• Darum solltest du regelmäßig die Waschmaschine reinigen
  • So reinigt man das Waschmittelfach
  • Wie du Bakterien, Keime und Schimmel in der Waschmaschine zuverlässig abtötest
  • Flusensieb richtig reinigen
  • Die effektivsten Hausmittel zum Reinigen der Waschmaschine in der Übersicht
  • Waschmaschine entkalken: Das musst du beachten

Die Waschmaschine sorgt dafür, dass wir saubere Wäsche im Schrank haben - doch hin und wieder muss sie selbst gereinigt werden. Denn im Laufe der Zeit lagern sich Bakterien, Keime und Schimmelsporen in dem Gerät ab. Stinkende Gerüche und sichtbare Ablagerungen sind das deutlichste Zeichen, dass deine Waschmaschine mal wieder eine Reinigung braucht. Welche Teile der Waschmaschine du beim Putzen und Pflegen keinesfalls vergessen solltest und welche simplen Hausmittel tatsächlich helfen, erfährst du in diesem Artikel.

Bakterien, Schimmel und Co.: Darum solltest du die Waschmaschine regelmäßig reinigen

Haare, Fusseln oder Waschmittelreste können in der Maschine zurückbleiben, sich absetzen und diese verschmutzen. Nicht selten sorgt das für üble, unangenehme Gerüche. Sammeln sich feine Schmutzpartikel an, können diese mit der Zeit wichtige Schläuche verstopfen und die Leistung des Geräts beeinträchtigen. So kann auch die Wäsche auf Dauer nicht mehr richtig gereinigt werden.

Darüber hinaus sorgen Kalk und Restwasser für Ablagerungen in der Waschmaschine. Auf diese Weise wird Schimmel begünstigt. Zudem bildet die anstauende Feuchtigkeit in Kombination mit der dort herrschenden Wärme den perfekten Lebensraum für Bakterien.

Innerhalb weniger Wochen können sich so unzählige Keime ansiedeln, die für manche Risikogruppen zu einer echten Gefahr werden. Betroffen sind insbesondere Senioren, Schwangere, Babys oder Menschen mit einer Immunschwäche.

Waschmittelfach reinigen: Es braucht nur drei einfache Schritte

Nicht nur in der Trommel und den Schläuchen können sich Verschmutzungen ablagern, sondern auch im Waschmittelfach. Da bei einem Waschgang nicht immer der gesamte Inhalt aus dem Fach herausgespült wird, lagern sich mit der Zeit Seifenreste ab - der perfekte Nährboden für Keime, Bakterien und Schimmel. Deshalb ist es sinnvoll, auch das Waschmittelfach regelmäßig zu reinigen.

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Auf diese Weise verhinderst du außerdem, dass die Überreste von Waschmittel und Weichspüler weiter in die Schläuche gespült werden und diese verstopfen. Das Waschmittelfach zu reinigen, ist dabei kinderleicht und in drei einfachen Schritten erledigt:

Zuerst nimmst du das Waschmittelfach heraus. Bei einigen Modellen muss man dazu einen kleinen Haken herunter- oder die Außenseiten des Faches zusammendrücken. Anschließend reinigst du das Fach. Dazu brauchst du nichts weiter als warmes Wasser. Für die Ecken und andere schwer zugängliche Stellen kann es sinnvoll sein, eine alte Zahnbürste zur Hilfe zu nehmen. Danach lässt du das Waschmaschinenfach nur noch trocknen und setzt es wieder ein.

So kannst du das Flusensieb sauber machen

Möchtest du deine Waschmaschine reinigen, darfst du auch das Flusensieb nicht übersehen. Dieses befindet sich hinter einer kleinen Klappe unten links oder rechts auf der Vorderseite des Geräts.

Bevor du dieses herausnimmst, solltest du ein größeres Handtuch oder eine flache Schüssel vor der Maschine platzieren. Denn beim Öffnen des Verschlusses wird zunächst eine kleinere Menge Wasser herauslaufen. Das solltest du auffangen und entsorgen.

Das entnommene Flusensieb kannst du dann ebenfalls ganz einfach mit einer Zahnbürste unter fließendem Wasser gründlich putzen. Die Bürste eignet sich zusätzlich gut für die Reinigung des Fachs. Letzte Dreckrückstände kannst du dort abschließend mit einem sauberen Handtuch auswischen, bevor du das Flusensieb wieder einsetzt.

60-Grad-Programm tötet Bakterien sicher ab

Energiesparende Waschgänge bei niedrigen Temperaturen von 20 oder 40 Grad können deine Wäsche durchaus richtig reinigen – Bakterien und Keime werden damit allerdings nicht beseitigt. Und auch, wenn in deinem Umfeld etwas Ansteckendes kursiert - Durchfall oder Fußpilz zum Beispiel - ist Vorsicht besser als Nachsicht. Aus diesem Grund solltest du mindestens ein- bis zweimal pro Monat das 60-Grad-Programm laufen lassen. Nur so werden krankmachende Mikroorganismen zuverlässig getötet, erklärt Dirk Bockmühl, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Hochschule Rhein-Waal, in der Zeitschrift "Good Health" (Ausgabe 1/2020).

Empfehlenswert ist dafür das Bunt- oder Kochwäscheprogramm mit 60 Grad sowie ein Waschpulver mit Bleiche. Flüssigwaschmittel und Hygienespüler sind zur Bakterienbekämpfung eher nicht geeignet, da sie gegen manche Erreger wie Darmbakterien machtlos sind. Und auch ein Öko-Waschprogramm ist in solchen Fällen nicht der richtige Weg. Denn dabei liegt die tatsächliche Temperatur oft unter 60 Grad. Das kompensieren die Hersteller zwar durch längere Laufzeiten, Krankheitserreger zeigen sich davon aber meist unbeeindruckt.

Um unangenehme Gerüche, Schimmel oder gefährliche Keime zu verhindern, solltest du deine Waschmaschine in regelmäßigen Abständen gründlich säubern. Als grober Richtwert gilt es, die Maschine mindestens alle sechs Monate zu reinigen. Nutzt du das Haushaltsgerät jedoch besonders oft, ist auch häufigeres Putzen ratsam. Sinnvoll sind dann etwa zwei bis drei Reinigungen pro Halbjahr. Ablagerungen und Verschmutzungen an den Gummidichtungen der Tür oder im Flusensieb und dem Waschmittelfach solltest du allerdings in noch kürzeren Zeiträumen, etwa monatlich, entfernen. Denn diese können die Leistungsfähigkeit des Geräts leicht beeinträchtigen.

Genialer Trick: Waschmaschine reinigen mit Spülmaschinen-Tab

Herkömmliche Spülmaschinen-Tabs verhelfen dir nicht nur in der Küche zu mehr Sauberkeit. Auch in der Waschmaschine entfernen sie Dreck und Bakterien. Obendrauf bekämpfen sie lästige Wasserrückstände und verhindern die Bildung von Kalk oder gar Schimmel. Notwendig sind dafür lediglich ein bis zwei Tabs, die du direkt in die Trommel geben solltest. Für eine effektive Wirkung empfiehlt sich dann die Auswahl eines möglichst heißen Waschprogramms mit 60 oder 90 Grad.

Wenn du deine Waschmaschine besonders schnell reinigen möchtest, sind spezielle Waschmaschinenreiniger ebenfalls eine große Hilfe. Durch ihre Zugabe kannst du sämtliche Bestandteile des Geräts innerhalb kürzester Zeit säubern. Neben der Trommel und dem Inneren der Maschine behandeln diese zudem Verschmutzungen des Spülfachs sowie an Dichtungen oder dem Flusensieb.

Um Ablagerungen durch überschüssiges Waschmittel zu vermeiden, solltest du dich bestmöglich an die Mengenangaben auf der Verpackung halten. Dabei ist auch der individuelle Härtegrad des Wassers von Bedeutung. Diesen kannst du im Zweifel bei deinem Wasserversorger erfragen. Außerdem solltest du nach jedem Waschvorgang die Tür und das Waschmittelfach der Maschine geöffnet lassen. So kann restliche Feuchtigkeit vollständig abtrocknen und bietet Bakterien oder Keimen keinen Nährboden. Auch unangenehmen Schimmel verhinderst du auf diese Weise.

Die besten Hausmittel zum Reinigen der Waschmaschine

Ob du stinkende Gerüche entfernen, Kalk lösen oder Bakterien und Keimen entgegenwirken möchtest – deine Waschmaschine kannst du auch mit natürlichen Hausmitteln gründlich reinigen. Chemische Wirkstoffe sind dabei nicht zwingend erforderlich. Wir verraten dir, welche Hausmittel besonders gut wirken.

  • Soda kannst du bedenkenlos bei einem normalen Waschgang hinzufügen. Denn im Vergleich zu anderen Hausmitteln dieser Übersicht reinigt es neben der Waschmaschine auch deine Wäsche. Für einen angenehmen Geruch und strahlend saubere Wäsche genügt bereits ein Esslöffel Soda in der Trommel oder dem Waschmittelfach.
  • Natron bekämpft nicht nur hartnäckige Keime, sondern hilft vor allem gegen unangenehme Gerüche. Hierfür gibst du rund 50 Gramm Natron in das Hauptwaschmittelfach und startest ein Programm mit rund 60 Grad. Nach einer anschließenden kurzen Reinigung des Fachs kannst du die Waschmaschine wieder wie gewohnt nutzen.
    Natron eignet sich auch gut, wenn das Flusensieb stinkt. Dieses kannst du nach einer allgemeinen Reinigung durch Zahnbürste und Wasser zusätzlich für rund zehn Minuten in ein Natronbad legen.
  • Backpulver bewirkt einen ganz ähnlichen Effekt wie Natron. Gibst du zwei Tüten des Hausmittels in die leere Trommel oder das Waschmittelfach, gehören auch hier Gestank und gefährliche Krankheitserreger der Vergangenheit an. Für eine optimale Wirkung solltest du das Backpulver bei einem möglichst heißen Waschprogramm verwenden.
  • Essig gilt als beliebtes Hausmittel gegen lästige Kalkablagerungen, Bakterien und Gerüche. Aufgrund seiner aggressiven Säure solltest du die Flüssigkeit allerdings nur verdünnt verwenden. Möchtest du deine Waschmaschine mit Essig reinigen, kannst du eine kleine Menge der Essenz in die leere Trommel geben. Anschließend solltest du ein Waschprogramm mit etwa 90 Grad auswählen.
    Ebenso gut, kannst du das Waschmittelfach mit Essigsäure reinigen. Nachdem du größere Waschmittelrückstände in diesem entfernt hast, legst du das ausgebaute Fach in ein heißes Essigbad. Lasse es idealerweise 30 Minuten einwirken, bevor du es auswäschst und wieder einbaust.
  • Zitronensäure hat grundsätzlich eine etwas schonendere, weniger aggressive Wirkung als Essig. Dennoch eignet sich das Hausmittel ebenfalls ideal zum Entkalken der Waschmaschine. Hierfür solltest du rund drei- bis viermal pro Jahr bis zu zehn Esslöffel Zitronensäure in die Trommel geben und ein Programm unter 40 Grad starten. Wichtig: In der Maschine darf sich auch bei dem Einsatz dieser Substanz keine Wäsche befinden! Idealerweise pausierst du das Programm, um die Säure für mindestens eine Stunde einwirken zu lassen. Danach kannst du den Waschvorgang wie gewohnt fortführen. 
  • Vorsicht: Zitronensäure und Essig solltest du nur in Maßen einsetzen, wenn du deine Waschmaschine reinigst. Denn die säurehaltigen Substanzen greifen sonst schnell empfindliche Bestandteile des Geräts an. Besonders betroffen sind vor allem Gummidichtungen und Wasserschläuche. Hier solltest du die beiden Hausmittel nur äußerst vorsichtig anwenden. Außerdem empfiehlt es sich bei diesen Substanzen immer mit Handschuhen zu arbeiten, um deine Haut zu schützen.

Waschmaschine entkalken: Das musst du beachten

Wasserreste können langfristig nicht nur Schimmel auslösen, sondern begünstigen zudem die Bildung von Kalk. Obwohl das zunächst harmlos scheinen mag, dürfen die dadurch entstehenden Auswirkungen nicht unterschätzt werden. Denn eine verkalkte Waschmaschine verliert zunehmend an Leistungsfähigkeit und benötigt deutlich mehr Energie für die Waschvorgänge.

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Benutzt du das Gerät bei einer hohen Wasserhärte sehr oft, empfiehlt sich ein monatliches Entkalken der Waschmaschine. Ist das Gerät jedoch eher selten in Betrieb und befindet sich in einem Gebiet mit verhältnismäßig weichem Wasser, reicht dies rund ein- bis zweimal pro Jahr. Neben natürlichen Hausmitteln wie Zitronensäure oder Essig, helfen dabei auch Anti-Kalk-Tabs, -Pulver oder flüssige Entkalker, die unerwünschten Ablagerungen in deiner Waschmaschine zu lösen.

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