• Instagram-Abo: So sieht die Änderung aus
  • Das will Instagram damit bewirken
  • Wer profitiert?

Instagram will demnächst kostenpflichtige Abonnements anbieten. Das hat die beliebte Video- und Fotosharing-Plattform am 19. Januar angekündigt. Das Ziel: ein geregeltes Einkommen für Influencer*innen. Bisher stehen den knapp 28 Millionen Nutzer*innen in Deutschland Inhalte wie Bilder, Reels, Lives und Stories zur freien Verfügung. Content-Creator erzielen ihr Einkommen selbstständig durch Werbung und Produktplatzierungen. Das soll sich jetzt ändern. Müssen User bald zahlen? Wir erklären, was dahinter steckt.

Das wird sich für Nutzer*innen verändern

Erstmal gibt es Entwarnung: Für deutsche Instagram-Nutzer*innen wird sich in den nächsten Monaten vermutlich noch nichts ändern. Das Abonnement-Konzept wird zurzeit in den USA an wenigen Kanälen getestet. Die Inhalte stehen dabei weiterhin kostenlos zur Verfügung, allerdings nur ein Teil davon. Abonnierende haben Zugriff auf zusätzliche Stories und Lives.

Influencer*innen erkennen an einem lilafarbenen Symbol neben dem Namen, wer zahlt und wer nicht. Mit der Änderung würden die Follower zusätzlich zu ihren Daten, die an Instagram weitergegeben werden, um gezielt Werbung zu schalten, auch noch Geld zahlen. Instagram will bis 2023 erstmal nicht von diesem Geld profitieren. Content-Creator*innen allein entscheiden, welchen Content sie für welche Follower zur Verfügung stellen.

Eine wachsende Konkurrenz steckt dahinter

Was Instagram sich von dieser Strategie erhofft, weiß Social-Media-Expertin Franziska Bluhm. Sie hat im Interview mit Deutschlandfunk Nova über die anstehenden Änderungen gesprochen.

"Hintergrund ist da, dass es gerade bei allen Social Media Kanälen einen großen Kampf um diese Creator und Influencer gibt", sagt die Social-Media-Expertin. Den professionellen Influencer*innen steht eine Vielzahl an Plattformen zu Verfügung. Instagram möchte sie mit dem neuen Modell an sich binden, denn Influencer*innen locken viele Menschen auf die Plattform.

Mit der Änderung schließt sich Instagram einem Trend an. Das Live-Streaming-Video-Portal Twitch und auch die Videoplattform TikTok bieten ihren User*innen beispielsweise an, für die Produzierenden zu spenden. Daran hat sich auch Twitter mit Spendenmöglichkeiten und einem zusätzlichen Abonnement orientiert.

Letztlich ist ungewiss, ob es gelingt, mit diesem Modell weiterhin Erfolg zu erzielen. Laut Franziska Bluhm sei die Bereitschaft für Inhalte zu zahlen nicht besonders hoch. Für journalistische Onlineplattformen seien es nur 10 % der Lesenden, die das tun. Allerdings sei die Voraussetzung in den Sozialen Medien eine andere: Follower haben schließlich eine persönliche Bindung zu ihren Stars.