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Neuer Hingucker im Hybrid-Markt

Reporter Horst Wunner testet den neuen Kira Niro Hybrid in der Praxis.
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Der Kia Niro ist mit einem Benzin- und Elektromotor ausgestattet.
Der Kia Niro ist mit einem Benzin- und Elektromotor ausgestattet.

Er hat etwas von einem Crossover und einem SUV. Und ist mit einem Benzin- und Elektromotor ausgestattet. Man kann sich auf den ersten Blick mit ihm anfreunden, nach ersten ausgiebigen Testfahrten ist daraus Zuneigung geworden. Das neueste Kind von Kia, der Niro 1,6 GDI Hybrid hat das Zeug in sich, die koreanische Marke in Deutschland noch hoffähiger zu machen.


Kraftvoll-dynamisches Design

Schon das Jahr 2015 war laut Deutschland- Geschäftsführer Steffen Cost ein Erfolgsjahr, "das beste Kia-Jahr bisher mit knapp 56000 Zulassungen. Für 2016 peilen wir die 60.000er- Marke an", gibt sich der Manager zuversichtlich. Und dabei soll der Niro helfen. Die Entscheidung für ihn fällt dem nicht schwer, der ein klares Bild vor Augen hat: Umweltfreundlich fahren, nicht allzu viel PS benötigen und vor allem Platz für die Familie.

Das völlig neu konzipierte Modell ist mit seinem kraftvoll-dynamischen Auftreten ein Hingucker im Hybrid-Fahrzeugmarkt. Und man hat nicht die Qual der Wahl, denn den Niro gibt es nur einheitlich motorisiert in drei Ausstattungsvarianten und mit den gleichen Maßen: 4,36 Meter lang, 1,81 Meter breit und 1,54 Meter hoch. Das lässt viel Platz im Inneren. Wir genossen das, die Beinfreiheit im vorderen Bereich ist für diese Klasse enorm, auch im Fond ist ebenfalls genug Raum. Das Gepäckabteil hat ein Fassungsvermögen bis zu 1425 Liter.


Durchschnittsverbrauch bei 3,8 Litern

Gefallen hat uns auch die nahezu unbegrenzte Sicht nach vorn, schmale Armsäulen unterstützen das. Nach hinten ist durch die windschnittige Form der Blick etwas eingeschränkt. Den Niro treibt ein 1,6 Liter Benziner-Vierzylinder an, kombiniert mit einem Elektromotor.

Zusammen bringen sie 141 PS als Leistung, was eine Höchstgeschwindigkeit von164 km/h zu lässt. Das ist nicht besonders hoch, für den heutigen Verkehr aber ausreichend. Der Durchschnittsverbrauch pro 100 Kilometer liegt nach den Werksangaben mit 16-Zoll-Rädern bei 3,8 Liter, bei unseren Tests quer durch Hamburg, auf Landstraßen und ein Stück Autobahn benötigten wir 4,9 Liter Super im Schnitt. Der Niro regte uns dennoch zum sparsamen Fahren an, weil wir stets mittels des Display darauf hingewiesen wurden. Das 6-Stufen-Direktschaltgetriebe ist leicht zu händeln, angenehmes und vor allem sehr geräuscharmes Vorwärtskommen inbegriffen. Die Federung jedoch ziemlich straff.


Sieben Jahre Garantie

Wir fühlten uns sicher, hatten mit der Lenkung, auch bei etwas rasantem Drive in engen Kurven keine Probleme. Das Auto blieb immer in der Spur.

Mehr als sehen lassen kann sich der CO2-Wert ab 88 g/km. Die drei möglichen Ausstattungen heißen Edition 7, Vision und Spirit, bieten ab Werk zahlreiche Sicherheitssysteme, wozu sieben Airbags, ABS, Bremsassistent und Berganfahrthilfe gehören. Und was noch zählt: Die 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie für die volle Zeit beziehungsweise 150.000 Kilometer Laufleistung inklusive Garantie gegen Durchrostung. Die Preise beginnen bei knapp 25.000 Euro, für den Spirit muss man 30.390 Euro hinlegen. Steffen Cost: "Unser Ziel ist, heuer etwa 2000 Niro zu verkaufen". Die Zahl scheint nicht utopisch. Horst Wunner

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