• Zimmerpflanzen als natürliche Klimaanlage: So funktioniert es
  • Wohnung kühlen mit Zimmerpflanzen: Diese Arten kühlen besonders gut
  • Weitere Tipps, um deine Wohnung im Sommer kühl zu halten

Die meisten Menschen haben Zimmerpflanzen zu Hause, weil sie schön aussehen und das Heim gemütlich machen. Doch gerade im Sommer können sie uns noch einen ganz anderen Dienst erweisen. Denn Zimmerpflanzen reinigen nämlich die Luft und haben so besonders an heißen Tagen einen kühlenden Effekt. Bevor du also viel Geld in eine Klimaanlage investierst, kannst du auch einfach mehr Grün in dein Zuhause bringen. Welche Arten sich besonders gut als natürliche Raumkühler eignen, erfährst du hier.

Zimmerpflanzen als natürliche Klimaanlage nutzen: So funktioniert es

Wer braucht schon sündhaft teure Klimaanlagen oder Ventilatoren, wenn saftig grüne Zimmerpflanzen als Dekoration und Abkühlung dienen können?

Pflanzen sind bekannt dafür, mit Hilfe von Fotosynthese nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Umgebung zu kühlen. Bestimmte Pflanzen geben bis zu 90 Prozent des Gießwassers durch Fotosynthese wieder an die Raumluft ab. Dadurch wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und die Luft zugleich heruntergekühlt. Im Winter hilft dieser Effekt übrigens auch dabei, trockene Heizungsluft zu befeuchten.

Einige Pflanzen können sogar chemische Schadstoffe abbauen. Empfehlenswert ist mindestens eine Pflanze pro neun Quadratmeter Raum. Je mehr und größer die Blätter, desto mehr Kohlendioxid kann absorbiert und Sauerstoff produziert werden - und desto leichter kann die Pflanze die Raumtemperatur kühlen. 

Natürliche Klimaanlage: Welche Zimmerpflanzen kühlen am effektivsten?

Um dein Zuhause zu kühlen, muss es nicht gleich ein Urban Jungle sein. Doch je größer und üppiger das Gewächs ist, desto mehr Luft kann gefiltert werden. Vor allem Pflanzen mit großflächigen und/oder vielen Blättern betreiben viel Fotosynthese wodurch die Luft schneller abgekühlt wird. 

Um einen spürbaren Effekt zu erzielen, braucht man allerdings mehr als nur eine Pflanze. Eine Klimaanlage im herkömmlichen Sinne werden Pflanzen sicherlich nicht ersetzen, aber das Raumklima wird deutlich verbessert, was sich positiv auf deine Gesundheit auswirkt. Um die Zimmerpflanzen zu stärken und sie bei der Nährstoffaufnahme zu helfen, ist (im Sommer) regelmäßiges Düngen von Vorteil.

Tipp: Auch verschiedene Kräuter wie Salbei, Schafgarbe, Holunder oder Zitronenmelisse können unseren Körper an heißen Sommertagen innerlich abkühlen, also einen Cool Down Effekt erzeugen. Die Kräuter können in Saft oder Wasser gegeben oder in Speisen hinzugefügt werden.

Natürliche Klimaanlage: Das sind die sechs besten kühlenden Zimmerpflanzen

Diese pflegeleichten Zimmerpflanzen sind nicht nur schön anzusehen und senken die Raumtemperatur, sie sind auch super leicht zu pflegen. 

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  • Nestfarn: Die immergrüne Zimmerpflanze ist auf Bäumen in den Tropen Asiens, Afrikas und Australiens beheimatet. Die Pflege ist recht simpel, denn sie gilt als robust und anspruchslos. Sie will reichlich gegossen werden aber Staunässe solltest du vermeiden.
  • Kolbenfaden: Die weiß-silbrig-gemusterten Blätter können bis zu 30 Zentimeter lang werden. Konstant gießen und die Blätter gelegentlich besprühen. Vor allem im feuchten Badezimmer fühlt die Zimmerpflanze sich besonders wohl.
  • Bogenhanf: Die nahezu unverwüstbare Zimmerpflanze zählt zu den pflegeleichtesten Pflanzen überhaupt. Mit wenig Wasser und Licht kommt der Bogenhanf* gut aus und vor allem an heißen Sommertagen wird die Luft gekühlt und die Schadstoffe aus der Raumluft gefiltert. 30 Grad Celsius hält der Bogenhanf locker aus, allerdings mag er keine Zugluft.
  • Gummibaum: Mit seinen vielen großen und kräftigen Blättern kühlt er leicht die Raumtemperatur herunter. Ein heller Standort ohne Zugluft und mäßiges Gießen sind für ihn ideal.
  • Birkenfeige: Die wenigsten kennen den kühlenden Effekt der Birkenfeige. Dabei sind die vielen kleinen Blätter perfekt geeignet, um die Luft abzukühlen. Ausreichend gießen vor allem an heißen Tagen. 
  • Palmen: Palmen gehören ebenfalls zu den kühlenden Zimmerpflanzen. Je nach Palmenart müssen sie fast täglich gegossen werden. 

Weitere Tipps, um die Wohnung ohne Klimaanlage zu kühlen

Zimmerpflanzen sind nicht die einzige Möglichkeit, um die Wohnung an heißen Sommertagen abzukühlen. Das kannst du außerdem tun:

1. Wohnung richtig lüften

Wie du deine Wohnung bei Hitze richtig lüftest, hängt von der Lage und Beschaffenheit der Wohnung ab. Ist deine Wohnung gut isoliert und fällt wenig bis keine direkte Sonneneinstrahlung in sie hinein, wird sie sich auch an heißen Sommertagen eher langsam aufheizen. Diesen Effekt solltest du dir zunutze machen und die Fenster tagsüber nach Möglichkeit geschlossen halten. Denn sonst lässt du nur warme Luft hinein, die Möbel und Wände heizen sich auf. Lüfte stattdessen ganz früh am Morgen und ganz spät am Abend - wenn die Temperaturen draußen wieder gesunken sind.

Wohnst du in einer Dachgeschosswohnung oder einer anderen Wohnung, die sich im Sommer ohnehin stark aufheizt, solltest du anders vorgehen. Dann empfiehlt es sich, alle Fenster - und vor allem die, die einander gegenüber liegen - zu öffnen, um nach Möglichkeit einen Durchzug herzustellen.

2. Reflektierende Vorhänge und Jalousien nutzen

Den besten Schutz gegen Hitze bieten helle Vorhänge oder Jalousien an Fenstern. Sie reflektieren das Sonnenlicht besser zurück als dunkle und halten so auch die Wärme draußen. Eine möglichst glatte, reflektierende Außenseite hilft besonders gut - Jalousien aus Metall haben hier einen Vorteil gegenüber Stoff-Vorhängen.

3. Ventilator richtig einsetzen

Viele Leute nutzen im Sommer einen Ventilator, um sich etwas Abkühlung zu verschaffen. Er funktioniert am besten, wenn man ihn so tief wie möglich aufstellt - am besten direkt auf den Boden. Ein großer Eimer oder ein Gefäß mit Eiswürfeln vor dem Gerät sorgen für einen kühlenden Effekt. Schalte das Gerät aus, wenn du den Raum verlässt. Denn: Ein Ventilator kühlt nicht wirklich die Luft, sondern verschafft lediglich dem Menschen Abkühlung.

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