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Weihnachtsgebäck

Christstollen: Deshalb solltet ihr euren Stollen jetzt schon backen

Das Backen eines Christstollens ist Tradition in der Weihnachtszeit. Jedoch sollte der Stollen schon einige Wochen vor Weihnachten gebacken werden, damit er seinen vollen Geschmack entfalten kann. Wir erklären, warum das so ist. Und ein Stollenrezept gibts obendrauf.
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Der Christstollen erfreut sich großer Beliebtheit in Deutschland. Foto: Sebastian Willnow/dpa
Der Christstollen erfreut sich großer Beliebtheit in Deutschland. Foto: Sebastian Willnow/dpa

Der Weihnachtsstollen oder Christstollen erfreut sich in ganz Deutschland großer Beliebtheit. Auch die Geschichte des traditionellen Gebäcks ist interessant. Wussten Sie, dass der Papst 1491 wegen des Christstollens sogar die damals geltenden Fastengesetze abändern ließ? Da die Christen in der Fastenzeit weder Milch noch Butter konsumieren durften, wurde der Stollen zu jener Zeit mit Öl gebacken. Doch Öl war teuer und hat obendrein beim Backen gestunken, was den Stollen nahezu ungenießbar machte. Im Jahre 1491 schickte deshalb Papst Innozenz VIII den sogenannten Butterbrief, der die Aufhebung des Butterverbots erlaubte.

Tipps für die Zubereitung: Muss ein Stollen gelagert werden?

Ein Stollen muss nicht gelagert werden, jedoch wird es von Experten empfohlen.

Schritte der guten Lagerung

Der frisch gebackene Stollen sollte auf einem Kuchenrost abkühlen. Sobald das Gebäck komplett abgekühlt ist, wickeln Sie den Stollen in Alufolie, bei Bedarf noch in einen Plastikbeutel. Ein Stollen sollte kühl (etwa bei 15°C) - aber nicht im Kühlschrank - trocken und dunkel gelagert werden. Bei richtiger Lagerung kann die Butter im Stollen nicht ranzig werden. Die ordnungsmäßige Lagerung kann den Sollen bis zu einem Jahr haltbar machen.

Warum sollte ein Stollen gelagert werden?

Da der Stollen aus vielen einzelnen Komponenten besteht, muss das Gebäck erst richtig durchziehen. Das Gebäck solltedeshalb bis zu sechs Wochen gelagert werden. Ab diesen Zeitpunkt ist das Aroma der Früchte und Gewürze in das ganze Gebäck gezogen. Durch die richtige Lagerung geht der frische Effekt nicht verloren, da insbesondere der hohe Fettgehalt den Stollen vor Ungenießbarkeit bewahrt.

Rezept für Christstollen

Zutatenliste:

• 2 Würfel Hefe

• 1 Kilogramm Mehl

• 170 Milliliter Milch

• 750 Gramm Butter

• 400 Gramm Zucker

• 1 Teelöffel Salz

• 2 ungehandelte Zitronen (Zitronenschale wird benutzt)

• 600 Gramm Rosinen

• 100 Gramm geschälte und geliftete Mandeln

• 75 Gramm Orangeat und Zitronat

• 120 Milliliter Rum (je besser der Rum, desto besser der Geschmack)

• 6 Packungen Vanillezucker

Puderzucker

Zubereitung

Vorbereitung:

Am vorherigen Abend werden die Zutaten in einen Raum zusammen gelegt, so dass sie die gleiche Temperatur besitzen. Früchte, Mandeln und den Zitronenschalenabrieb in eine Schüssel geben, Rum darüber gießen, vermischen, abdecken und ziehen lassen.

Backen:

Die Hefe sollte in eine Schüssel gebröselt werden. Etwas lauwarme Milch sowie Zucker werden in die Schüssel gegeben und gut vermischt. Das Gemisch an einen warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Währenddessen wird das Mehl auf die Arbeitsfläche gesiebt. Das Mehl sollte gleich wie ein Vulkan, mit einen Loch in der Mitte, aufgebaut werden. 500 Gramm Butter wird in kleine Stückchen zerteilt und im Mehlberg verteilt, ebenso das Salz und 150 Gramm Zucker.

Sobald die halbe Stunde vorüber gegangen ist, wird in die Vulkanmulde die aufgegangene Hefe gefüllt. Als nächstes sollte die Masse mit einen großen Messer bröselig gehackt, danach mindestens 20 Minuten geknetet, dabei die Milch nach und nach dazugeben werden. Sobald der Teig sein speckiges Aussehen verloren hat, werden die Früchte dazugegeben. Die Masse nochmals kurz durchkneten und 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.

Sobald die 30 Minuten vergangen sind, nochmals kurz kneten und dann beliebig große Stücke abtrennen und zu Kugeln formen. Die Kugeln werden anschließend zu einen länglichen Laib geformt. Mit einer Handkante wird eine Rille in den Laib gedrückt, ein Teil sollte größer sein als der andere. Der große Teil wird dann über den kleinen gedrückt.

Im nächsten Schritt werden die Rosinen in den Teig gedrückt, da diese sonst beim Backvorgang verbrennen und bitter werden.

Beim Backvorgang sollte Ober-/ Unterhitze bei 210 °C verwendet werden. Sobald 20 Minuten vergangen sind, sollte der Stollen gut braun geworden sein. Falls er braun ist sollte er mit Alufolie abgedeckt werden, falls nicht, muss noch ein paar Minuten gewartet werden. Nach 60 Minuten müsste der Stollen fertig sein, sicher gehen kann man mit der Stäbchenprobe.

Den fertigen Stollen von allen Seiten mit flüssiger Butter bepinseln, Achtung: Der Stollen ist anfangs sehr zerbrechlich. Sobald der Kuchen ausgekühlt ist kann er nochmal mit Butter bestrichen werden. Schlussendlich sollte der Stollen dick mit Puderzucker bestreut werden.

Quelle: Hias2000/ chefkoch.de

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