Lichtenfels
Frostspanner

Die Weibchen des Frostspanners gehen auf den Leim

Bei den aktuellen Falter, die sich an Häuserwände setzen oder im Späten Abendlicht der Scheinwerfer zu sehen sind, sind Frostspanner. Jedoch sind das nur die Männchen, da die Weibchen flugunfähig sind.
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Der Frostspanner gehört zu den Winterschädlingen und geht den ein oder anderen Gartenbesitzer auf den Leim.Foto: Eukalyptus/ pixabay.com
Der Frostspanner gehört zu den Winterschädlingen und geht den ein oder anderen Gartenbesitzer auf den Leim.Foto: Eukalyptus/ pixabay.com

Jetzt schlüpfen schon die Falter des Frostspanners. Nur die Männchen können fliegen. Sie setzen sich zurzeit abends oft an Fensterscheiben oder sind im Scheinwerferlicht beim Autofahren zu sehen. Da die armen Weibchen flugunfähig sind, klettern sie nach dem Verlassen der Puppe im Boden an den Stämmen von Bäumen hoch, um dort ihre Eier abzulegen. Dabei gehen sie sprichwörtlich "auf den Leim", wenn ein Leimring am Stamm angebracht ist. Aus den Eiern schlüpfen dann Ende April die Raupen, die an dem typischen Katzenbuckel im Frühling zu erkennen sind. Die Füße sind bei den Raupen nur am vorderen und hinteren Ende des Körpers. Die Raupen fressen an den Blättern und Knospen. Ist der Reifungsfraß Ende Mai, Anfang Juni beendet, seilen sie sich an einem Spinnfaden von der Baumkrone zum Boden ab, um sich hier für die kommende Generation im nächsten Jahr zu verpuppen. Das Anbringen von Leimringen hat deshalb nur zum jetzigen Zeitpunkt und bis Anfang Januar einen Sinn. Es besteht nämlich die Gefahr, dass die Vögel beim Aufnehmen von Insekten, die auf dem Leimring hängen, ihren Schnabel verkleben und somit verhungern müssen. Es ist eine Unsitte und auch total unlogisch, wenn Leimringe, so wie es oft empfohlen wird, das ganze Jahr über an den Stämmen von Obstbäumen sind. Übrigens sind die Frostspannerraupen die wichtigste Nahrungsquelle unserer gefiederten Freunde im Garten. Im Frühjahr dienen die Raupen hauptsächlich zur Aufzucht der Jungvögel. Sehr zu empfehlen ist daher die Anbringung verschiedener Nistkästen für Höhlenbrüter, das Pflanzen dichter stacheliger Sträucher und die Anlegung eines Reisighaufens für Freibrüter. Somit wird durch ein biologisches Gleichgewicht eine Übervermehrung von selbst verhindert.

Pflanzen müssen auftauen

Sollte vor der Gemüseernte plötzlich starker Frost kommen, dürfen die Pflanzen nicht mehr angerührt werden. Dann muss erst gewartet werden, bis sie wieder auftauen. Endiviensalat kann vor dem Frost mit dem Wurzelballen aus der Erde genommen und dicht zusammen in Kästen gestellt werden. Diese kommen dann an einen luftigen überdachten Ort. Sehr gut hält sich Endiviensalat auch im Freien, wenn er auf feuchtem Grund mit etwas Laub abgedeckt wird. Ebenso kann er in einem leeren, mit Brettern abgedeckten Frühbeetkasten, stehen. Endivien vertragen nur bis zu 4 Grad minus.

Vor den Frost wässern

Da der Boden immer noch sehr trocken ist, sollte der Feldsalat noch vor den größeren Frösten richtig gewässert werden. Wenn dieser dann gefroren ist, vertrocknen die Blätter bei Sonnenschein vom Rand her. Ein lichtdurchlässiges Vlies bietet zusätzlichen Schutz vor extremen Bedingungen im Winter. Beim Ernten ist darauf zu achten, dass immer ein Vereinzeln stattfindet. So haben die verbleibenden Pflanzen mehr Platz, um sich noch gut zu entwickeln.

Laub als Schutzmantel

Im Gemüsebeet können Lauch, Möhren, Winterzwiebeln und Schwarzwurzeln einstweilen verbleiben, wenn man sie vor Kahlfrösten durch Anhäufeln mit Erde schützt. Dabei bleiben aber die Blätter unbedeckt. Auch Falllaub hat eine isolierende Wirkung gegen Kälte.

Pflanzen im Winter nicht bewegen

Die Zimmerpflanzen sollten während der dunklen Jahreszeit nicht gedreht werden. Sie haben die Blätter so ausgerichtet, dass sie das Licht optimal ausnutzen können. Beim Drehen muss sich die Pflanze laufend wieder neu orientieren. Dies kostet beim ständigen Kampf um das Licht viel Kraft und Energie.

Dekorative Übertöpfe müssen etwas größer als das Pflanzgefäß ausfallen. Somit kommt lebenswichtiger Sauerstoff leichter an die Wurzeln. Steine oder Tonscherben auf dem Grund des Übertopfes kann Staunässe mildern.

Laub sollte nicht in Gartenteich verweilen

Herbstlaub sollte laufend aus dem Gartenteich herausgefischt werden. Dazu eignen sich Laubbesen oder Kescher. Wenn das Laub richtig nass wird und sinkt es langsam auf den Teichgrund. Dort wird es mit Hilfe von Mikrobakterien zu Faulschlamm zersetzt. Der Fäulnisprozess saugt viel Sauerstoff aus dem Wasser. Dadurch können im Wasser die Tiere ersticken. Zudem reichern sich durch Laub im Teich viele Nährstoffe an, die eine übermäßige Algenbildung in der Vegetationszeit fördern können.

Alpenveilchen und Kivien

Jedem bekannt sind Alpenveilchen, die als Topfpflanze jetzt in den Häusern blühen. Alpenveilchenarten aber, die je nach Sorte als ausdauernde Gewächse im Herbst oder im Winter im Garten blühen sind leider kaum bekannt. Seit einigen Tagen sind die winterharten Herbstalpenveilchen schon erblüht.

Klivien brauchen eine Ruhepause von zwei bis drei Monaten. Während dieser Zeit soll sie kühl in einem unbeheizten Raum bei etwa 10 bis 12 Grad stehen und kaum gegossen werden. Eine solche Auszeit ist für die Blütenbildung notwendig. Zeigt sich die Blüte, sind die Pflanzen dann wärmer zu stellen. Früher, als die Räume deutlich kühler und nicht so gut isoliert waren, blühten Klivien viel besser als heute.



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