• ökologische Nachteile von Streichhölzern
  • ökologische Nachteile von Feuerzeugen 
  • Welche Option ist sinnvoller? 

Wenn es draußen dunkel wird, gibt es kaum etwas Schöneres als Kerzenschein oder einen knisternden Kaminofen. Bevor man es sich zu Hause gemütlich macht, lohnt sich jedoch die Frage, womit man die Flamme am besten entfacht - denn ein genaueres Hinsehen zeigt: Weder Streichhölzer noch Feuerzeug haben eine ökologisch weiße Weste. 

Streichhölzer: ökologische Nachteile

Streichhölzer wirken auf den ersten Blick harmlos: Sie lassen sich wesentlich leichter entsorgen als Feuerzeuge und bestehen darüber hinaus aus einem nachwachsenden Rohstoff. Nimmt man sie jedoch genauer unter die Lupe, zeigen sich auch Schattenseiten:

Der Streichholzkopf setzt sich aus sauerstofftragendem Kaliumchlorat, entzündlichem Schwefel, reibendem Glaspulver, Farbstoffen sowie bindendem Tierleim zusammen. Das Hölzchen ist mit einer Schicht aus Parrafin und wasserlöslichen Phosphatsalzen überzogen, damit es besser brennt und nicht nachglüht. Beim Anzünden wird dementsprechend ein Gemisch aus chemischen Substanzen freigesetzt, das in die Atmosphäre gerät. Außerdem sind die Ausgangsstoffe von Phosphor nicht-erneuerbare Rohstoffe. 

Darüber hinaus ist es möglich, dass Streichhölzer aus nicht-nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. 

Feuerzeug: ökologische Nachteile

Feuerzeuge sind billiger als Streichhölzer und passen in jede Jackentasche. Doch welche Inhaltsstoffe stecken in ihnen? Und wie sieht es mit ihrer Ökobilanz aus? 

Genau wie bei Streichhölzern entsteht auch bei vielen Feuerzeugen der Funke durch Reibung: An einem Reibrad reagiert ein Cereisen-Zündstein entweder mit Benzin oder einem hochentzündlichen Gasgemisch. In der Regel handelt es sich um Gase wie Propan, Butan und Iso-Butan. 

Insgesamt stecken in einem Feuerzeug etwa 300 bis 1000 Flammen. Dann muss es als Problemmüll verbrannt werden, da die Verpackung oft aus nicht recycelbarem Plastik besteht. Letztendlich sind viele verschiedene Schritte und Ressourcen nötig, um ein Einwegfeuerzeug zu produzieren und wieder zu entsorgen. 

Fazit

Vergleicht man den gesamten Weg von der Herstellung über den Verbrauch bis hin zur Entsorgung, ist das Streichholz deutlich ökologischer. Die Produktion kostet wesentlich weniger Energie und nach dem Gebrauch fällt kein Plastikmüll an. Beim Kauf empfiehlt es sich, darauf zu achten, ob die Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. 

Einwegfeuerzeuge gelten zunächst als Problemmüll - dennoch gibt es heutzutage viele verschiedene Fabrikate, von denen nicht alle gleich umweltschädlich sind. Wer auf sein Feuerzeug nicht verzichten und die Umwelt trotzdem schützen möchte, kann beispielsweise auf wiederauffüllbare Modelle oder Solarfeuerzeuge umsteigen. 

Die wohl umweltfreundlichste Methode, um eine Flamme zu erzeugen, sind übrigens Zündbriefchen aus Recyclingpapier. Es braucht zwar ein wenig Übung, bis man den Dreh raushat - aber ihre Ökobilanz schlägt sowohl die von Streichhölzern als auch die von herkömmlichen Feuerzeugen.