• Babys und Kinder sind an heißen Tagen besonders gefährdet
  • Das solltest du bei Ausflügen und zu Hause beachten
  • Tipps bei Hitze: So schützt du dich und deine Lieben

Hitzewellen sind im Sommer keine Seltenheit - das gilt nicht nur für den ohnehin warmen Süden, sondern auch für Deutschland. Überschreitet das Thermometer die 30-Grad-Marke, sind bestimmte Gruppen besonders gefährdet. Neben älteren und chronisch kranken Menschen müssen vor allem Babys und Kinder vor Hitze und ihren Folgen geschützt werden. Das Landratsamt Würzburg und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben darum wichtige Ratschläge herausgegeben. Hier findest du die wichtigsten Tipps, die dir helfen, bei extremer Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren und gut für dich und andere zu sorgen.

Kinder und Babys sind bei Hitze besonders gefährdet

Babys und Kleinkinder sind bei Hitze besonders großen Risiken ausgesetzt. Denn sie dehydrieren schneller und ziehen sich auch eher einen Sonnenbrand oder Sonnenstich zu. Der Grund dafür ist, dass Kinder weniger schwitzen als Erwachsene und dadurch ihre Körpertemperatur schlechter regulieren können. Zugleich erzeugt ihr Körper bei Bewegung mehr Stoffwechselwärme als das bei Erwachsenen der Fall ist. Bei extremer Hitze und körperlicher Anstrengung können die Kleinen ihre Temperatur nicht ausreichend absenken.

Um Babys und Kinder vor Hitze-Folgen zu schützen, sollten Eltern und andere Betreuende folgende Hinweise beachten:

  • Kinder und Babys sollten genug trinken
  • Babys unter einem Jahr niemals direkt der Sonne aussetzen
  • Kleinkinder bis vier Jahre sollten sich zwischen 10 und 17 Uhr im Schatten aufhalten oder - noch besser - in Innenräumen. So werden sie nicht nur vor Hitze, sondern auch vor UV-Strahlen geschützt
  • Ausflüge und Aktivitäten im Freien sollten in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden. Auch hierfür sollten nach Möglichkeit schattige Plätze gewählt werden
  • Ebenfalls wichtig im Freien: Sonnengerechte Kleidung einschließlich Kopfbedeckung und Sonnenbrille sowie ausreichend Sonnencreme. Die Creme mit einem hohen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 sollte eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen werden
  • Nach einem Bad in Pool, Freibad oder See sollten Kinder erneut eingecremt werden. Dadurch wird die Schutzdauer zwar nicht verlängert, aber immerhin erhalten. Außerdem sollte bedacht werden, dass Wasser die UV-Strahlung verstärkt. Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt am oder im Wasser sein
  • Unter keinen Umständen dürfen Kinder oder Babys an heißen Tagen im geparkten Auto zurückgelassen werden - hier droht Lebensgefahr
  • In Haus oder Wohnung sollte man sich mit kleinen Kindern und Babys im kühlsten Raum aufhalten - und zwar auch in der Nacht. Zum Schlafen sollten sie nicht zu warm bekleidet oder zugedeckt werden

Richtiges Verhalten bei Hitze: Weitere Tipps für heiße Sommertage

Nicht nur die Jüngsten haben mit der Hitze zu kämpfen - auch Ältere und kranke Menschen leiden an heißen Tagen oftmals besonders. Das hat zum einen physiologische Gründe, aber auch Medikamente können eine Rolle spielen. Für sie, aber auch für alle anderen Erwachsenen, findest du hier 8 weitere Tipps zum Schutz vor Hitze.

1. Genügend Trinken

Nicht nur für Kinder und Babys ist es wichtig: Auch du und jeder andere Erwachsene sollte unbedingt darauf achten, an heißen Tagen mehr zu trinken, als sonst. Vor allem ältere Menschen neigen dazu, zu wenig Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da sie weniger Durst empfinden. Die Getränke sollten dabei nicht zu kalt sein. Gute Durstlöscher sind Mineralwasser, Saftschorlen oder Kräutertees. Auf Alkohol oder koffeinhaltige Getränke solltest du komplett verzichten: Sie belasten dein Herz-Kreislauf-System nur zusätzlich.

2. Leichte Mahlzeiten

Bei krassen Temperaturen empfinden die meisten Menschen weniger Appetit - und das ist auch gut so. Du solltest an Hitze-Tagen unbedingt auf leichte Kost setzen. An heißen Tagen sind Obst, Gemüse oder leicht verdauliche Speisen ratsam. Salzhaltige Lebensmittel, wie Brühe oder Salzstangen liefern dem Körper Mineralien, die er durchs Schwitzen verliert und sind deshalb ebenfalls gut für Sommertage geeignet.

3. Haut abkühlen 

Du solltest dich an heißen Tagen auch von außen kühlen. Aber Vorsicht: Eiskalte Bäder oder Duschen solltest du eher meiden. Dein Körper wird im Anschluss deine Temperatur wieder regulieren wollen und dir wird unnötig heiß. Lauwarme Duschen oder Fußbäder kühlen ab. Auch feuchte Tücher auf Gesicht, Nacken oder Armen können guttun.

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4. Luftige Kleidung

Du solltest dich auf jeden Fall dem Wetter entsprechend kleiden. Trotzdem ist es wichtig, auch an die UV-Strahlung zu denken. Leichte, lange Kleidung, Sonnenbrille und Kopfbedeckung helfen dir dabei. Leichte Nacht- und Bettwäsche machen warme Sommernächte erträglicher.

5. Lüften und Räume kühlen

Lüften ist wichtig, aber im Sommer ist die Tageszeit entscheidend. Damit sich die Wohnung nicht aufheizt, sollte nur morgens oder abends gelüftet werden. Jalousien, Rollläden oder Markisen bleiben tagsüber am besten geschlossen.

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6. Direkte Sonnenbäder meiden

Frische Luft tut gut, aber gerade an extrem heißen Tagen solltest du die direkte Sonne eher meiden. Sport und andere Aktivitäten solltest du entweder ganz bleiben lassen oder auf den frühen Morgen oder späten Abend legen. en im Freien allenfalls in die Morgen- oder Abendstunden gelegt werden. Kinder im Kinderwagen oder pflegebedürftige Personen im Rollstuhl sollten im Schatten stehen. Und auch hier gilt: Denk an den UV-Schutz.

7. Hilfe in Anspruch nehmen

Vor allem ältere und kranke Menschen sollten an heißen Tagen Hilfe von Verwandten und Freund*innen in Anspruch nehmen. Bei Notfällen solltest du dich nicht davor scheuen, die 112 zu wählen und den Notdienst zu verständigen.

8. Ärztlichen Rat suchen

Dein Arzt oder deine Ärztin beraten dich bei Vorerkrankungen, die bei Hitze gefährlich werden können. Bist du dir unsicher, ob die direkte Sonne für dich schädlich sein kann? Dann frag um Rat. Vor allem bei Erkrankungen wie Übergewicht oder Herzschwäche solltest du dich beraten lassen. Niemals solltest du eigenmächtig deine Medikamente absetzen oder anders dosieren, als verordnet.

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