• Welche Materialien du nicht mit Wasser putzen solltest
  • Was passiert, wenn man diese Materialien mit Wasser putzt?
  • Alternative Reinigungsmittel
  • Welchen Schaden Wasser auf bestimmten Materialien anrichtet

Wasser ist ganz klar der Klassiker für alle Arten von Reinigungen und Putzvorgängen. Es ist nachhaltig, immer verfügbar und günstig. Aber nicht alle Materialien oder Oberflächen sollten mit Wasser gereinigt werden. In verschiedenen Fällen kann Wasser den Materialien sogar so sehr zusetzen, dass die Reinigung ihnen am Ende mehr schadet, als nutzt. Um welche Materialien und Oberflächen es sich handelt, haben wir für dich zusammengefasst. Zudem stellen wir dir passende Alternativen und Putztipps vor.

1# Samt

Samt erlebt gerade ein großes Comeback in der Mode sowie bei Heimtextilien wie beispielsweise Kissenbezügen, Vorhängen oder Tischdecken.

Verschmutzte Samt-Textilien mit Wasser zu reinigen, ist allerdings keine gute Idee. Die feinen Samthärchen verkleben meistens und verformen sich, wenn sie mit Wasser gereinigt werden, was im Anschluss sehr unschön aussieht.

Außerdem können feuchte, samtene Heimtextilien hässliche, farbige "Wischspuren" auf Möbeln hinterlassen. Aus diesem Grund sollten verschmutzte Textilien aus Samt auf jeden Fall in die Reinigung gegeben werden, wo sie professionell bearbeitet werden und keinen Schaden nehmen.

2# Wildleder

Reinigst du beispielsweise verschmutzte Wildlederschuhe mit Wasser, entstehen äußerst unschöne Wasserränder, was die Schuhe schnell schmuddelig und ungepflegt aussehen lässt.

Aus diesem Grund sollte man, wenn man sich dennoch für eine Reinigung mit Wasser entscheidet, die komplette Fläche mit einem feuchten Lappen abwischen, um die besagten Wasserränder zu vermeiden. Noch besser klappt die Reinigung, wenn dem Wischwasser ein Spritzer Spülmittel beigefügt wird. Aber auch dann sollte das Wildleder komplett abgewischt werden.

Bei dunklem Wildleder empfiehlt es sich, einen Lappen mit kaltem Kaffee anstatt mit Wasser zur Reinigung zu nutzen. Spezielle Imprägniersprays* schützen vorbeugend vor Verschmutzungen und sollten zur guten Erhaltung des Wildlederproduktes regelmäßig und routinemäßig vorweg aufgetragen werden. Je besser man das Wildleder pflegt, desto schöner bleibt es auf Dauer.

3# Seide

Auch Seide sollte, genau wie Samt, besser in die Reinigung gebracht werden, um Schäden an dem empfindlichen Stoff zu vermeiden.Seidentextilien können unterschiedliche Zusammensetzungen haben. Je nach Symbolen auf dem Waschetikett ist es ratsam, den Artikel besser in die Reinigung zu bringen, als selbst zu waschen, wenn er im Anschluss nicht in die Mülltonne wandern soll.

Seide ist ein empfindliches Naturmaterial, das überwiegend aus Eiweißen, gewonnen aus den Kokons der Seidenraupe, besteht. Bei diesem einzigartigen Stoff bedarf es einer behutsamen und speziellen Pflegebehandlung.

Handelt es sich um eine Gewebemischung mit Seide, könntest du es mit einem besonders milden Waschmittel lauwarm per Hand waschen*. Am besten wäre hier ein spezielles Seidenwaschmittel. Bei guter Pflege wirst du noch lange Freude an deinem Seiden-Artikel haben.

4# Kunstleder

Ist die Kunstledercouch verschmutzt, muss sie gereinigt werden. Auch hier kann der Griff zum Putzlappen mit Leitungswasser auf Dauer mehr Schaden anrichten, als helfen. Durch das zu feuchte Abwischen - mit im schlimmst Fall noch recht hartem Leitungswasser - wird das Kunstleder mit der Zeit so porös und brüchig, dass es bald von der ganzen Couch abblättert.

Zunächst sollte die Kunstledercouch gründlich abgesaugt werden, dann kann man mit dem Abwischen der Couch beginnen. Der Lappen sollte sehr gut ausgewrungen werden und dem Putzwasser sollte ein spezielles, Kunstlederpflegemittel* beigefügt werden, das das Material vor dem Austrocknen und dem damit verbundenen Abblättern schützt.

Überschüssige Lauge sollte anschließend von der Kunstledercouch mit einem trockenen, sauberen Lappen gründlich poliert werden. Kleidungsstücke aus Kunstleder kann man - vorher aber bitte das Waschetikett beachten - in der Regel sogar bei 30 Grad im Wollwasch- oder Handwaschgang als Einzelteil in der Maschine waschen. Einzelne Flecken lassen sich am besten mit einer Lauge aus Wasser und Gallseife abwischen.

5# Laminatböden und Hartholzböden

Hier kennt jeder Muttis Tipp: Laminatböden und Hartholzböden möglichst trocken wischen, um ein Aufquellen zu verhindern. Auch wird hier gerne vom "nebelfeuchten" Wischen gesprochen.

Reparatur-Set für verschiedene Holzböden und PVC

Hierzu gibt es jedoch mittlerweile tolle, alternative Bodenwischer, speziell für empfindliche Böden, die dir das mühsame Auswringen des Putzlappens ersparen.

Eine große Auswahl an Alternativen zu gewöhnlichen Wischmopps findest du hier*. Des Weiteren gibt es auch spezielle Pflegereiniger*, die das Aufquellen der Böden verhindern und die Zwischenräume versiegeln, damit kein Wasser in den Fußboden eindringt.

6# Marmor

Marmorböden und Marmoroberflächen sind edle Materialien, die für ihren eleganten Glanz bekannt sind. Wischt man diese Oberflächen jedoch mit Wasser, kann sich Kalk auf dem Marmor ablagern. Der Glanz verschwindet und das vornehme Gestein wird matt.

Besser ist es hier, den Marmor trocken zu reinigen. Beispielsweise abzukehren oder abzusaugen. Natürlich ist es gelegentlich unvermeidlich, dass bei starken Verunreinigungen Wasser zum Einsatz kommen muss.

Aber auch hier gibt es spezielle Pflegereiniger, die den charakteristischen Glanz des Marmors erhalten. Eine große Auswahl an Reinigern, Pasten oder Imprägniermitteln* kann dir dabei helfen, dass deine Marmorflächen dauerhaft wie neu aussehen.

7# Elektrogeräte

Elektrogeräte mit Wasser zu reinigen, kann unter Umständen lebensgefährlich werden. Werden die Elektrogeräte zu nass abgewischt und Wasser dringt in das Innere des Gerätes, kann es zu einem gefährlichen Kurzschluss mit einem Stromschlag kommen.

Für Bildschirme von PCs und Fernsehern gibt es spezielle, schonende Reiniger, die die Oberflächenbeschaffenheit der empfindlichen Materialien nicht beschädigen und verkratzen. Keinesfalls sollten ammoniak- oder alkoholhaltige Reinigungsmittel, Scheuermittel oder Küchenschwämme zur Reinigung der empfindlichen Oberflächen benutzt werden.

Hier findest du passende Angebote zu schonenden Reinigern*. Meistens reicht es sogar, die Elektrogeräte einfach vorsichtig mit einem sauberen Staubtuch* abzuwischen. Des Weiteren funktionieren elektrostatischen Staubwischer* im Einsatz an zu reinigenden Elektrogeräten auch sehr gut.

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