• Eichenprozessionsspinner: Fränkische Platte besonders betroffen
  • Warnung: Befallsgebiete sollte der Mensch meiden
  • Raupen sind sehr gefährlich für Mensch und Tier
  • Schmerzend und juckend: Brennhaare lösen Raupendermatitis aus

Die Raupen des Eichenprozessionnsspinners richten nicht nur durch Kahlfraß in den Baumkronen der Eichen einen massiven wirtschaftlichen Schaden an, sondern sie sind auch gesundheitsgefährdend für Mensch und Tier. Der Eichenprozessionsspinner ist bayernweit mittlerweile stark verbreitet, besonders häufig kommt er jedoch in Mittel- und Unterfranken vor. Trotz verschiedener Bekämpfungsmethoden breitet sich der Eichenprozessionsspinner immer weiter in Deutschland aus, wo es jahresweise immer wieder zu regelrechten Massenvermehrungen kommt. Bereits im 19. Jahrhundert berichten Quellen von Massenvermehrungen des Eichenprozessionsspinners in Deutschland. Dank der sehr warmen und trockenen Sommer in den letzten Jahren, haben sich die Bedingungen für den Eichenprozessionsspinner bei uns offenbar so sehr verbessert, dass die Tiere sich in vielen Regionen explosionsartig ausbreiten konnten. In Deutschland bevorzugt er warme und lichte Standorte mit Eichenbewuchs. Dabei macht er auch in Stadtbegrünungen, Parks, Spielplätzen, Straßenbegleitgrün und auch Gärten keinen Halt.

Schaden für die Bäume: Eichen ohne Eichenprozessionsspinner wird es künftig nicht mehr geben

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners schlüpfen ab Anfang Mai. Sie durchlaufen während ihrer Entwicklung mehrere Larvenstadien. Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln die Larven Brennhaare mit Widerhaken, die ein Nesselgift enthalten. Die Brennhaare sind leicht und brüchig, sodass sie sich bei günstiger Witterung leicht von der Raupe lösen und schon durch leichten Wind weit durch die Luft getragen werden.

Selbst abgestreifte, alte Häutungen der Larven des Prozessionsspinners nesseln noch mehrere Jahre lang. Von den Brennhaaren getroffene Hautstellen können ein bis zwei Wochen lang stark jucken, sowie  Quaddeln und Pusteln bilden. Selbst Asthma und Bronchitis kann von den Brennhaaren verursacht werden, wenn die fast unsichtbaren Haare eingeatmet werden. Des Weiteren können Müdigkeit, Fieber, Schwindel und Bindehautentzündung körperliche Reaktionen auf den Kontakt mit den nesselnden Brennhaaren des Eichenprozesionsspinners sein.

Zum Schutz vor Vernesselung sollte man in betroffenen Gebieten lange Kleidung tragen, die Arme und Beine schützt. Raupen, Raupennester und Gespinste sollte man keinesfalls berühren und von Fachleuten abtragen und entfernen lassen. Außerdem ist es ratsam, Gartenarbeiten oder Arbeiten im Grünen zu vermeiden, solange Nester des Prozessionsspinners in der Nähe sind. Lese-Empfehlung: "Der Eichenprozessionsspinner: Vorkommen – Gefahr – Bekämpfung" bei Amazon ansehen.*

Artikel enthält Affiliate Links

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegenzulassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.