• Kartoffelwasser als preisgünstiges Allzweckmittel im Haushalt
  • Einsetzbar als Dünger, Reinigungsmittel, Beauty-Produkt oder Kochzutat
  • Auf den Zustand der kochenden Kartoffeln muss vor Verzehr des Suds stets geachtet werden

Die Kartoffel ist das wohl vielfältigste Lebensmittel in den Supermärkten. Die Kartoffel ist nicht nur saisonunabhängig, sondern sie schmeckt in jeder Zubereitungsform anders: Beispielsweise als Pommes, Rösti, Bratkartoffel oder Salzkartoffel. 

Was die meisten nicht wissen dürften, ist, dass die Kartoffel gar kein Gemüse ist, sondern - landwirtschaftlich gesehen - zu den Hackfrüchten zählt. Nicht nur der Geschmack dieser Frucht ist überzeugend, sondern auch das Kartoffelwasser, das nach dem Kochen im Kochtopf bleibt. Gewöhnlich, schütten wir ihn einfach weg - was soll man denn damit? Das ist jedoch ein großer Fehler, da der Kartoffelsud ein wahrer Alleskönner ist. 

Wundermittel Kartoffelwasser: In diesen Bereichen kann der Sud eingesetzt werden

Laut einem Artikel von op-online.de enthält das Kartoffelwasser wichtige Mineralstoffe, wie Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor. Diese Stoffe sind für Menschen und auch für Pflanzen nur von Vorteil. Somit ist der Sud im erkalteten Zustand ein Dünger für Pflanzen aller Standorte. Zimmer-, sowie Außenpflanzen können damit gegossen werden - solange das Wasser nicht gesalzen ist!

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Das Kartoffelwasser ist aber nicht nur ein Leckerbissen für Pflanzen. Auch im Haushalt kann es vielfältig eingesetzt werden. Der Sud hat die Eigenschaft, Verschmutzungen zu lösen. Dafür muss man nicht einmal scharfe Reinigungsmittel hinzuziehen, da die natürlichen Eigenschaften der Kartoffel ausreichen. Tür- und Fensterrahmen, Laminatböden und sogar Töpfe und Pfannen können damit von Dreck und Schmutz befreit werden.

Wenn man das Kartoffelwasser dann doch aus Gewohnheit weggekippt hat, ist es trotzdem nicht verschwendet. Solange es dabei so heiß wie möglich war - am besten noch kochend. So löst es auch die Verschmutzungen im Abfluss. Allerdings sollte man vorher überprüfen, ob Plastikrohre unter dem Waschbecken verbaut wurden. Kochendes Wasser ist für diese generell schädlich. 

Kartoffelwasser auch in anderen Bereichen einsetzbar: Auch dort können Sie davon profitieren

Kartoffelwasser ist auch gut für die Schönheit. Die im Kartoffelwasser vorhandene Stärke hat die Eigenschaft, der Haut zu helfen, Feuchtigkeit besser aufzunehmen. Wer unter trockenen Händen leidet, tut also gut daran, seine Hände für einige Minuten in einer Schüssel mit lauwarmem Kartoffelwasser zu baden. Das macht sie wieder geschmeidig. Wichtig dabei ist, die Hände anschließend nicht mit einem Handtuch trocken zu reiben, sondern sie auf natürlichem Wege trocknen zu lassen. Sonst würde man die hilfreiche Stärke wieder von den Händen rubbeln. 

Die Haare profitieren ebenfalls von den wertvollen Mineralstoffen, die Kartoffeln nach dem Kochen abgeben. Das Auftragen des Suds in die Längen und Spitzen soll die Haare stärken und die Farbintensität behandelter Haare verbessern. Sogar der Entstehung grauer Haare soll das Kartoffelwasser entgegenwirken. Einfach auftragen, für einige Zeit einwirken lassen und dann gründlich wieder auswaschen. 

Es gibt auch eine naheliegende Möglichkeit, wie Kartoffelwasser weiterverwendet werden kann, und zwar beim Kochen. Ähnlich wie eine Brühe kann das Kartoffelwasser als Basis für Soßen und Suppen dienen. Auch in anderen deftigen Gerichten wird dadurch deren Geschmack intensiviert. Die Mineralien im Sud sind dabei noch ein Bonus für den Verbraucher. Geheimtipp: Der Kartoffelsud gibt auch selbstgebackenem Brot eine einzigartige Note. 

Was vor dem Gebrauch von Kartoffelwasser unbedingt zu beachten ist

Warnung vor dem Zustand der Kartoffeln beim Kochen: Das Kartoffelwasser kann nur dann zum Verzehr weiterverwendet werden, wenn keine der Kartoffeln im Topf grüne Stellen oder Triebe aufweisen. Der Giftstoff Solanin, der darin enthalten ist, wird sonst ins Wasser abgegeben, da er selbst bei 100 Grad Celsius nicht zerstört wird. Leichte Vergiftungserscheinungen sind unter anderem Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerz, Übelkeit oder Halskratzen. Je größere Mengen des Giftstoffs vom menschlichen Körper konsumiert werden, desto schwerwiegender auch die Folgen. Außerdem sollten die Kartoffeln vorm Kochen auf jeden Fall von Erde und Schmutz befreit werden. 

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