• Klarna als alternatives Bezahlsystem
  • Wie funktioniert die neue Super-App? 
  • Pausieren und Verlängern von Bestellungen
  • Datenschutzprobleme bei Klarna 

Die Klarna-App hat Datenschutzprobleme und steht deshalb in der Kritik. So sehr, dass sich auch Behörden mit der App auseinandersetzen müssen. Worum es hierbei genau geht und was Verbraucher wissen sollten, zeigen wir hier. 

Wie funktioniert Klarna?

Die Klarna-App stammt aus Schweden und hat ein einfaches Konzept: Bestellungen können entweder direkt vorab sicher über Klarna bezahlt werden. Klarna kümmert sich dann um die Rückerstattung. Oder: Artikel werden auf Rechnung bestellt. Das bedeutet, dass Klarna und der Online-Shop die letztendliche Bezahlsumme erst nach Erhalt des Rückversands festlegen. 

Dies ist vor allem für Studenten und Auszubildende praktisch, die nicht alles im Voraus zahlen können. Kann man sich etwa zwischen zwei Winterjacken nicht entscheiden, wird es schwierig einen teuren Betrag doppelt vorab zu bezahlen. Klarna schafft hierbei Abhilfe. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass Zahlungen während der Retoure, bei Problemen mit dem Online-Shop oder bei nicht möglicher Einhaltung der Zahlungsfrist, pausiert bzw. verlängert werden können. Auch steht Verbrauchern ein kulanter Kundenservice zur Verfügung, der Zahlungsfristen, je nach Grund, kostenfrei oder gegen eine kleine Gebühr verlängert. Somit stellt Klarna eine praktische Alternative zu anderen Zahlungsmethoden dar. 

Datenschutzprobleme bei der Super-App

Zusätzlich bietet der Online-Bezahldienst seit neuestem eine sogenannte "Super-App" an. Diese soll den Bezahlvorgang und das Einkaufen verbinden und somit vereinfachen. Dabei kann man ohne Vor-Anmeldung bei unterschiedlichen Händlern shoppen und die Zahlungsmethode direkt über die App durchführen. Auch das Tracking deines Paktes kannst du direkt in der App checken.

Was jedoch entspannt klingt, birgt ein Problem in Bezug auf persönliche Daten. Durch die Super-App erhält Klarna Informationen zu deinen sensiblen Daten und dein Kaufverhalten. Diese werden vom Bezahldienst dann genutzt, um dir an dich angepasste Angebote senden zu können. 

Dies ist auch den Nutzern nicht entgangen. Bei der Datenschutzbehörde Berlin trudeln seitdem einige Beschwerden gegen die Super-App ein. Wohl so viele, wie bei keiner anderen Versicherung oder Bank. In den Beschwerden geht es hauptsächlich um den Wunsch nach dem Entfernen sensibler Daten aus der App. Verbraucher erheben Anspruch auf Auskunft zur Nutzung ihrer Daten. Dieses Problem muss nun auf Grundlage der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geregelt werden.