Lichtenfels
Bäume

Die Mispel und der Walnussbaum - fast vergessene Größen

Wenn andere Bäume ihre Blätter verlieren dreht die Mispel, eine fast vergessene Obstart, erst so richtig auf. Des weiteren rücken Nussbäume in den Fokus, vor allem Wallnussbäume, die versteckte, gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.
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Die Mispel ist in den heimischen Gärten fast ausgestorben. Foto:  Josef Schröder
Die Mispel ist in den heimischen Gärten fast ausgestorben. Foto: Josef Schröder

Die Mispel ist eine, fast vergessene Obstart in unseren Gärten und der Landschaft. Dies ist eigentlich sehr schade, da sie wunderschön blüht und delikate Früchte hat. Diese lassen sich zu köstlichen Säften, Marmeladen, Gelees oder Liköre verarbeiten. Erst nach den ersten Frösten ist die Säure, ähnlich wie bei den Schlehen, größtenteils abgebaut. Sie schmecken nach Birnen oder Feigen. Die Früchte enthalten viele Mineralien und Pektine. Schon Hildegard von Bingen wusste, dass die Mispel das Fleisch wachsen lasse und das Blut reinige sowie entzündungshemmend und harntreibend wirken solle. Schon Kaiser Karl der Große verfügte, dass diese Bäume in keinem Klostergarten fehlen durften. Von da aus fanden sie den Weg in die Bauerngärten.

Ursprung der Mispel

Obwohl die Mispel mit botanischen Namen Mespilus germanica heißt, stammt sie doch aus dem Süden. Sie wurde von den Römern zu den Provinzen nördlich der Alpen gebracht und vor allem an Straßen angepflanzt. Somit konnten auch Reisende und Legionäre die Früchte genießen. Die Römer wussten den guten Geschmack und die gesundheitliche Wirkung sehr zu schätzen. Aus den getrockneten und zerriebenen Früchten wurde sogar Mehl für Backwaren hergestellt. Heute wird die Mispel auch als Birne des Mittelalters bezeichnet. In dieser Zeit war sie besonders beliebt.

Auch in kleinen Gärten kann die Mispel wegen ihres kompakten und relativ niedrigen Wuchses stehen. Schon drei Jahre nach der Pflanzung erscheinen die ersten Früchte. Die Mispel benötigt keinen Schnitt wie andere Obstbäume und ist insgesamt sehr anspruchslos. Außerdem ist sie, wie Quitte, selbstfruchtbar. Somit trägt die Mispel auch als Einzelbaum Früchte. Während die Apfelbäume ihre Blätter schon abwerfen, drehen die Mispeln jetzt erst so richtig auf. Die grüngelben Früchte färben sich rotbraun und die Blätter fangen so langsam an zu leuchten. Immerhin können von einem Mispelbäumchen regelmäßig 60 bis 80 kg Früchte pro Jahr geerntet werden.

Übrigens hat die Mispel mit dem bekannten Weihnachtsschmuck, die auf Bäumen wachsende Mistel, überhaupt nichts gemeinsam. Sie gehört zu den Rosengewächsen wie Quitten, Äpfel und Birnen.

Blätter: Tödlicher Luxus für Pflanzen?

Blätter wären für die meisten unserer Pflanzen bei einem normalen Winter ein tödlicher Luxus. Deshalb müssen sie im Herbst vom Baum verschwinden. Nur einige Spezialisten wie Efeu, Stechpalmen, Buchsbaum, Mahonien, Rhododendron, Hauswurze und die meisten Nadelgehölze halten den Frost aus. Dank ihrer Spezialblätter und Nadeln werden sie mit der extremen winterlichen "Frosttrocknis" fertig. Sie sind praktisch unsere "Kakteen", weil sie die Verdunstung gegen Null verringern können.

Walnussbäume als wichtiges Ergänzungsmittel

Nussbäume sollte man wieder in einem ganz anderen Licht sehen und sich in Zukunft über deren Anpflanzung und Erhaltung mehr Gedanken machen als bisher. Nur wenigen ist bewusst, welch ein wertvolles Ergänzungsmittel die Walnuss ist. Nach neuesten Erkenntnissen schützen die Früchte sogar vor Krebs und Herzerkrankungen. Der tägliche Verzehr von einer Hand voll Walnüsse ist deshalb ein natürliches Lebenselixier, welches auch die Lernfähigkeit und Konzentration fördert. Walnüsse sollte man nicht in warmen Räumen aufbewahren. Das Fett der Frucht kann bei Temperaturen über 20 Grad leicht ranzig werden. Besser ist die Aufbewahrung in einem kühlen, trockenen und luftigen Keller.

Der Gewürzsalbei und Apfeldorn

Der Gewürzsalbei behält seine Blätter über den ganzen Winter. Erst im Frühjahr werden sie unansehnlich. Dann wird die Pflanze herunter geschnitten, damit sich wieder neue Triebe bilden können. So hat man fast im ganzen Jahr Salbeiblätter als Heil- und Gewürzkraut zur Verfügung.

Der Apfeldorn eignet sich durch seine geringe Wuchshöhe gut als Hausbaum. Außerdem sind die Früchte auch essbar und reich an Carotinoiden und Vitaminen. Gerne werden die Früchte auch von der Vogelwelt angenommen.

Wurzelgemüse im Winter richtig Lagern

Eine gute Möglichkeit zur kurzfristigen Lagerung von Wurzelgemüse ist das Einpacken mit Laub in einen Wäschekorb. So werden durch die isolierende Schicht einige Minusgrade locker weggesteckt. So kann man bis zu den ganz großen Frösten auf der Terrasse oder Balkon laufend frische Rote Bete, schwarze Rettiche, Möhren, Pastinaken und Teltower Rübchen aus dem schützenden Laubbett heraus wühlen.



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