Gartenstühle, Autoreifen, die Fahrräder der Kinder: Viele Menschen nutzen ihre Garage gleichzeitig - oder ausschließlich - als eine Art zusätzlichen Abstellraum. Schließlich bietet sie häufig neben Platz für das Auto auch noch genügend weiteren Stauraum. Aber hier ist Vorsicht geboten.

Was die meisten Menschen nicht wissen: Du darfst nicht alles in deiner Garage lagern. Einige Dinge können richtig teuer werden - denn bei Verstoß wird ein Bußgeld fällig. Hier erfährst du, was in deine Garage darf - und was nicht.

Was darf in meine Garage - außer meinem Auto?

Egal, ob gemietet oder Eigentum: Nicht alles darfst du in deiner Garage lagern. Folgende Dinge dürfen laut ADAC aber ohne Probleme hinein:

  • dein Auto (dieses muss aber fahrtüchtig und zugelassen sein)
  • dein Motorrad (aber nur, wenn sich ein zusätzliches Auto noch problemlos abstellen lässt)
  • Frostschutzmittel, Scheibenreiniger oder Öl (Stoffe, die du zur Pflege deines Autos brauchst)
  • Benzin und Diesel (aber nur in begrenzten Mengen: in Kleingaragen dürfen bis zu 200 Liter Dieselkraftstoff und bis zu 20 Liter Benzin aufbewahrt werden)
  • Zubehör für dein Auto wie Dachboxen, Reifen, Wagenheber, etc.
  • Fahrräder (aber nur dann, wenn sie vom Vermieter nicht explizit verboten wurden)

Du darfst deine Garage auch als Werkstatt nutzen. "Entscheidend ist stets, dass die Garage ohne große Aufräumarbeiten mit dem Auto genutzt werden kann", schreibt der ADAC. Für alle anderen Zwecke muss eine Baugenehmigung eingeholt werden. Das Gute: Die Werkstatt muss nicht einmal unbedingt etwas mit Autoreparaturen zu tun haben. 

Achtung: Für diese Nutzung ist deine Garage nicht gedacht - Bußgelder drohen

Laut Verordnung ist es verboten, die Garage als Büro, Gästezimmer, Partyraum oder Abstellkammer zu nutzen. Zumindest gilt diese Regel dann, wenn das dauerhaft der Fall ist. Gegen eine Geburtstagsfeier in deiner Garage, in der sonst immer dein Auto steht, ist in den meisten Fällen nichts einzuwenden.

Streng verboten ist allerdings das Lagern von einem Gasgrill, von Gasflaschen oder von gefährlichen, explosiven und brennbaren Stoffen. Wer sich erwischen lässt, muss mit saftigen Bußgeldern von bis zu 500 Euro rechnen. Bei gemieteten Garagen droht sogar die Kündigung. Im Extremfall kann eine Abrissverordnung an den Eigentümer verhängt werden. 

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