• Beeren-Ernte im Sommer: Jetzt beginnt die beste Erntezeit im Wald
  • Das Angebot ist vielseitig
  • Tipps: Beeren kennen und bestimmen
  • Verzehrempfehlungen für die geernteten Früchte

Momentan ist es eine gute Zeit, um in den Wald zu gehen. Jetzt im August beginnt die Erntezeit für Walderdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Waldheidelbeeren, Preiselbeeren, Haselnüsse, Walnüsse, Esskastanien, Weißdorn, Hagebutten, Kornelkirschen und Schlehen. All dies kann man derzeit in naturbelassener Güte im Wald neben den vielen Pilzen sammeln und schont damit gleichzeitig noch seinen Geldbeutel. Aber Vorsicht: Wie auch mit allen in der Natur zu sammelnden Lebensmitteln, wie beispielsweise auch bei den Pilzen, sollte man immer mit dem potenziellen Risikofaktor Fuchsbandwurm rechnen. Selbst wenn das Risiko einer Ansteckung eher unwahrscheinlich ist. Um die Freude am Sammeln der Beeren, Nüssen und Pilzen nicht zu verderben, solltest du die gesammelten Lebensmittel auf 60 Grad erhitzen, denn so werden die Eier des Fuchsbandwurms abgetötet. Wie du die Waldfrüchte erkennst und was du damit vielfältig in der Küche machen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

1. Die Walderdbeere

Die Walderdbeere ist deutlich kleiner als die komerzielle Zuchterdbeere, dafür ist sie aber umso aromatischer.

Verwechselt werden kann die Walderdbeere mit der falschen Erdbeere. Diese ist zwar nicht giftig, schmeckt aber bitter. Die Walderdbeere ist bei uns sehr weit verbreitet und häufig.

Die Walderdbeere kann in der Küche vielseitig verarbeitet werden, beispielsweise in Marmelade, in Süßspeisen wie Früchtequark oder Speiseeis, sowie in vielen weiteren kreativen Dessert-Varianten. Selbst als Tee oder als Walderdbeergeist ist die Walderdbeere köstlich. Lese-Tipp: Fünf gute Gründe, um mehr Beeren zu essen, liefern wir dir in unserem Artikel. 

2. Die Waldhimbeere

Die Waldhimbeere findet man ebenfalls häufig. Auch sie ist weit verbreitet und hat ein hervorragendes Aroma. 

Die Waldhimbeere könnte mit der Steinbeere verwechselt werden, die wässrig und unbekömmlich schmeckt.

Bei der Verarbeitung in der Küche sind mit der Waldhimbeere keine kreativen Grenzen gesetzt. Es gibt unzählige Rezeptvorschläge, beispielsweise für Gelees, Kuchenbeläge, Säfte, verschiedene Dessert-Variationen oder hochprozentig als Waldhimbeergeist.

3. Die Brombeere

Brombeeren findet man recht häufig an Waldrändern, da sie es gerne sonnig mögen. Brombeeren sind nicht nur besonders lecker, sondern auch äußerst vitaminreich.

Verwechselt werden könnte die Brombeere mit der amerikanischen Kermesbeere, einer invasiven Art, die Verdauungsbeschwerden auslösen kann.

Für Brombeeren gibt es zahlreiche Rezeptvorschläge für Süßspeisen, Kuchen, Shakes, Marmeladen, Gelees sowie für hochprozentiges, beispielsweise Liköre, Schnäpse oder Sekt.

4. Die Heidelbeere

Die Heidelbeere ist deutlich aromatischer als die im Supermarkt erhältliche amerikanische Zuchtblaubeere. Die Heidelbeere wächst häufig und ist bei uns weit verbreitet.

Verwechselt werden kann die Heidelbeere mit der Rauschbeere, die leichte Vergiftungserscheinungen auslösen kann.

Die Heidelbeere wird in der Küche in verschiedensten Süßspeisen, Dessert-Varianten, Säften, Marmeladen oder Kaltschalen geschätzt. Ebenso als alkoholische Variante in Likören, Schnäpsen, Sekt oder Mischgetränken. Lese-Empfehlung: Wie du dir einen Nach-Balkon baust, erfährst du in unserem Artikel.

5. Die Preiselbeere

Auch die Preiselbeere ist in unseren Wäldern weit verbreitet und häufig zu finden. Ihr herb-sauerer Geschmack wird sehr geschätzt und ist unverwechselbar aromatisch.

Die Preiselbeere kann mit der Bärentraube verwechselt werden, von deren Verzehr abgeraten wird.

Die Preiselbeere ist von vielen Gerichten, wie beispielsweise verschiedenen Wildgerichten, Wiener Schnitzel oder Bratenvarianten als Beilage nicht mehr wegzudenken. Auch als Kompott und Marmeladen ist sie beliebt.

6. Die Haselnuss

Der Haselnussstrauch wächst in lichten Wäldern, Waldrändern, wilden Hecken und Feldhainen. Auch als Ziergehölz steht die Haselnuss gerne in heimischen Gärten. Die Haselnuss ist bei uns eine weit verbreitete Nussart.

Die Haselnuss wird gerne geröstet, was das Nougat-Aroma der Nuss verstärkt. In Süßspeisen, wie Schokolade, Eis, Dessert-Saucen oder Krokant ist sie nicht mehr wegzudenken.

In der Küche findet man sie des Weiteren in aromatischem Haselnussöl, sowie gehackt als vielseitige Zutat. Darüber hinaus ist sie in Likören, Bränden und Mischgetränken sehr beliebt. Tipp: Die zehn besten heimischen Superfoods verraten wir dir in unsere Artikel. 

7. Die Walnuss

Der wärmeliebende Walnussbaum wächst gerne freistehend und oft in Verbindung mit sonnigen Lagen, wie beispielsweise Weinanbaugebieten. Wo der Standort passt, ist er nicht selten anzutreffen.

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Geschätzt wird die Walnuss in Teigwaren, Salaten, Kuchen, Speiseeis oder Saucen. Des Weiteren wird sie gerne in Verbindung mit Käse angeboten.

Walnussöl ist sehr aromatisch und hervorragend zur Verfeinerung von Speisen geeignet.

8. Die Esskastanie

Die Esskastanie oder Edelkastanie wächst bei uns hauptsächlich in Weinanbaugebieten. Das Hauptverbreitungsgebiet der Esskastanie ist in Deutschland die Pfalz.

Dort gibt es sogar weitläufige Wälder mit Esskastanien. Die Esskastanie findet man in Teigwaren, Brot, als Pürree oder als Beilage zu Wild- oder Geflügelgerichten.

Süß wird sie als Speiseeis, Mousse, Kastanienhonig oder Creme gereicht. Ein allbekannte Klassiker sind Maronen - geröstete Esskastanien.

9. Der Weißdorn

Der Weißdorn wächst gerne in Feldhainen, Begrenzungen von Weiden, Waldrändern oder wilden Hecken. Die Weißdornfrüchte schmecken süß-säuerlich und sind in ihrer Konsitenz mehlig.

Verarbeitet werden können die Früchte des Weißdorns zu Gelee, Kompott, Saft oder Sirup, gerne auch zusammen mit anderen Früchten.

Als Getränk eignen sich die Früchte des Weißdorns als Tee oder alkoholischer Auszug bei Herz- und Kreislaufstörungen.

10. Die Hagebutten

Die Hagebutten sind die Früchte der Wildrosen oder Heckenrosen. Wildrosen sind weit und vielseitig an den unterschiedlichsten Standorten in Deutschland verbreitet.

In der Küche ist die Hagebutte bekannt als Konfitüre (fränkisch: Hiffenmark), als Mus, als traditionelle Füllung in fränkischen Krapfen, als Würzzutat in Wildgerichten oder als Suppe.

In flüssiger Form findet man die Hagebutte als Tee, als Fruchtwein oder Likör.

11. Die Kornelkirsche

Die Kornelkirsche oder Gelber Hartriegel ist wärmeliebend und mag daher sonnige Hänge und lichte Wälder. Ebenso wächst sie gerne an Waldrändern oder in wilden Hecken.

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In Deutschland ist die Kornelkirsche hauptsächlich in Süddeutschland verbreitet. Verwechselt werden kann die Kornelkirsche mit dem roten Hartriegel, der leicht giftig ist.

Die Kornelkirsche findet ihre Bedeutung in der Herstellung von edlen Obstbränden. Auch als Marmelade, in Kuchen oder Dessertvarianten schmeckt sie fein.

12. Die Schlehe

Die Schlehe ist wärmeliebend und mag sonnige Standorte entlang von Weg- oder Waldrändern, Feldhainen und wilden Hecken. Sie ist in Deutschland recht häufig zu finden.

Die haselnussgroßen, intensiv blauen Früchte sind kaum verwechselbar. Die Früchte der Schlehe sind sehr vitaminreich.

Nach dem ersten Frost kann man die Schlehen ernten und zu Schlehengeist, Likör, Obstwein, Fruchtsaft, und Marmelade verarbeiten.

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