• Privat im Internet surfen: Was ist der Inkognito-Modus?
  • Ist Online-Anonymität möglich?
  • Welche Vorteile hat der Inkognito-Modus?
  • Welche Möglichkeiten bieten echte Anonymität?

Selbst wenn man alleine zu Hause sitzt und durchs Internet surft, ist man ganz und gar nicht einsam. Denn anonym ist das Internet keineswegs. Bei jedem Besuch einer Internetseite wird die sogenannte IP-Adresse übertragen. Die Websites erkennen genau, wer sie besucht hat. Kann man durch den Inkognito-Modus tatsächlich anonym surfen?

Online-Privatsphäre: Surft man mit dem Inkognito-Modus wirklich inkognito?

Die Antwort mag für viele User ernüchternd sein: Nein! Das Aktivieren des Inkognito-Modus bringt nichts, wenn man unerkannt Internetseiten erkunden möchte. Die IP-Adresse, quasi der Fingerabdruck deines Computers, wird nämlich trotzdem gesendet. Internetseitenbetreiber können dein Surfverhalten sehen und Shops können Werbung, die dir angezeigt wird, deinen Interessen anpassen. Sie wissen auch genau, wo dein Computer eingeloggt ist.

Der Inkognito-Modus hat aber natürlich eine Bedeutung, die allerdings nur lokal Vorteile hat. Wenn du einen Computer mit mehreren Menschen teilst oder nicht willst, dass andere Familienmitglieder oder Arbeitskollegen im Büro sehen, auf welchen Internetseiten du dich tummelst, ist der Modus praktisch. Denn der Browserverlauf mit den zuletzt besuchten Websites wird nicht gespeichert. Das automatische Ausfüllen von Formularen funktioniert ebenfalls nicht.

Auch wenn Anbieter von Internetshops trotz Inkognito-Modus viel über dich wissen, kann er trotzdem dazu beitragen, dass du personalisierte Werbung nur eingeschränkt angezeigt bekommst. Denn Betreiber von Internetseiten arbeiten mit sogenannten Cookies. Das sind Daten, die auf deinem Computer zwischengespeichert werden und sich dein Surfverhalten merken. Beim Besuch einer Website im Inkognito-Modus werden die Daten beim Verlassen wieder gelöscht. Komplett schützt dich der Inkognito-Modus vor personalisierter Werbung allerdings nicht. Darüber hinaus haben Anbieter mittlerweile auch technische Möglichkeiten, ohne Cookies Nutzerdaten zu sammeln.

Kann ich trotzdem unerkannt Internetseiten besuchen?

Wenn schon der Inkognito-Modus keine Anonymität bietet, gibt es dennoch Möglichkeiten, sich inkognito im Netz zu bewegen? Ja, die gibt es! Das funktioniert, wenn du dich in ein Virtual Private Network (VPN) begibst. Dazu musst du auf deinem Computer eine VPN-Software installieren. Dabei tritt der VPN-Anbieter wie ein Schutzschild zwischen dich und das Internet. Andere Internetseiten sehen nur noch den VPN-Server, nicht deinen Rechner.

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Eine weitere Möglichkeit, anonym zu surfen, ist die Nutzung des sogenannten Darknets über den TOR-Browser. Viele kennen das Darknet aus Nachrichten über kriminelle Machenschaften. Die Technik ist aber weder verboten, noch schlimm. Sie wird nur von Kriminellen, wie Drogenhändlern, genutzt. Der TOR-Browser bietet die Möglichkeit, sich anonym im Internet zu bewegen. Mithilfe des kostenlosen Tools verbindest du dich mit dem TOR-Netzwerk, das aus über den Erdball verteilten Servern besteht. Der Clou dabei ist, dass Verbindungen nicht aufrechterhalten werden. Vielmehr verbindet sich dein Computer alle paar Minuten mit einem anderen Server. Die Daten suchen sich ständig eine andere Route und bleiben so vor Dritten verborgen.

Wenn du VPN oder Darknet nicht brauchst, sondern deinen Browserverlauf lediglich vor neugierigen Blicken von Familienmitgliedern oder Arbeitskollegen verbergen willst, erfährst du zum Beispiel hier, wie du den Inkognito-Modus in deinem Browser aktivierst.

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