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Corona-Lockerungen

Familienbesuche wieder erlaubt: Wen genau darf man treffen?

Bayern hat die Corona-Ausgangsbeschränkung zu einer Kontaktbeschränkung gelockert. Es dürfen sich endlich wieder enge Familienangehörige treffen und sogar besuchen. Doch wer gehört überhaupt zur engen Familie? Wen von meiner Familie darf ich aktuell besuchen?
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Auch beim Treffen von Familienangehörigen muss ein Mindestabstand beachtet werden. Foto: Klimkin/Pixabay.com

Am Dienstag (5. Mai 2020) verkündete Ministerpräsident Markus Söder Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen - Kontaktbeschränkungen bleiben weiterhin bestehen. Seit Mittwoch (6. Mai 2020) ist es nun wieder möglich "neben einer weiteren Person auch die engere Familie, das heißt neben Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft, auch Verwandte in gerader Linie und Geschwister zu treffen oder zu besuchen", heißt es im Bericht aus der Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung. 

Ab Freitag (8. Mai 2020) soll es auch in Bayern erlaubt sein, dass sich zwei Hausstände miteinander treffen. Das gab Ministerpräsident Markus Söder in einem Interview auf Bayern 1 bekannt und passt sich damit an die bundesweite Regelung an. Das Treffen zweier Hausstände ist sowohl im Freien, als auch in den eigenen vier Wänden gestattet - der Mindestabstand sollte dabei trotzdem eingehalten werden.

Corona-Lockerungen: Wen darf ich aus der Familie treffen?

Doch wer gehört zur geraden Linie? "Gablers Wirtschaftslexikon Online" definiert das wie folgt: "In gerader Linie sind verwandt diejenigen Personen, die voneinander abstammen (Vater-Sohn, Großmutter-Enkel), in der Seitenlinie diejenigen, die von einem gemeinsamen Dritten abstammen (Geschwister, Tante-Nichte)."

Söder stellte am späten Dienstagabend im TV nochmals klar, was die Maßnahme bedeutet. Im Bayerischen Rundfunk sagte er auf die Frage hin, ob es wieder möglich sei, Familienmitglieder zu treffen, beispielsweise zum Kaffeetrinken am Geburtstag: "Das darf man." Allerdings sei keine "klassische Geburtstagsfeier mit 50, 100 Leuten" möglich. Stattdessen ist es lediglich erlaubt sich auf die "Familie ersten Grades" zu konzentrieren: "Also die Eltern, die Kinder und die Geschwister."