Lichtenfels
Winter

Die richtige Pflege für Pflanzen im Winter

Kein Pflanze gleicht der anderen. Die einen überstehen den Winter ohne Probleme, die anderen gehen schon bei einen kühlen Luftzug ein.
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Pflanzen sind oft vom Typ her grund verschieden, deshalb braucht jede Pflanzenart eine spezielle Behandlung im Winter. Foto: Josef Schröder
Pflanzen sind oft vom Typ her grund verschieden, deshalb braucht jede Pflanzenart eine spezielle Behandlung im Winter. Foto: Josef Schröder

Der Regen war für die Natur jetzt bitter notwendig. Gerade für die immergrünen Bäume und Sträucher ist eine gute Bodenfeuchte nach dem sehr trockenen Sommer und Herbst noch vor dem Winter sogar überlebenswichtig, da von diesen Pflanzen auch in der kalten Jahreszeit über ihre Nadeln oder Blätter Wasser verdunstet wird.

Die Rhizome vom indischen Blumenrohr, der Canna, dürfen während der Lagerung im kühlen aber frostfreien Raum nicht völlig austrocknen. Nach dem Ausputzen werden sie deshalb in einen leicht befeuchteten Sand eingeschlagen. Gladiolen- und Mondbretienzwiebeln wollen dagegen trocken und kühl überwintern.

Alpenveilchen richtig pflegen

Schlaffe Alpenveilchenblüten werden nicht einfach abgeschnitten, sondern aus der Knolle gedreht. Dazu muss man den Stängel möglichst weit unten anfassen. Der Stumpf, der stehen bleibt, fault und dann auch später seine Umgebung. Alpenveilchen sind immer von unten über den Untersetzer zu gießen. Auf keinen Fall sollte das überschüssige Wasser darin länger als eine halbe Stunde stehen bleiben. Selbst beim vorsichtigen Gießen von oben kann es passieren, dass das Herz der Pflanzen nass wird. Im Freien ist das Gießen der Alpenveilchen wegen der wegen der relativ hohen Luftfeuchtigkeit zurzeit fast überflüssig. In sehr kalten Nächten sind die Pflanzen vorübergehend einzuräumen.

Phalaenopsis leben in Baumgipfeln anderer Bäume

Bei den Phalaenopsis sollte man deren seltsame Lebensweise beachten. Die meisten von ihnen wurzeln nicht im Boden, sondern klammern sich in Astgabeln hoch oben in Baumgipfeln feuchter Regenwälder. Den Mangel an nahrhafter Erde kompensieren sie durch dicke Luftwurzeln. Diese sind in der Lage, Wasser aus der Luftfeuchtigkeit oder während des Regens aufzusaugen. Die Nährstoffe liefern abgestorbene Rindenschichten und Tierexkremente. Dabei schaden die Orchideen ihrem Wohnbaum keineswegs. Sie sind keine Parasiten, sondern nur "Aufsitzer". Das ist beim Gießen und der Auswahl der Erde bei den Phalaenopsis immer zu berücksichtigen. Sehr wichtig ist, dass Luft und Licht an die Luftwurzeln kommt. Die Übertöpfe sollten entsprechend groß sein. Am besten geeignet für Phalaenopsis sind spezielle geräumige Glasübertöpfe. Unten bleibt dann noch ein Hohlraum, aus dem feuchte Luft nach oben steigen kann.

Kampf gegen Schädlinge

Blattläuse, Spinnenmilben, Mottenschildläuse und andere Schädlinge verschwinden, wenn die befallenen Topfpflanzen gelegentlich über Nacht in lauwarmes Wasser getaucht werden. Der Topf wird dabei umgekehrt auf zwei Stäbe gestützt, so dass sich die Triebe und Blätter unter Wasser befinden. Somit werden die Schädlinge ertränkt. Nur der Topf darf sich nicht im Wasser befinden, da sich dann Staunässe bilden kann. Bei großen Pflanzen, die man nicht tauchen kann, ist es möglich, sie tropfnass mit einem Wassersprüher einzunebeln und danach eine Tüte über die Blätter stülpen. Da kann auch über Nacht geschehen. Für diese spezielle Behandlung eignet sich eine Badewanne, da rundherum das überschüssige Wasser abfließen kann. So stellt das Sprühen kein Problem dar. Manchmal muss man die Behandlung eine Woche später wiederholen.

Faules Obst schnell aussortieren

Überreife und schon faulende Früchte setzen hohe Mengen des Reifegases Ethylen frei. Besonders ist das bei Äpfeln der Fall. Da Ethylen ein Gas ist, entweicht es und beschleunigt die Reife der Früchte in der Nähe. Deshalb sollten faule Äpfel ständig aussortiert werden. Sie sind übrigens ein hervorragendes Futter für Amseln.

Bild: Amsel bei Verspeisen eines faulen Apfels

Mit Duft auf den Winter vorbereiten

Mit einem Winter- oder Duftschneeball ist es möglich, dass man sich auch in der kalten Jahreszeit an Blüten erfreuen kann. Es eine wundervolle Erfahrung für die Sinne, selbst im tiefsten Winter, den Frühling und Sommer zu riechen. Der Winter- oder Duftschneeball öffnet zurzeit an geschützten Stellen im Garten vorsichtig die ersten Blüten. Besonders in der Nacht ist sein Duft betörend. Schon am Hauseingang kann man so auch im Winter von einer Duftwolke empfangen werden.

Den Ofen anschüren

Es ist aber nicht so einfach, einen Holzofen richtig zu bedienen. Dabei kann auch etwas schief laufen. Die Umwelt und die Nachbarschaft können bei einer ungünstigen Bestückung leiden. Beim Anschüren sollte man dem Ofen für die Verbrennung eine maximale Luftmenge geben. Wenn das Holz nicht richtig brennt, bilden sich Schadstoffe und im Ofen lagert sich Ruß ab. Weichholz, wie von Weiden und Pappeln, brennt besonders schnell an. Ist genügend Glut vorhanden, können größere Scheite aus Hartholz nachgelegt werden. Diese brauchen länger, bis sie Feuer fangen. Der Ofen sollte auch nie zu voll gepackt werden, damit sich keine Holzgase bilden. Besser ist es, öfter kleinere Mengen nachzulegen. Wenn alles schön brennt, kann man die Luftzufuhr drosseln. Das Innere des Ofens sollte hell und frei von Ruß sein. Wenn auch weiße Asche zurückbleibt, hat man alles richtig gemacht.



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