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Winter-Wetter

Wie wird der Winter? Experten sind sich einig

Zuletzt war viel von einem "Horrorwinter" oder einem "Jahrhundertwinter" zu lesen. Aber was genau ist damit eigentlich gemeint? Ein Experte des Deutschen Wetterdienstes klärt auf.
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Diesen Winter soll es zu Rekord-Temperaturen in Deutschland und Franken kommen. Viele Medien berichten in diesem Zuge von einem "Horrorwinter". Was die Meteorologen mit ihrer Wetter-Prognose genau meinen, erklären wir Ihnen im Artikel. Symbolfoto: unsplash.com/aows
Diesen Winter soll es zu Rekord-Temperaturen in Deutschland und Franken kommen. Viele Medien berichten in diesem Zuge von einem "Horrorwinter". Was die Meteorologen mit ihrer Wetter-Prognose genau meinen, erklären wir Ihnen im Artikel. Symbolfoto: unsplash.com/aows

Gibt es 2019 einen "Horrorwinter" oder gar ein "Jahrhundertwinter"? Wetter-Experte erklärt, was es damit auf sich hat: Weltweit wird die kommende Jahreszeit den bisherigen Temperatur-Rekord brechen. Der wurde im Winter 2006/2007 gemessen. Damals war es der wärmste Winter seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1881.

Adventszeit: Am 1. Dezember ist meteorologischer Winterbeginn

Am vergangenen Sonntag (1. Dezember 2019) begann nicht nur die Adventszeit, sondern für Meteorologen auch die Winterzeit. Der kalendarische Winterbeginn ist dagegen erst am 22. Dezember 2019. In letzter Zeit fallen einige Medien mit Wetter-Überschriften der Superlative auf. So liest man immer häufiger vom "Horrorwinter" oder vom "Wetter-Hammer". Das ist auch dem Deutschen Wetterdienst (DWD) nicht entgangen. In einem vom DWD veröffentlichten Artikel, hat der Diplom-Meteorologe Simon Trippler die Prognosen des "Horrorwinters" auf den Prüfstand gestellt.

Wetter: Droht uns ein Horrorwinter 2019?

Die Wetterexperten des Deutschen Wetterdienst schließen das Szenario eines "Horrorwinters" nicht zwingend aus, verstehen darunter allerdings einen eher milden und schneearmen Winter. Bereits in den vergangenen Jahren waren weiße Weihnachten und Schlittenfahrerwetter eher eine Seltenheit.

In Anbetracht des Klimawandels, sei ein milder Winter ohnehin wahrscheinlicher als ein kalter - so der Experte des DWD. Einen kalten und schneereichen Winter schließt er jedoch nicht aus. Auch wenn Meteorologen über immer modernere Technik verfügen, gestalten sich langfristige Wettervorhersagen als schwierig. Wie Wettervorhersagen entstehen, erklären wir Ihnen hier.

Mit Hilfe von Computermodellen stellt der DWD Jahreszeitenvorhersagen bereit. Anhand dieser kann man die Temperaturabweichungen in Europa für die Wintermonate Dezember, Januar und Februar mit den Durchschnittstemperaturen der vergangenen Jahre vergleichen. Es lässt sich also ablesen, ob die durchschnittliche Temperatur von Dezember bis Februar höher oder niedriger als in den Jahren zuvor ist.

Deutscher Wetterdienst bestätigt: Es wird wärmer

Der Deutsche Wetterdienst bestätigt die Vorhersage eines milden Winters. In den nächsten drei Monaten soll es einen durchschnittlichen Temperaturanstieg von bis zu einem Grad geben. Diplom-Meteorologe Simon Trippler fügt jedoch an, dass die Jahreszeitvorhersagen in Europa in den vergangenen Jahren kaum zuverlässige Ergebnisse lieferten.

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Video: Steht uns ein Rekord-Winter bevor?

Damals, vor rund 13 Jahren, lag die Durchschnittstemperatur bei 4,4 Grad Celsius. Jetzt, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net gegenüber bild.de, werden die Temperaturen vermutlich noch höher liegen. Voraussagen sehen die Durchschnittswerte der Monate Dezember bis Februar bei 4,6 Grad - also 0,2 über dem bisherigen Top-Wert.

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Für Deutschland und Franken hat das natürlich auch Auswirkungen: Wir werden mehr "West-Wetter" bekommen. Und müssen vermutlich mit deutlich weniger Schnee auskommen. Für Wetterexperte Jung sind genau das die Auswirkungen des Klimawandels.

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