• Teflonpfannen: Giftig, gesundheitsgefährdend oder völlig unbedenklich?
  • Wie gefährlich ist zerkratztes Teflon?
  • Wann alte Teflonpfannen gegen eine Neue tauschen?
  • Alternativen zu Teflonpfannen

Welcher gut sortierte Haushalt hat nicht mindestens eine Teflonpfanne als Allrounder mit unkomplizierter Anti-Haft-Beschichtung im Küchenschrank? Neben dem Vorteil, dass Lebensmittel beim Zubereiten in der Pfanne nicht kleben bleiben, sind sie zudem preisgünstig und sehr leicht zu reinigen. Oft reicht es schon, die Pfanne nach der Benutzung mit Küchenkrepp auszuwischen. Allerdings wird den Pfannen nachgesagt, dass die spezielle Beschichtung giftig und gesundheitsgefährdend sein kann. Gerade dann, wenn sie im Lauf der Zeit verkratzt wurde und die Teflonbeschichtung beschädigt ist. Was passiert, wenn Teflonteilchen aus der beschädigten Pfannen versehentlich über angebratene Lebensmittel in unseren Körper gelangen? 

Teflonpfannen: So gesundheitsschädlich sind sie wirklich

Mit Teflon ist der Kunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen) gemeint, aus dem die Beschichtung der Teflonpfanne besteht. Die Spezialbeschichtung verhindert das Ankleben von Speisen in der Pfanne, sodass sie nahezu für fast alle Lebensmittel verwendet werden kann. Zudem kommt die Teflonbeschichtung mit sehr wenig Öl beim Anbraten aus, weshalb man sie auch äußerst gesundheitsbewusst in der Küche einsetzen kann. Ein weiterer Vorteil ist die leichte und schnelle Reinigung der Pfanne. Teflon ist im täglichen Gebrauch relativ robust und widerstandsfähig, wenn du dich an die Vorgaben des Herstellers hältst.

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Zur optimalen Benutzung werden unbedingt Schaber oder Pfannenwender empfohlen, die weich und rund sind und infolgedessen keine Kratzer in der Teflonpfanne verursachen. Hier eignen sich zum Beispiel Silikonschaber oder -küchenhelfer*. Zudem sollte die Teflonpfanne niemals komplett leer erhitzt werden -auch das kann der Pfanne schaden. Idealerweise reinigst du die neu gekaufte Teflonpfanne in einer Spüllauge und wäschst sie mit klarem Wasser aus. Vor der ersten Benutzung empfehlen viele Hersteller, die Teflonpfanne mit Wasser zu füllen und einmal aufkochen zu lassen. Erhitzt du eine leere Pfanne stark und länger als drei Minuten, kann sich die Teflonbeschichtung zersetzen und giftige Dämpfe treten aus. Das Einatmen der freigesetzten Dämpfe kann zu einer Vergiftung mit grippeähnlichen Symptomen führen.

Man spricht dabei vom Polymerrauch-Fieber oder Teflonfieber. Auch ab einer Erhitzung von 360 Grad wird es gefährlich. Da so hohe Temperaturen aber in der Küche selten möglich sind, weil bereits vorweg sämtliche Speisen anbrennen würden, besteht hier im Umgang mit Teflonpfannen für den normalen Hausgebrauch kaum Gefahr. Unfälle mit Vergiftungserscheinungen durch zersetztes Teflon bei starker Hitze über 360 Grad treten überwiegend bei der Produktion und während der Herstellung auf. Bis zu einer Temperatur von 260 Grad ist Teflon beständig. Dass gerade zerkratzte Teflonpfannen giftig sind, liest man immer wieder. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt allerdings Entwarnung. Demnach ist es unbedenklich, wenn du versehentlich abgelöste Teilchen aus der zerkratzten Teflonpfanne mitisst. Die Teilchen können von unserem Körper weder verdaut noch anderweitig aufgenommen werden, weshalb sie einfach wieder ausgeschieden werden.

Alternativen zur Teflonpfanne

In der Regel hält eine Teflonpfanne so lange, wie die Beschichtung in Ordnung ist. Einige Hersteller geben sogar über zwei Jahre Garantie für ihr Fabrikat. Das setzt natürlich den richtigen Umgang mit der Teflonpfanne voraus. Im Laufe der Zeit verliert aber auch eine völlig intakte Teflonpfanne ihre Anti-Haft-Eigenschaft. Ist die Teflonpfanne zerkratzt, wird es höchste Zeit, sie gegen eine neue auszutauschen. Auch wenn es gesundheitlich unbedenklich ist, solltest du nicht unbedingt abgelöste Teile der Beschichtung, die sich aufgrund der Beschädigung lösen, mitessen. Zudem verliert die zerkratzte Teflonpfanne ihre Anti-Haft-Wirkung. Die darin zubereiteten Lebensmittel können kleben bleiben und anbrennen.

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Teflonpfannen stellen mit der richtigen Handhabung kein Gesundheitsrisiko dar. Jedoch sind sie durch die speziellen Herstellungsverfahren, bei denen unter anderem giftige Stoffe eingesetzt werden, sehr umweltschädlich. Möchtest du die Umwelt schonen, ist es sinnvoll, auf nachhaltigere und langlebige Alternativen zurückzugreifen. Gusseiserne Pfannen* entwickeln beispielsweise nach dem Einbrennen ebenfalls eine gute Anti-Haft-Beschichtung. Zudem sind die Pfannen äußerst robust und kaum zerstörbar.

Weitere gute Alternativen können Pfannen aus Emaille* oder Keramik sein*. Achtung: Hier solltest du dich nicht von irreführenden Herstellerangaben, wie zum Beispiel der Angabe 'Keramikbeschichtung' täuschen lassen. In der Regel besteht eine Keramikbeschichtung wieder aus PTFE, der Keramikpartikel beigemengt wurden. Hier lohnt es sich, vor dem Kauf auf den Hinweis "PTFE-frei"zu achten. Siegel und Kennzeichen sagen beim Kauf der richtigen Pfanne deutlich mehr über das Produkt aus, als der Preis. Gute alternative Pfannen kannst du bereits zum kleinen Preis erstehen. Ein Vergleich empfiehlt sich hierbei jederzeit.

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