Lichtenfels
Garten

Es fröstelt in Franken - So überleben Pflanzen den Winter

In der Nacht fallen die Temperaturen in Franken immer wieder unter die Null Grad Grenze. Umso wichtiger ist es jetzt zu Wissen wie man seine Pflanzen winterfest macht, so dass diese den Winter unbeschadet überstehen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-
Foto: Jens-Ulrich Koch/dpa-

Wenn winterharte immergrüne Gehölze wie Buchsbaum und solche, die das Laub abwerfen, in Kübeln stehen, sollen sie im Freiland verbleiben. Oft sind die Gefäße auch zu schwer, um sie zu transportieren. Trotz der oberirdischen Winterhärte, sind die Wurzeln in den Gefäßen frostgefährdet.

Gehölz winterfest machen

Wenn ein Übertopf vorhanden ist, kann man in den Zwischenraum als Isolierung trockenes Laub stopfen. Bei großen Kübeln ist es möglich, mit einen Hasendraht außen herum im Abstand von etwa 20 bis 30 Zentimetern einen Raum zu schaffen, der mit Laub ausgefüllt wird. So eingepackt, überstehen die Wurzeln auch im Kübel Minusgrade. Auch ein Eingraben des Topfes an einem sonnengeschützten Standort ist für die Überwinterung dieser Pflanzen angebracht, wenn das Material dies zulässt. Die Wurzelballen sollen aber über den Winter nicht ganz austrocknen. Auf keinen Fall darf sich Eis im Topf bilden, wie es hier bei zu vielem Gießen leicht vorkommen kann.

Wann sollte ein Rückschnitt vorgenommen werden?

Beim Einräumen von Kübelpflanzen ins Winterquartier taucht immer wieder die Frage auf, wie stark zurückgeschnitten werden soll. Hier teilen sich oft die Meinungen. Möglich ist ein kräftiger Rückschnitt bei Fuchsie, Wandelröschen, Enzianstrauch, Bleiwurz, Margerite und Engelstrompete. Dieser hilft natürlich Platz zu sparen. Es ist aber immer mit einem Eintrocknen der Triebenden zu rechnen. Deshalb sollte eine Schnittreserve an der Pflanze verbleiben. Der endgültige Rückschnitt erfolgt dann im zeitigen Frühjahr.

Pflanzen als Herbstzierde

Die Besenheide hatte früher hauptsächlich eine Bedeutung als Herbstzierde. Seit es jedoch so genannte Knospenblüher von ihnen gibt, macht sie der Schneeheide, die im Winter blüht, gewaltig Konkurrenz. Bei solchen Sorten von der Besenheide bleiben die Knospen ungeöffnet. Die Blütenfarbe kommt hier von den robusten, wetterfesten Kelchblättern, die die Knospen umhüllen. Diese bleiben dann bis weit in den Winter hinein ansprechend.

Es wird viel zu wenig genutzt, Alpenveilchen als Fenster und Balkonschmuck im Herbst zu verwenden. Dazu sind die kleineren Sorten mit den starken Blattzeichnungen zu bevorzugen. Diese kommen dem Freilandalpenveilchen, welches sogar im Winter bei Eis und Schnee blühen kann, am nächsten. Deshalb vertragen die kleineren Sorten sogar einige Frostgrade.

Frostfestes Gemüse

Kopfsalat, Blumenkohl oder Kohlrabi vertragen keinen Frost. Man sollte diese Pflanzen noch vor den ersten eisigen Nächten ernten. Frosthartes Gemüse wie Grün- und Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Pastinaken und Mangold erhält eine Mulchschicht aus Laub. Der Mangold wird am besten von allen Seiten mit Blättern eingepackt, so dass nur noch das Herzblatt herausschaut. Beete, auf denen Gründüngung steht, bedürfen keiner zusätzlichen Abdeckung. Die Pflanzen frieren über Winter zurück und bedecken dann den Boden. Frostempfindliche Pflanzen wie der Schmetterlingsstrauch und das Pampasgras mögen als Abdeckung einen Kranz aus Laub.

Flächenkompostierung

Gartenabfälle können auch im Herbst auf ein leeres Gemüsebeet gepackt werden. Diese Methode wird Flächenkompostierung genannt. Man verteilt die Gartenabfälle am besten auf Beete, die erst im Mai mit Starkzehrern wie Kürbis oder Zucchini bepflanzt werden sollen. Kurz vor der neuen Saison entfernt man alle groben und unverrotteten Teile oder füllt gleich Erde darüber, so dass ein kleines Hügelbeet entsteht.

Zimmerpflanzen benötigen Feuchtigkeit

Der Beginn der Heizperiode ist für viele Zimmerpflanzen eine große Umstellung. Diese genießen es deshalb jetzt besonders, wenn sie bei der staubtrockenen Heizungsluft ab und zu mit einem feinen Sprüher benebelt werden. Dabei ist aber darauf zu achten, dass nicht die offenen Blüten zu benetzt werden. Auch behaarte Blätter wie beim Usambaraveilchen sollte man nicht unmittelbar besprühen. Die trockene Luft wird auch gemildert, wenn man einfach in die Luft über den Pflanzen sprüht. Eine sehr positive Wirkung hat diese Methode bei Orchideen. Am besten ist es, wenn man zum Sprühen destilliertes Wasser verwendet, damit sich keine Flecken auf den Blättern bilden können.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren