Lichtenfels
Winter

Duft von Lavendel verbessert die Stimmung

Im Winter kommen einige Aufgaben auf den Gartenbesitzer zu. Wie entfernt man am besten Schnee, wie wird Sägemehl wiederverwertet oder wie schützt man Pflanzen vor der Kälte?
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Der Duft von Lavendel gibt seelische Kraft und verbessert die Stimmung. Foto: manfredrichter/ pixabay.com
Der Duft von Lavendel gibt seelische Kraft und verbessert die Stimmung. Foto: manfredrichter/ pixabay.com

Der 21. Dezember ist von alters her für viele Menschen besonders magisch. Die längste Nacht wird mit der Wintersonnenwende überschritten. Es herrschst in manchen Orten immer noch der Spruch: "Ab Thomas wächst der Tag um einen Hahnenschrei". Sehr viele Menschen lieben diese Wende. Sie ist für sie ein Zeichen, dass es wieder aufwärts geht. Man hat aber irgendwie das Gefühl, dass die Menschen und auch die Natur in diesem Jahr noch gar nicht richtig "zur Ruhe " gekommen sind. Vor ein paar Wochen war es noch sonnig und einigermaßen warm. Manche Rosen und Balkonpflanzen blühten noch. Wo blieb die Zeit des Rückzugs, fragen sich viele Hobbygärtner. Es fehlte diesen heuer ein richtiger Herbst mit einer Phase des Stillstandes und der Regeneration.

Die Bräuche der Thomasnacht

Die längste Nacht, auch Thomasnacht genannt, ist mit vielen Bräuchen und einigen Aberglauben verbunden. Sie wurde speziell zum Durchführen von allerlei möglichen Arten von Orakeln genutzt. So durfte am Thomastag nicht gestrickt oder geflickt werden. Ein alter Spruch lautet: "Wer flickt oder strickt an Thoma, der muss versteifen und erlahma". Solche Erzählungen wurden an den langen und unheimlich dunklen Winterabenden von den Eltern und besonders von den Großeltern von Generation zu Generation weiter erzählt.

Neuschnee entfernen

Neuschnee lässt sich leicht mit einem Fächerbesen laufend zur Seite kehren. Auf dem schneefreien, trockenen Pflaster sind dann keine Streumittel mehr erforderlich. Ist der Schnee festgetreten oder verreist, hilft Sand oder feiner Split als altbewährte und einfache Streumittel. Nach der Schneeschmelze kann man diese getrost in die seitlichen Beete fegen oder einsammeln und wieder verwenden.

Grundstück vor Streusalz schützen

Auf dem eigenem Grundstück sollte man unbedingt auf das Salzstreuen verzichten. Salz reichert sich immer mehr im Boden an. Im Frühjahr bringen die salzgeschädigten Pflanzen nur kleine fleckige, oft gekräuselte Blätter hervor, die sich bald braun färben und dann abfallen. Zuletzt stirbt die ganze Pflanze. Oft helfen dann nur noch salztolerante Pflanzen aus Küstenregionen wie Grasnelken, Salzaster, Sanddorn, Stranddistel, Kartoffelrose in vielen Farben und Größen so wie Strauchmalve. Wenn das Grundstück groß genug ist, kann ein Wall den inneren Bereich des Gartens vor Salzeintrag von der Straße schützen.

Sägemehl ist gut für den Garten

Beim "Holzmachen" fällt eine Menge Sägemehl an. Viele Hobbygärtner fragen sich, was man damit machen kann. Es ist möglich, Sägemehl im Frühjahr dünn über die Beete zu streuen und oberflächlich einzuarbeiten. Sägemehl verbessert schwere Böden, indem diese gelockert werden. Es gibt Sandböden einen höheren Humusgehalt und hält sie dadurch feuchter. Als Mulch ist Sägemehl auch ideal für Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren und Hortensien. Man kann darüber hinaus die Gehwege zwischen den Gemüsebeeten besser begehbar machen. Wenn immer wieder kleinere Mengen in den Kompost gegeben werden, wird der Kohlenstoffgehalt erhöht. In Verbindung mit stickstoffhaltigem Material wie Rasenschnitt, oder jetzt im Winter Gemüseabfall, wird die Rotte enorm verbessert. Das Verhältnis zu Stickstoff und Kohlenstoff ist am besten, wenn es etwa 1- 20 beträgt.

Weihnachtssterne sind kälteempfindlich

Schon auf dem Weg zum Auto kann ein Weihnachtstern bei diesen Temperaturen erfrieren. Folien schützen fast nichts gegen Kälte. Beim Verpacken sollte Papier in mehreren Lagen, verwendet werden. Am besten eignen sich dazu alte Zeitungen. Die Weihnachtssterne in den Discountern stehen meist in der Nähe der Tür. Der Standort ist alles andere als fachgerecht. Weihnachtsterne, die einige Zeit im kalten Zug standen, lassen oft schon nach wenigen Tagen Zuhause die Blätter fallen.

Angekeimte Speisezwiebeln, die man nicht mehr in der Küche verwenden sollte, können aber im Winter für frisches Grün sorgen. Dazu werden einige Exemplare in eine Schale oder Glas mit etwas Wasser geben und an ein sonniges Fenster gesetzt. Schnell entwickelt sich grünes Laub, das Schnittlauch ersetzen kann.

Lavendel als Wunderpflanze

Vor dem Fest fühlen sich viele Menschen total erschöpft. In diesen Fall, kann man das Heilkraut Lavendel einsetzen. Der Duft gibt seelische Kraft und verbessert die Stimmung. Um die Wirkung zu erzielen, wird zu einer Schale mit Wasser Lavendelöl hinzu gegeben. Doch auch schon ein kleiner getrockneter Lavendelstrauß kann Wunder bewirken.

Allen Lesern der Gartentipps wünschen meine Frau und ich ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Gleichzeitig ist damit auch ein Dank verbunden für die vielen positiven Rückmeldungen.

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