Lichtenfels
Garten

Den Pflanzen einen warmen Mantel umlegen

Die Relevanz von Laub ist vielen Gartenbesitzern nicht bewusst. Meistens sollte man das Laub einfach liegen lassen, jedoch im Gartenteich sollte das Laub entfernt werden.
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Laub sollte immer aus den Gartenteichen entfernt werden.Foto: Josef Schröder
Laub sollte immer aus den Gartenteichen entfernt werden.Foto: Josef Schröder

Zieräpfel sind nicht nur eine Zierde. Die Früchte lassen sich hervorragend zu Marmeladen und Gelee verarbeiten so wie zur Aufbesserung des Geschmackes anderer Produkte. Zum Rohessen sind die meisten Sorten ein wenig zu sauer. Da die Früchte im Winter sehr lange am Baum hängen bleiben, sind sie auch ein ideales Futter für Amseln, Drosseln und vielen anderen Vogelarten. Es gibt an über 300 verschiedene Zierapfelsorten. Die Farbe der Früchte reicht von dunkelrot bis gelb. Es ist bei den Hobbygärtnern viel zu wenig bekannt, dass Zierapfelbäume oder -sträucher hervorragende Pollenspender für unsere Kultursorten sind. Wenn ein Apfelbaum im Garten nicht so recht tragen will, kann hier nachgeholfen werden. Es gibt für den Gärtner eine große Auswahl unterschiedlicher Wuchsformen die keine Wünsche offen lassen. Besonders klein ist mit 1-1,5 Meter die Sorte Tina.

Laub ist schlecht im Gartenteich

Aus dem Gartenteich sollte laufend alles Herbstlaub herausgefischt werden. Dies sinkt langsam auf den Teichgrund und wird dort mithilfe Mikrobakterien zu Faulschlamm zersetzt. Dabei lagert sich immer mehr Schlamm ab. Der Fäulnisprozess saugt viel Sauerstoff aus dem Wasser und reichert zudem den Teich mit Nährstoffen an. Dadurch können im Teich die Tiere ersticken. Auch die Algenbildung wird durch den Laubeintrag gefördert.

Laub als Schutzschicht

Eine Mulchschicht aus Herbstlaub tut vielen Pflanzen gut. Am besten eignet sie sich für solche, die ursprünglich aus dem Waldkommen. Das Laub gibt bei der Rotte genau die Nährstoffe ab, die zum Beispiel Himbeeren und Farne brauchen. Es puffert außerdem die Schwankungen der Bodentemperaturen ab. So haben jetzt die Wurzeln länger Zeit zu wachsen. Zudem fördert der warme Wintermantel aus Laub das Bodenleben. Die Herbstblätter sollten aber nicht nur bloß einfach oben auf den Boden gestreut werden, sondern auch ein Teil sorgsam unter um die Pflanzen gelegt und unter die oberen Blätter geschoben werden. Den Pflanzen wird so ein warmer Mantel angezogen.

Erntezeit für Chicoree ist gekommen

Für die Ernte von Chicoree, der für die Treiberei bestimmt ist, wird es jetzt Zeit. Die Rüben werden mit der Grabgabel gelockert und samt Laub aus der Erde herausgezogen. Wenn dabei die Spitzen abbrechen, so ist dies weiter nicht schlimm. Bevor die Rüben angetrieben werden können, müssen sie ca. vier Wochen möglich kühl, aber frostfrei und trocken zwischengelagert werden. Dies kann durchaus, je nach Witterung, auch im Freien unter einem Dach geschehen. Vor der Zwischenlagerung wird das Laub auf etwa 5 cm eingekürzt.

Ansprechender Lebensraum für Vögel

Man sollte den Vögeln einen ansprechenden Lebensraum im Garten bieten. Sie müssen im Winter die Möglichkeit haben, Büsche und Bäume nach verbliebenen Beeren und Larven durchsuchen zu können. Singvögel schätzen Hecken mit vielen Verstecken so wie Totholz- und Komposthaufen. Besonders liegen gelassenes Laub bringt während der Vegetationsruhe Insektennahrung. Eine kleine Wasserfläche zum Baden und Trinken rundet das Bild von einem vogelfreundlichen Garten ab.

Apfeldorn, Funkie und Wandelröschen

Der Apfeldorn eignet sich durch seine geringe Wuchshöhe gut als Hausbaum. Außerdem sind die Früchte auch essbar und reich an Carotinoiden und Vitaminen. Gerne werden die Früchte auch von der Vogelwelt angenommen.

Die sehr beliebte Funkie hat als Staude das Grün aus ihren Blättern eingezogen. Es ist gut, wenn diese nicht weggenommen werden. Auch das Laub der Bäume und Sträucher bietet diesen aparten Stauden einen zusätzlichen Schutz vor Kälte. Sehr wichtig ist jetzt die Markierung mit einem Stab, damit man sie bei der Gartenarbeit im Frühjahr nicht übersieht. Die Funkien treiben nämlich erst sehr spät aus. Hier heißt es dann im Frühjahr, sich in sehr viel Geduld zu üben.

Das Wandelröschen sollte Im Sommer über auf dem Balkon oder Terrasse stehen. Es wird für den Winter in ein helles und kühles Zimmer mit etwa 10 Grad eingeräumt. Dabei kann man die Triebe leicht zurück schneiden. Der richtige Rückschnitt wird aber kurz vor dem Austrieb im Frühjahr gemacht. Die Triebe werden dann bis auf ca. 10 cm zurück genommen, damit sich viele neue von unten her bilden können. Das Wandelröschen braucht im Winter eine Ruhephase. In dieser Zeit darf nur sehr sparsam gegossen werden. Man sollte gerade so viel Wasser geben, damit er Ballen nicht ganz eintrocknet. Dabei ist abgestandenes Wasser zu verwenden, da Wandelröschen sehr kalkempfindlich sind. Ab Mitte Februar wird die Pflanze etwas wärmer gestellt.



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