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Einer ist lebensgefährlich: Kinder-Autositze 2019 im Test bei Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat auch 2019 aktuelle Modelle von Kindersitzen fürs Auto auf ihre Sicherheit getestet. Das erschreckende Ergebnis: Ein Kindersitz ist sogar lebensgefährlich.
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Die Testergebnisse der Stiftung Warentest sind durchwachsen: Unter den 31 in diesem Jahr getesteten Kindersitzen und Sitzschalen für das Auto ist einer sogar lebensgefährlich. Zwei sind mangelhaft, aber viele auch gut. Symbolfoto: Nicolas Armer/dpa
Die Testergebnisse der Stiftung Warentest sind durchwachsen: Unter den 31 in diesem Jahr getesteten Kindersitzen und Sitzschalen für das Auto ist einer sogar lebensgefährlich. Zwei sind mangelhaft, aber viele auch gut. Symbolfoto: Nicolas Armer/dpa

Auto-Kindersitze im Test bei Stiftung Warentest

  • 31 Auto-Kindersitze und Babyschalen von Stiftung Warentest untersucht
  • Testzeitraum: 2019
  • Testkriterien: Handhabung, Ergonomie, Schadstoffe und Sicherheit
  • Erschreckendes Ergebnis: Ein Modell ist lebensgefährlich

Stiftung Warentest hat 31 neue Auto-Kindersitze unter die Lupe genommen. Entscheidende Kriterien waren auch im Jahr 2019 die Sicherheit im Falle eines Aufpralls sowie die im Bezug enthaltenen Schadstoffe. Weitere Kriterien waren Handhabung und Ergonomie. Viele Auto-Kindersitze und Babyschalen erhielten das Testurteil "gut", ein Kindersitz wurde sogar mit "sehr gut" ausgezeichnet. Von zwei Kindersitzen rät Stiftung Warentest jedoch ab: Einer enthält zu viele Schadstoffe, der andere wird bei einem Aufprall zum lebensgefährlichen Schleudersitz.

Auto-Kindersitze bei Stiftung Warentest: Besseres Ergebnis als im Vorjahr

Im letzten Test aus dem November 2018 hatte Stiftung Warentest 14 Babyschalen und 4 Sitze für Kinder ab dem Laufalter untersucht und dem Crashtest unterzogen. Alle überstanden den Aufpralltest, erstmals seit Jahren. Dennoch wurden vier von ihnen mit dem Testurteil "mangelhaft" abgestraft. Laut Stiftung Warentest sind viele der vormals getesteten Modelle ebenfalls noch erhältlich.

Preis-Leistung: Ein guter Auto-Kindersitz muss nicht teuer sein

Die Preisspanne der getesteten Auto-Kindersitze bewegt sich von 50 bis 500 Euro. Die gute Nachricht: Ein mit "gut" bewerteter Auto-Kindersitz muss nicht teuer sein. Empfehlenswerte Modelle gibt es schon ab 50 Euro. Auf der anderen Seite entpuppt sich einer der teuersten Kindersitze im Test (400 Euro!) als einer der schlechtesten.

Neu im Test 2019: Gewinner, Verlierer, Preistipp

Neu im Kindersitz-Test ist die i-Size-Babywanne Maxi-Cosi Jade. Diese steht quer zur Fahrtrichtung auf der Rücksitzbank, dadurch braucht sie zwei Sitzplätze. Dafür ist sie aber laut Stiftung Warentest sehr sicher und praktisch und kann auch als Kinderwagenaufsatz genutzt werden. Leider ist sie mit 420 Euro sehr teuer.

Ebenfalls neu im Kindersitz-Test ist der Apramo All Stage. Der Auto-Kindersitz soll mitwachsen und dadurch eine einmalige Anschaffung für das gesamte Kindesalter sein. Leider ist der Kindersitz aber sehr unsicher: "Beim Frontalaufprall machten die Tester ein erhöhtes Verletzungsrisiko aus", schreibt Stiftung Warentest. "Das Gesamturteil ist daher nur ausreichend."

Der Maxi-Cosi Tobifix erhält im Test hingegen gute Werte bei der Sicherheit, ist allerdings stark mit Schadstoffen belastet. "Im Bezugsstoff fanden wir das Flammschutzmittel TCPP", so Stiftung Warentest. "Es steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen und gehört nicht in einen Kindersitz." Insgesamt seien die Sitze im jüngsten Kindersitz-Test aber erfreulich unauffällig gewesen, schreiben die Tester weiter.

Der Preistipp im aktuellen Test 2019 ist die Babyschale Cybex Aton 5 für nur 130 Euro (aktuell bei Amazon: 121 Euro*). Diese ist für Babys bis zum 15. Monat geeignet.

Stiftung Warentest warnt vor diesem Kindersitz

Einen Totalausfall gab es im Test Auto-Kindersitze-Test der Stiftung Warentest 2019 leider auch: Die Tester warnen ausdrücklich vor dem Kindersitz Chicco Oasys i-Size. Der i-Size-Sitz für Kinder bis 78 cm Körpergröße versagte im Crashtest komplett. "Beim Aufprall im Kindersitz-Test riss das Gurtschloss mit dem Schrittgurt vorne aus der Sitzschale heraus. Bei einem Unfall würde das Kind aus dem Sitz geschleudert." Der Anbieter hat nach eigenen Angaben reagiert und den Sitz überarbeitet. Besitzern des Sitzes bietet können die betroffenen Teile beim Hersteller Chicco austauschen lassen.

Auto-Kindersitze mit Alarmsystem

Vier der getesteten Modelle enthalten ein neuartiges Alarmsystem, das verhindern soll, dass Eltern ihre Kinder im Auto vergessen - in Italien ist dieses bereits Pflicht. Auf der Wunschliste der Tester steht zudem ein Alarmsystem, das auslöst, sobald ein Kind sich während der Fahrt abschnallt.

Kindersitz kaufen: Tipps der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest liefert zudem wertvolle Tipps für Familien, die den Kauf eines Auto-Kindersitzes planen.

  • "Ausprobieren ist Pflicht. Passt der Sitz in Ihr Fahrzeug? Prüfen Sie Alternativen."
  • "Lassen Sie Ihr Kind Probe sitzen. Prüfen Sie Passform und Komfort. Bauen Sie den Sitz unbedingt ins eigene Auto ein."
  • "Achten Sie beim Kauf auf das Prüfsiegel ECE R 44 mit der Prüfnummer 03 oder 04. Der orangefarbene Aufkleber garantiert, dass der Sitz nach der neuesten Norm getestet und zugelassen ist."
  • Vom Gebrauchtkauf eines Auto-Kindersitzes auf Flohmärkten, Basaren oder das Internet rät die Stiftung Warentest ab. "Verwenden Sie gebrauchte Auto­Kindersitze nur, wenn Sie Herkunft und Vorgeschichte kennen."

Den kompletten Auto-Kindersitze-Test der Stiftung Warentest mit insgesamt 491 getesteten Sitzen (248 aktuell lieferbar) und Babyschalen finden Sie gebührenpflichtig auf der Webseite der Stiftung Warentest.

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