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Berlin
Zahnbürsten-Test

Elektrische Zahnbürsten im Test: Günstige Modelle überraschen - bekannte Marke liegt hinten

Rotierend oder Vibrierend, Bürsten mit rundem Kopf oder länglich, mit oder ohne Schall: Stiftung Warentest hat elf elektrische Zahnbürsten unter 100 Euro getestet, die die Zahnreinigung erleichtern sollen. Eine bekannte Marke bildet dabei das Schlusslicht.
 
Elf günstige elektrische Zahnbürsten hat Stiftung Warentest im aktuellen Bericht unter die Lupe genommen. Doch halten die Reinigungshelfer auch, was sie versprechen? Symbolbild: andreas160578 / pixabay.com
Elf günstige elektrische Zahnbürsten hat Stiftung Warentest im aktuellen Bericht unter die Lupe genommen. Doch halten die Reinigungshelfer auch, was sie versprechen? Symbolbild: andreas160578 / pixabay.com

Nach dem Essen - Zähneputzen nicht vergessen: Diesen Merkspruch hat wohl jeder schon einmal gehört. Mindestens zwei Mal am Tag sollte man zwei Minuten lang seine Zähne putzen, um Karies und anderen Bakterien im Mund vorzubeugen.

Eine große Auswahl an elektrischen Zahnbürsten verspricht eine zuverlässige Hilfe und sogar Abwechslung bei der täglichen Reinigung des Mundraums. Stiftung Warentest hat elf günstige Modelle unter 100 Euro genauer unter die Lupe genommen.

Elektrische Zahnbürsten im Test: Drei unterschiedliche Kriterien

Insgesamt elf günstige elektrische Schall- und Rundkopfzahnbürsten hat das Verbrauchermagazin getestet. Dabei waren drei Kriterien in unterschiedlicher Gewichtung für das Gesamturteil entscheidend: Die Zahnreinigung (60 Prozent), die Handhabung (30 Prozent) und die Haltbarkeit im Dauertest sowie die Umwelteigenschaften des Produkts (10 Prozent). Neben sieben neuen Modellen wurden auch vier Modelle aus dem Januartest dieses Jahres in den aktuellen Vergleich mit aufgenommen.

Anzeigen der Putzdauer, Wechsel der Mundregion und vieles mehr

Inzwischen signalisieren die meisten elektrisch betriebenen Zahnbürsten mit einem Signal die Putzdauer und den Wechsel innerhalb der insgesamt vier Gebissabschnitte. Viele Modelle lassen sich auch schon über Bluetooth mit dem Smartphone verbinden, diese modernen Helfer sind allerdings meist in der Preisklasse über 100 Euro anzusiedeln und wurden im aktuellen Test nicht berücksichtigt.

Stiftung Warentest: Elf unterschiedliche Rundkopf- und Schallzahnbürsten untersucht

Gleichwohl hat Stiftung Warentest sowohl längliche Schall- als auch Rundkopfzahnbürsten untersucht. Die Bürsten unterscheiden sich beim Putzen durch rotierende, vibrierende oder pulsierende Borsten, die auf die jeweiligen Handstücke aufgesetzt werden. Das Fazit: Keines der beiden Systeme bringt entscheidende Vorteile.

Das individuelle Putzverhalten könnte bei der Kaufentscheidung aber dennoch eine Rolle spielen. Eine Zahnbürste mit rundem Kopf reinigt jeden Zahn einzeln, Schallzahnbürsten hingegen können dank ihrer länglichen Form auch mehrere Zähne gleichzeitig säubern. Für ungeduldigere Putzer, die es bei der Zahnreinigung bequem haben möchten, seien Schallzahnbürsten laut Warentest daher womöglich die bessere Wahl.

Preis-Leistungssieger von Drogerieketten

Zwei Eigenmarken sind die Preis-Leistungssieger im Test: Die Dontodent von dm und die Budnident von Budnikowski sind mit einem "guten" Urteil die optimale Lösung für Sparfüchse. Mit zwei Putzeinstellungen und einer Andruckkontrolle, die bei zu festem Aufdrücken warnt, sind die beiden Modelle der Drogerieketten für 16 Euro erhältlich und damit mehr als drei Mal günstiger als das vergleichbare Modell Pro 2 2000N der Marke Oral-B.

Gesamt-Testsieger ist die Pro 900 Seni Ultra Thin von Braun Oral-B (UVP: 95 Euro), die mit besonders sanfter Reinigung am Zahnfleischrand wirbt. Das Gerät erhielt die Top-Note 1,9. Kaufen Sie hier den Testsieger zum Schnäppchenpreis bei Amazon

Eine weitere bekannte Market schnitt dagegen schlecht ab. Die Schallzahnbürste Sonicare 4500 Protective Clean von Philips für 88 Euro wurde am zweitschlechtesten bewertet. Im Januartest war die teurere Schwester der Testsieger, allerdings mit einem Preis von über 200 Euro.

Das einzige batteriebetriebene Gerät ist die Nevadent von Lidl, die dafür mit acht Euro deutlich günstiger als alle anderen ist. Sie erreicht bei der Zahnreinigung die Bestnote "sehr gut", bei der Handhabung und Haltbarkeit allerdings erreicht sie nur "befriedigend", geht aber insgesamt trotzdem mit einer "guten" Note aus dem Test heraus. Allerdings ist das Gerät nur im Aktionszeitraum im Handel erhältlich. Zum leicht erhöhten Preis gibt es Nevadent-Zahnbürsten aktuell im Lidl-Onlineshop zu kaufen.

Extrafunktionen und verschiedene Reinigungsstufen

Für diejenigen, die auch beim Zähneputzen nicht auf etwas Luxus verzichten und dennoch nicht mehrere hundert Euro ausgeben wollen, gibt es auch Alternativen, die im preislichen Mittelfeld liegen. Die Silk'n Sonic Smile bietet lediglich fünf verschiedene Reinigungsstufen und zwei unterschiedliche Bürstenaufsätze. Die Extraportion Wellness bei der Reinigung bietet die Massagefunktion. Für 100 Euro ist sie gerade so im Bereich der günstigen Zahnbürsten angesiedelt.

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Auch die Schallzahnbürste TB 8730 von Grundig reinigt mit fünf unterschiedlichen Stufen, hat aber ein einzigartiges Tool eingebaut: Mit kleinen antippbaren Lichtern am Handstück macht die Bürste bei jeder Reinigungseinstellung ein anderes Geräusch. So entsteht während des Putzens eine Melodie. Dieser Spaß kostet den Kunden rund 50 Euro.

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