• Hund vegan ernähren: Ist das gut?
  • Rein pflanzliche Ernährung für Hunde grundsätzlich möglich
  • Aber: Natürlich ist die Ernährungsform nicht für Hunde gedacht

Im Jahr 2021 nimmt das Umweltbewusstsein vieler Menschen enorm zu. Letztendlich ist es nichts Besonderes mehr, wenn man auf den Konsum von tierischen Produkten verzichtet. Doch es gibt Menschen, welche dem noch eine Schippe obendrauf setzen wollen: Darf man seinen Hund vegan ernähren?

Vegane Ernährung für Hunde? - Blick auf biologische Merkmale des Hundes gibt Aufschluss

Was ist eigentlich die natürliche Nahrung eines Hundes? Nun das kann man nicht ganz genau sagen, denn das Tier, welches bekanntlich der beste Begleiter des Menschen ist, isst bekanntlich das, was der Mensch ihm gibt. Dennoch kann man davon ausgehen, dass eine natürliche Hundeernährung nicht aus Linsen und Soja besteht. Denn ob Tiere eine pflanzliche Ernährung von Natur aus bevorzugen, lässt sich leicht an deren biologischen Merkmalen feststellen: Zum Beispiel an der Darmlänge. Lebewesen, die hauptsächlich einen kurzen Darm haben, sind nicht dafür ausgelegt rein pflanzliche Nahrung zu verwerten. Laut tractive.com haben Hunde eine durchschnittliche Darmlänge von 2 bis 7 Metern. Das ist nicht gerade sehr lang. Zum Vergleich: Eine Kuh kann eine Darmlänge von sage und schreibe 70 Metern haben. Das ist schon ein Unterschied. 

Es geht aber noch weiter. Denn wenn man sich das Gebiss eines Hundes anschaut wird man schnell feststellen, dass man nicht einen einzigen Mahlzahn findet. Der Hund ist somit eigentlich auch nicht auf die normale Hundefutternahrung ausgelegt. Wie dbbw.de mitteilt ist es kein Geheimnis, dass der Hund ursprünglich vom Wolf abstammt, und dessen Gebiss vor allem auf das Reißen von Beute ausgelegt. Nicht auf Dosenfutter. Dennoch schließt das eine vegane Ernährung nicht gänzlich aus.

Prinzipiell ist eine vegane Ernährung nicht unmöglich für einen Hund. Denn wie petsdeli.de erklärt haben sich Hunde durch die Jahrhunderte lange Freundschaft mit den Menschen an deren Ernährung angepasst. So können Hunde im Gegensatz zum Wolf, Stärke aufspalten und als Energiequelle nutzen. Ausgelegt auf eine fleischlose Ernährung sind die Vierbeiner aber prinzipiell nicht. Wer dennoch darauf zurückgreifen möchte, dem muss aber bewusst sein, dass Fleisch Mineralien und Vitamine enthält, auf die der Hund in der Regel nicht verzichten sollte.

Rein pflanzliche Ernährung für Hund: Möglich, aber aufwendig

Es geht also ein enorm großer Aufwand mit einher, wenn man seinen Hund an eine vegane Ernährung gewöhnen möchte, denn Mangelerscheinungen können schnell auftreten. Hundehalter müssen deshalb akribisch darauf achten, dass die Zufuhr von Taurin, L-Carnitin, Eisen, Mineralstoffen wie Jod, Eisen, Phosphor, Kalzium Vitamin E, B12 und Vitamin D gesichert ist.

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Auch sind vegane Lebensmittel mit deutlich mehr Pestiziden belastet viele andere Hundenahrung. Trotzdem hat die Ernährung für die Hunde auch durchaus Vorteile: so wird das Gichtrisiko enorm vermindert.

Fazit: Vegane Ernährung für Hunde nicht natürlich

Ob man nun seinen Hund vegan ernähren sollte oder nicht, lässt sich nicht eindeutig sagen. Was sich aber sagen lässt ist, dass die Ernährungsform keinesfalls der natürlichen Ernährung des Hundes entspricht. Aber das tut die vegane Ernährung ohnehin nicht. Denn auch Veganer geben immer wieder zu, dass Veganismus oft nicht leicht ist. Gerade der Umstieg gestaltet sich meist schwer. Sicherlich ist ein fleischloser Snack für den Hund zwischendrin mal eine leckere Alternative aber ob man den Vierbeiner jedoch vollkommen zum Veganer machen sollte, muss jeder Hundehalter selbst entscheiden.

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