• Was sind Kugelkäfer?
  • Warum sind sie so gefährlich?
  • Das kannst du gegen die Käfer tun!

Der Buckelkäfer (Gibbium psylloides), auch Kugelkäfer genannt, gehört zur Familie der Diebskäfer (hier ansehen). Der kleine kugelförmige Käfer (daher sein Name) sieht auf den ersten Blick wie eine Spinne aus und zählt zur Gruppe der Materialschädlinge. Der etwa 2 bis 3,5 Zentimeter große flugunfähige Kugelkäfer stammt ursprünglich wahrscheinlich aus dem arabischen und vorderasiatischen Raum. Inzwischen ist er jedoch weltweit verbreitet. Das kleine Tier kann etwa ein Jahr alt werden. Die Käfer lieben feuchte Orte und können auch über einen längeren Zeitraum ohne Nahrung auskommen. Selbst niedrigere Temperaturen können sie eine Zeit lang aushalten. Die Kugelkäfer bevorzugen als nachtaktive Tiere eher dunkle Räume und finden sich daher oft in alten Lagerhäusern, Scheunen oder auch in Komposthaufen. Zudem häufig in Fachwerkhäusern, da die Strohfüllungen im Fachwerk ein gutes Versteck für die Larven sind.

Warum sind sie so gefährlich?

An sich sind die Käfer für uns Menschen nicht direkt gefährlich oder giftig, allerdings schaden sie indirekt unserer Gesundheit. Da Kugelkäfer Allesfresser sind, machen sie auch vor so gut wie nichts Halt: Sie fressen Wolle, Stoffe, Füllungen, Getreide, aber auch tote Insekten, tierische und pflanzliche Überreste.

Ungeziefer-Köder - hier ansehen

Haben sie sich erst mal eingenistet, können sie sich schnell ausbreiten und belagern ganze Häuser. Die Weibchen produzieren Gelege von bis zu 200 Eiern, was ein Grund für die rapide Vermehrung ist.

Die Käfer können auf Fachwerkhäuser oder Altbauwohnungen befallen, da diese die idealen Bedingungen für sie darstellen.

Dadurch fressen sie sich nach und nach durch die Bausubstanz und machen ein Bewohnen mit der Zeit schwer bis unzumutbar. Da die Tiere sehr widerstandfähig und anspruchslos sind, ist es unglaublich schwer, sie in einem frühen Stadium zu vertreiben.

Besonders problematisch wird es, wenn die Kugelkäfer auch Lebensmittel wie Mehle, Gewürze oder Haferflocken befallen. Sie verunreinigen die Lebensmittel mit ihrem Kot, Puppenhüllen und Larvenhäuten. Diese befallenen Lebensmittel sollten daher auf gar keinen Fall mehr verzehrt werden!

Das kannst du gegen die Käfer tun

Solltest du einen Kugelkäfer-Befall haben, dann solltest du unbedingt folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Überprüfe regelmäßig deine Vorräte: Die Käfer fressen und bohren sich auch durch Verpackungen. Achte auf gut verschlossene Lebensmittel und prüfe, ob du irgendwelche Löcher oder Rückstände vom Kot oder Larven entdecken kannst. Entsorge diese Verpackungen umgehend.
  • Benutze Klebeband: So kannst du überprüfen, ob du tatsächlich Kugelkäfer im Haus hast. Klebe beispielsweise doppelseitiges Klebeband auf dem Boden, sodass die Käfer auf dem Band kleben bleiben.
  • Haferflocken und Zeitungspapier: Stelle kleine Fallen aus Haferbrei und nassem Zeitungspapier auf. Die Tiere lieben die Feuchtigkeit und werden sich dort sammeln. Daher benutze auch hier Klebeband, welches du um deine Falle herum klebst.
  • Beuge vor: Putze regelmäßig, lüfte gut und vermeide Feuchtigkeit im Haus. Achte zudem auf regelmäßige Überprüfung deiner Vorräte und deines Kleiderschranks. Putze auch hier immer wieder gründlich durch und halte alles verschlossen und trocken.

Sollten sich die Kugelkäfer jedoch schon mehrere Monate oder länger bei dir eingenistet haben, solltest du auf jeden Fall eine*n Kammerjäger*in kontaktieren, um dir professionelle Hilfe zu holen. Nur so kannst du sicher dein Haus oder deinen Lagerraum von den Käfern befreien.

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