laufen lässt, sollte selbstverständlich sein.

Hoher Spritverbrauch kann auch mechanischer Gründe haben

Wenn dein Auto zu viel Benzin oder Diesel saugt, können die Ursachen auch technischer Natur sein. Laut ACE bietet zum Beispiel Leichtlauf-Motoröl je nach Betriebsbedingung ein Sparpotenzial zwischen zwei und sechs Prozent.

Ebenso empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick auf den Luftfilter. Ist dieser verstopft, arbeitet der Motor unter erschwerten Bedingungen, was mitunter zu einem höheren Kraftstoffverbrauch führt. Kontrolle und Austausch des Filters erledigt der Fachmann in wenigen Minuten - mit teils großem Spareffekt. Autokenner können den Luftfilter auch selbst austauschen. Wie das geht, erfährst du hier.

Komplizierter wird es, wenn die Ursache bei anderen Komponenten des Autos liegt. Laut Autobild kann erhöhter Diesel- oder Benzinverbrauch generell an jedem Lager, das für den Freilauf von Motor- und Getriebewellen verantwortlich ist, liegen. Denn erhöhter Widerstand kann zum Mehrverbrauch führen. Auch verstopfte Einspritzdüsen und defekte Nebenaggregate kosten Kraft. In diesen Fällen solltest du dein Auto in der Werkstatt überprüfen lassen. Auch eine falsch eingestellte Klimaanlage kann bis zu zwei Liter pro 100 Kilometer schlucken. Die Kontrolle der Klimaanlage in der Werkstatt macht sich somit auf lange Sicht bezahlt.

Hoher Spritverbrauch: Mit dem richtigen Tankverhalten sparst du bares Geld

Unabhängig von Maßnahmen, um den Verbrauch zu senken, solltest du dir auch Gedanken darüber machen, wann und wo du tankst.

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Der ACE empfiehlt, Preise in Echtzeit zu vergleichen. Innerhalb einer Stadt können die Preisunterschiede je Liter Kraftstoff mitunter erheblich sein. Die ACE-App listet auch Tankstellen auf, die nicht auf dem direkten Weg liegen. Hier gilt: Kleinere Umwege zur günstigeren Zapfsäule sind legitim, größere sind jedoch zu vermeiden. Ein Umweg von fünf Kilometern rentiert sich bei einem leeren Tank erst bei mindestens zwei Cent Preisunterschied je Liter Kraftstoff.

Auch der richtige Zeitpunkt spielt eine Rolle. Spontan die nächste Tankstelle anzufahren, sobald das Lämpchen leuchtet, kann ins Geld gehen. Morgens im Berufsverkehr kostet tanken am meisten. Erst am Nachmittag sinken die Spritpreise. Am Abend – in der Regel zwischen 18 und 20 Uhr – ist dann der günstigste Zeitraum erreicht. Zudem gilt: Ist eine Tankstelle vergleichsweise günstig, bleibt sie es meist auch. Lese-Empfehlung: Was dir droht, wenn du falsch herum in eine Einbahnstraße fährst, erfährst du in unserem Artikel. 

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